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Rubrik: Virenwarnung/Aktuelle Meldungen Neue Bedrohungen für infizierte Rechner in Form von E-Mail-Spam Bösartige Antiviren-Applikation: Kaspersky Lab analysiert neue Modifikation von Kido (Conficker) (17.04.09) - Kaspersky Lab warnt vor einer neuen Version des Schadprogramms Kido, auch bekannt unter den Namen Conficker und Downadup. Rechner, die mit Trojan-Downloader.Win32.Kido (Conficker.c) infiziert waren, nahmen über Peer-to-Peer-Verbindungen Kontakt miteinander auf. Die Maschinen erhielten die Anweisung, die neuen Schadprogramme herunterzuladen und damit das Kido-Botnet zu aktivieren.
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Die neue Kido-Modifikation weist einen signifikanten
Unterschied zu seinen Vorgängern auf: Nachdem er als Wurm so viele Opfer wie
möglich infiziert, wird er zu einem Trojan-Downloader, um am Ende wieder die
Form eines Wurms anzunehmen. Nach ersten Analysen kann man davon ausgehen,
dass Kido seine gefährliche Funktion nur bis zum Kido lädt nun nicht nur Updates auf die infizierten Rechner, sondern auch zwei neue infizierte Dateien. Bei der einen Datei handelt es sich um eine bösartige Antiviren-Applikation, auch Scareware genannt. Sobald das Programm läuft, erscheint beim Opfer in regelmäßigen Abständen ein Pop-up-Fenster, das dem User mitteilt, dass sein Rechner infiziert sei. Er erhält dabei die Möglichkeit, die angeblich entdeckten Viren zu einem Preis von 49,95 US-Dollar zu löschen. FraudTool.Win32.SpywareProtect2009.s wird über ukrainische Seiten verbreitet und ist so lästig, dass voraussichtlich viele User auf das Desinfizierungs-Angebot klicken werden. Die zweite Datei, die Kido auf die infizierten Rechner lädt, ist ein E-Mail-Wurm namens Iksmas, der auch als Waledac bekannt ist. Worm.Win32.Iksmas.atz, der im Januar 2009 entdeckt wurde, stiehlt Daten und verschickt Spam. Schon damals bemerkten viele IT-Experten eine Ähnlichkeit zwischen Kido und Iksmas. Die Kido-Epidemie ist mit der von Iksmas ausgelösten E-Mail-Epidemie, vergleichbar. "Während einer Zeitspanne von zwölf Stunden nahm Iksmas mehrmals Kontakt zu weltweit verteilten Kontrollzentren auf. Das Schadprogramm erhielt von dort den Befehl, Spam-Mails zu verschicken. In nur zwölf Stunden verschickte ein einziger Bot 42.298 Spam-Nachrichten", erklärt Aleks Gostev, Head of Kaspersky Lab Global Research and Analysis Team. "Nahezu jede E-Mail enthielt ihre eigene Domain. Dies wurde offensichtlich mit der Absicht getan, die Spam-Filter beim Aufspüren der Massennachrichten zu hindern. Die Filter analysieren dabei die Frequenz, mit der eine spezifische Domain benutzt wird. Insgesamt entdeckten wir 40.542 Domains des dritten Levels und 33 des zweiten. Praktisch alle Seiten waren in China registriert - wahrscheinlich unter erfundenen Namen", so Gostev weiter. "Eine simple Kalkulation zeigt, dass ein Iksmas-Bot rund 80.000 E-Mails in 24 Stunden verschicken kann. Angenommen, es gibt fünf Millionen infizierte Rechner da draußen, könnte das Botnet ungefähr 400 Milliarden Spam-Nachrichten in nur 24 Stunden verschicken", meint Aleks Gostev abschließend. (Kaspersky: ma) |
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