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Rubrik: Virenwarnung/Aktuelle Meldungen Kaspersky Labs: Neuer Wurm Novarg - neue globale Epidemie Im KaZaA-Netzwerk treibt Novarg unter
verschiedenen Namen sein Unwesen (31.01.04) -
Kaspersky Labs warnt vor dem neuen gefährlichen Internet-Wurm
"Novarg" (alias Mydoom). In nur wenigen Stunden hat diese Malware
eine globale Epidemie hervorrufen können; weltweit sind bereits ca. 300.000
Rechner betroffen. Dies ist bis jetzt die größte Epidemie in diesem Jahr und
hat gute Chancen die Rekorde von 2003 zu übertreffen. Eine solch
ausbruchartige Aktivität einer Malware deutet mit ziemlicher Sicherheit
darauf hin, dass sich die Viren-Autoren gut vorbereitet haben. Die
Vorbereitung umfasste auch die Erstellung eines Netzwerks von infizierten
Rechnern. Sobald eine „kritische Anzahl“ infizierter Rechner erzielt worden
war, erging ein zentralisierter Befehl an dieses Netzwerk zum Versand von
Novarg. Eine solche Technologie wurde bereits früher vom E-Mail-Wurm Sobig.F verwendet.
Eine genaue Analyse des Verbreitungsgebiets lässt darauf schließen, dass
Novarg in Russland geschrieben worden ist.
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Prophylaxe, Diagnose und Schutz Novarg verbreitet
sich auf zwei Arten über das Internet; via eMail sowie über das P2P-Netzwerk
KaZaA. Die infizierten
E-Mails haben eine zufällig gewählte Absenderadresse, acht Varianten des
Betreffs, vier Varianten des Textkörpers, 18 mögliche Dateinamen sowie fünf
Varianten der Erweiterungen der angehängten Dateien. Zudem verbreitet sich
der Wurm mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit über eMails mit einer zufälligen
sinnlosen Abfolge von Zeichenen in Betreff, Textkörper sowie Namen der
angehängten Datei. Diese Variabilität in den äußerlichen Erkennungsmerkmalen
erschwert den Anwendern eine eindeutige Identifikation von infizierten
E-Mails. Im KaZaA-Netzwerk
treibt Novarg unter verschiedenen Namen (z.B. winamp5, icq2004-final) und
verschiedenen Erweiterungen (bat, exe, scr, pif) sein Unwesen. Wenn der Anwender
unvorsichtig genug war, eine infizierte Datei zu starten, die er in einer
eMail erhalten oder vom KaZaA-Netzwerk heruntergeladen hatte, beginnt der
Wurm seine Prozedur zum Eindringen in den Rechner und zu seiner weiteren
Verbreitung. Gleich nach dem Starten öffnet Novarg die Anwendung Notepad und lässt eine Zufallsabfolge von Zeichen erscheinen. Gleichzeitig erstellt er im Windows-Systemverzeichnis zwei Dateien unter den Namen TASKMON.EXE (Wirtsdatei des Wurms) sowie SHIMGAPI.DLL (Trojaner-Komponente zur unautorisierten entfernten Verwaltung des Rechners) und registriert sie Im Windows-Startver-zeichnis. Dadurch wird die Malware bei jedem Neustart des Rechners aktiviert. Novarg startet
dann die Prozedur zu seiner weiteren Verbreitung. Zum Versand über E-Mails
durchsucht er die Festplatte (Dateien mit den Erweiterungen HTM, WAB, TXT
u.a.) nach eMail-Adressen und verschickt, vom Besitzer des Rechners
unbemerkt, infizierte E-Mails an diese. Außerdem überprüft der Wurm, ob der
Rechner an das KaZaA-Netzwerk angeschlossen ist und kopiert sich in das
öffentlich zugängliche File-Share-Verzeichnis. Novarg verfügt
über sehr gefährliche Payloads. Erstens installiert er auf dem infizierten
Rechner ein Proxy-Server-Modul, das später Übeltäter zum Versand von Spam
oder zur Installation neuer Malware-Versionen nutzen können. Zweitens wird
ein Backdoor-Programm (Utility zur unautorisierten entfernten Verwaltung) auf
dem Rechner installiert. Dadurch erlangen die Viren-Autoren eine vollständige
Kontrolle über den Rechner und können Daten ausspionieren, löschen und
verändern, Programme installieren usw. Drittens ist in Novarg eine Funktion
zur Durchführung von DoS-Attacken auf die Web-Seite www.sco.com angelegt. Die
Funktion wird vom 1.-12. Februar 2004 aktiv. In diesem Zeitraum verschicken
alle infizierten Rechner Anfragen an diese Web-Seite, was zu deren
Zusammenbruch führen kann. "Die Gefahr
einer Kombination von Viren- und Spam-Technologien sowie die Erstellung eines
gemeinsamen zweckgerichteten Netzwerks von Cyber-Verbrecher wird Realität. In
den ersten beiden Tagen dieser Woche haben wir gleich zwei Schadprogramme
entdeckt, welche diese Technologie bezeugen," meinte Eugene Kaspersky,
Leiter der Antiviren-Forschung von Kaspersky Labs. "Bereits in nächster
Zukunft kann dieses Problem eine neue Etappe in der Computer-Viren-Forschung
bedeuten, welche im Zeichen von immer tückischeren und häufigeren Epidemien
steht." (ma) Ansprechpartner: Denis Zenkin Tel. (007-095) 9485650, Fax (007-095) 9484331 E-Mail: denis.zenkin@kaspersky.com Ansprechpartner: Andreas Lamm Spretistraße 7, D 85057 Ingolstadt Tel. (0700) 55010000, Fax (0700) 55010001 E-Mail: Andreas.Lamm@de.kaspersky.com Web: www.kaspersky.com |