Rubrik: Virenwarnung/Aktuelle Meldungen

Nigerianer-Spam auf dem Online-Karrierenetzwerk LinkedIn entdeckt

BitDefender vermutet die Betrügereien auch auf anderen Social Networking-Seiten

(02.05.08) - BitDefender entdeckt Betrügereien der Nigeria Connection innerhalb von sozialen Netzwerken. Zwar haben die Experten das Phänomen zuerst auf LinkedIn, dem mit mehr als
21 Millionen Usern weltweit größten Online-Karrierenetzwerk, aufgespürt. Allerdings ist es wahr-scheinlich, dass auch andere Social Networking-Seiten betroffen sind.

Anzeige

Bei der aktuellen Spam-Welle der Nigeria Connection - einem Schwindel, mit dem schätzungs-weise Hunderte Millionen Dollar pro Jahr ergaunert werden - wird das betrügerische Anschreiben als Netzwerk-Einladung verschickt. Diese Einladungen werden normalerweise von einem User an einen anderen geschickt, mit der Bitte, in dessen Kontakte aufgenommen zu werden. Ein auf der Website hinterlegtes Benutzerprofil deckt die Behauptungen des Betrügers in der Einladung. Da diese Nachrichten nur an die Benutzerkonten von Netzwerkmitgliedern zugestellt werden, umgehen sie jeden Spam-Filter.

Seitdem BitDefender diese neue Betrugswelle entdeckt hat, arbeitet der Sicherheitsexperte mit LinkedIn zusammen, um auf das Problem aufmerksam zu machen.

"Ich glaube, dass diese neue Betrugsmethode der Nigeria Connection gefährlich ist, und dass Netzwerk-Mitglieder leicht darauf hereinfallen können. Sie bauen dort Kontakte für ihr Berufsleben und ihre Karriere aus und neigen dazu, dem Netzwerk zu vertrauen", erklärt Bogdan Dumitru, CTO bei BitDefender.

Die meisten Social Networks überprüfen jedoch die Identität ihrer Mitglieder nicht. Das kann zum Missbrauch des Netzwerks führen.

"Bei LinkedIn haben die Mitglieder die alleinige Kontrolle über ihre Netzwerke", erläutert Kay Luo, Direktor der Unternehmenskommunikation bei LinkedIn. "Es bestimmen nur die User, wen sie in ihre Kontakte aufnehmen, sprich welche Einladungen sie annehmen und welche nicht."

LinkedIn schlägt grundsätzlich folgende Vorgehensweisen beim Versenden oder Annehmen von Einladungen vor:

·         Nur LinkedIn-Einladungen von Personen anzunehmen, die man kennt und denen man vertraut

·         Die eigenen LinkedIn-Nachrichten so zu personalisieren, dass der Empfänger weiß, wer ihm schreibt und ihn gegebenenfalls daran zu erinnern, woher man ihn kennt.

(BitDefender: ma)

 

 

 

Diesen Beitrag per E-Mail versenden Diesen Beitrag ausdrucken