Rubrik: Virenwarnung/Aktuelle Meldungen

Vermeintliches Urlaubsfoto aus Paris enthält Computer-Wurm

Schädling kopiert sich selbst und legt mehrere Registry-Einträge an

(29.08.06) - Wieder einmal zur Hauptreisezeit nutzt ein Computer-Wurm die Neugier der Menschen nach vermeintlichen Urlaubsfotos aus. In fast allen Fällen erhält der Computer-Benutzer die initial seinen Computer infizierende E-Mail aus seinem privaten Bekanntenkreis oder geschäftlichen Umfeld, da sich der schädigende Wurm per E-Mail an sämtliche Kontakte des E-Mail-Adressbuchs eines befallenen Computers versendet, wobei der arme Kerl, der Absender, in den meisten Fällen nicht in Paris gewesen ist.

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Antivirus-Spezialisten des Security-Unternehmens MicroWorld warnen davor, eintreffende E-Mails, selbst von sehr gut bekannten Absendern mit der Betreff-Zeile "My Photo on Paris" zu ignorieren und möglichst gleich zu löschen. So hat der Empfänger, auch später unbeabsichtigt, keine Möglichkeit den Dateianhang 'picture.zip' durch einen Doppelklick zu öffnen, der zwei ausführbare Stapeldateien (.bat) und das Bild 'picture.bmp' enthält.

"Bereits mehrere frühere Varianten aus der Brontok-Serie haben sich die Neugier der E-Mail-Adressaten zu Nutze gemacht und damit ihre weitere Verbreitung gesichert", sagt Mario Gunsch, Country Manager der MicroWorld Technologies. "Dass in Abständen immer wieder leicht modifizierte neue Varianten des Brontok-Wurms auftreten, zeigt, wie erfolgreich die Programmierer solcher Schädlinge mit jeder neuen Variante sind."

Nachdem der Computer-Benutzer durch Doppelklick auf die Datei-Anhänge eine Kopie des Wurms aus dem Internet geladen hat, durchsucht dieser Adressbücher nach E-Mail-Adressen und versendet sich selbst mithilfe einer eigenen E-Mail-Engine an diese gefundenen Opfer, natürlich mit dem Absender-Namen des befallenen Rechners, damit der sorglose Empfänger keinen Grund sieht, die Dateien eines Bekannten nicht zu öffnen.

Der Schädling kopiert sich selbst unter zufälligen Dateinamen in einige Verzeichnisse auf der lokalen Festplatte und legt mehrere Registry-Einträge an, die teilweise beim Start von Windows automatisch ausgeführt werden. Mit verschiedenen Methoden versucht der neue Brontok-Ableger Antivirus-Software auszuschalten, um so ungehindert langfristig seinem Werk nachgehen zu können. (MicroWorld: ma)

 

 

 

 

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