Rubrik: Virenwarnung/Hintergrund

Kaspersky Lab kommentiert Meldung über Sicherheitslücke in eigenen Antivirus-Produkten

Risiko einer erfolgreichen Nutzung der CAB-Sicherheitslücke deutlich verringert

(15.10.05) - Die Mitteilung des unabhängigen Forschers Alex Wheeler über eine Sicherheitslücke in den Antivirus-Produkten von Kaspersky Lab hat gewisse Medienresonanz erhalten. Die Lücke bezieht sich ausschließlich auf die Bearbeitung von Archiven im CAB-Format. Vor diesem Hinter-grund erachtet es Kaspersky Lab für notwendig, diesen Vorfall offiziell zu kommentieren.

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Das Unternehmen bestätigt die Existenz der Sicherheitslücke in einem Modul der "Kaspersky Anti-Virus"-Software, das für die Bearbeitung archivierter Cabinet-Dateien (.cab) verantwortlich zeichnet. Die Ausnutzung der vorliegenden Sicherheitslücke führt zu einer Fehlfunktion der Antivirus-Applikation. Diese Schwachstelle beschränkt sich jedoch ausschließlich auf die Betriebssystem-umgebung Microsoft Windows. Alle anderen Betriebssystem-Plattformen sind hiervon nicht betroffen.

Gleichzeitig haben die Spezialisten von Kaspersky Lab eine Reihe von Gegenmaßnahmen getroffen. Nachdem die Antivirus-Analytiker die entsprechenden Daten erhielten, wurde in kürzester Zeit ein Signatur-Paket erstellt, um die möglichen Exploits (Prozeduren zur Verwendung der Sicherheitslücke) aufzufinden. Dieses Signatur-Paket wurde bereits am 29. September in die Antivirus-Datenbanken der Kaspersky Anti-Virus-Softwarelösung integriert. Dadurch wurde das Risiko einer erfolgreichen Nutzung der CAB-Sicherheitslücke deutlich verringert. Mehr noch, bis dato wurden keinerlei Aktivitäten zur Erstellung und Verbreitung derartiger Exploits registriert. In diesem Zusammenhang möchten wir noch ergänzend anmerken, dass Alex Wheeler aktuell keinen Demo-Code zur Verwendung dieser Sicherheitslücke bereitgestellt hat.

Insgesamt bewegen uns die oben angeführten Fakten zu der Bewertung, dass die tatsächliche Gefahr, die von dieser CAB-Sicherheitslücke ausgeht, gering ist und den Antivirus-Schutz der Produkte von Kaspersky Lab nicht beeinträchtigt.

Gegenwärtig bereiten die Experten von Kaspersky Lab ein Eil-Update für die betroffenen Antivirus-Produkte des Unternehmens vor, die das angreifbare CAB-Modul enthalten. Hierzu zählen "Kaspersky Anti-Virus Personal 5.0", "Kaspersky Anti-Virus Personal Pro 5.0", "Kaspersky Anti-Virus 5.0 für Windows Workstations", "Kaspersky Anti-Virus 5.0 für Windows File Servers" und "Kaspersky Anti-Virus Security Suite 1.1". Die Sicherheitslücke betrifft nicht die Antivirus-Produkte in der Version 4.5. Die Updates für die genannten Programme sind seit dem 5. Oktober 2005 bereits verfügbar und über die standardgemäße Softwareaktualisierung zugänglich.

Kaspersky Lab ist zugleich Lieferant für OEM- und Technologie-Partner. Das Unternehmen betont nochmals, dass die Mehrheit der auf dem Markt erhältlichen Produkte, die auf der Antivirus-Technologie von Kaspersky Lab basieren, nicht betroffen sind, da diese das angreifbare Modul nicht verwenden. Für Partner, deren Lösungen dieser Sicherheitslücke potentiell unterliegen können, schließen die von Kaspersky Lab initiierten Maßnahmen eine Ausnutzung der Sicherheitslücke bereits vor Erscheinen der entsprechenden Aktualisierungen aus. (Kaspersky: ra)

 

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