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Rubrik: Virenwarnung/Hintergrund "Safer Internet Day 2006" - Datendiebstahl und Online-Betrug auf dem Vormarsch Wie man sich vor den Internet-Gefahren schützen kann (06.02.06) - Am 7. Februar 2006 findet der diesjährige "Safer Internet Day" statt. Ziel der europa-weiten Aktion ist es, die Öffentlichkeit für das Thema Internet-Sicherheit zu sensibilisieren und eine sichere Internet-Nutzung zu fördern. Dass dieses Thema nach wie vor brandaktuell ist, zeigt auch der letzte Internet-Sicherheitsbericht von Symantec. Laut dieser Studie sind insbesondere Datendiebstahl und Online-Betrug auf dem Vormarsch. Candid Wüest, Sicherheitsexperte bei Symantec, gibt Tipps, wie man sich vor den Internet-Gefahren schützen kann.
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Mittlerweile haben hierzulande rund 75 Prozent der PC-Benutzer Antivirenprogramme auf ihren Rechnern installiert. Allerdings agieren noch immer viele Anwender beim Surfen sowie bei Online-Transaktionen sehr arglos und glauben fälschlicherweise, dass Hacker ohnehin keine interessanten Daten auf ihrem Rechner finden. Candid Wüest, Sicherheitsexperte von Symantec, ist hier anderer Meinung. "Online-Kriminelle wenden immer raffiniertere Tricks an, um an vertrauliche Daten wie PIN, TAN, Konto- oder Kreditkarteninformationen zu gelangen. Gerade bei Online-Transaktionen besteht die Gefahr, dass Hacker sensible Daten abgreifen können, wenn der Rechner nicht entsprechend gesichert ist." Pharming, Spyware und Phishing Die Vorgehensweise der Hacker wird dabei immer ausgefeilter. Zu den fiesesten Tricks gehört heute das so genannte Pharming, bei dem WebSeiten von Banken oder Online-Portalen direkt manipuliert werden: Tippen Anwender die entsprechende Adresse in die Browserleiste ein, werden sie direkt auf die gefälschte Seite geführt, ohne es zu merken. Heimtückisch sind auch Spionageprogramme, die vertrauliche Daten auf einem Rechner ablesen und weitersenden. Auch hier bekommt der Anwender in der Regel nichts davon mit. Gegen diese Methoden mutet das Phishing geradezu harmlos an. Hier werden Benutzer via E-Mail aufgefordert, vertrauliche Daten zu übermitteln oder auf einen Link zu klicken, der zu einer gefälschten Seite einer Bank oder eines Online-Shops führt. Damit liefert man Betrügern sensible Daten gewissermaßen frei Haus. "Neben den Sicherheitsvorkehrungen von Geldinstituten, Auktions- oder Shoppingportalen ist es ratsam auch selbst für den Schutz seiner persönlichen Daten zu sorgen. Denn man schließt ja auch seine Wohnungstür ab", meint Candid Wüest. Daher sollte bei der Internetnutzung immer ein aktueller Virenscanner eingesetzt werden, der auch Spionageprogramme erkennt. Zudem ist eine Firewall eine wichtige Ergänzung. Sie verhindert, dass Hacker auf den Rechner zugreifen können. Empfehlenswert beim Online-Banking ist der Einsatz von HBCI (Home Banking Computer Interface), das über eine Chipkarte und Chipleser funktioniert und zurzeit mit die sicherste Methode für Online-Banking darstellt. Wichtig ist aber auch, dass Anwender beim Internetverkehr eine gesunde Portion Misstrauen an den Tag legen. "Wir empfehlen PC-Nutzern beispielsweise, auf Abweichungen beim Online-Banking-Prozess achten, rät der Symantec Sicherheitsexperte. "Öffnet sich zum Beispiel nach Eingabe der Adresse ungewöhnlich schnell eine Seite, die gleich vertrauliche Daten abfragt und die Eingabe von TAN-Nummern erfordert, sollte man skeptisch werden. Und natürlich ist nicht jedes noch so verheißungsvolle Programm, das im Internet angeboten wird auch wirklich das, was es verspricht: Dahinter verbergen sich oft Schadprogramme." Auch beim Mail-Verkehr ist laut Wüest Vorsicht angebracht: "Wir raten davon ab, E-Mails mit zweifelhaften Quellen zu beantworten. Benutzer sollten auch nicht jeden Link in E-Mails anklicken, denn diese können zu gefälschten Seiten führen. Und schließlich sollten Anwender nicht arglos einen E-Mail-Anhang öffnen. Damit kann man sich schnell einen Schädling auf den Rechner ziehen." Neben einer umfassenden Sicherheitslösung ist beim Internet-Verkehr also auch eine Portion gesunder Menschenverstand gefordert. Befolgt man diese Regeln, kann man das Surfen im Internet fast unbeschwert genießen. Sicherheitstipps von Symantec 1. Surfen Sie sicher: Erledigen Sie Online-Bankgeschäfte nur auf PCs mit Virenschutz und Firewall. Dann haben Schadprogramme und Hacker wenig Chancen, persönliche Daten abzufangen. Wichtig: Updates regelmäßig einspielen. 2. Schützen Sie Ihre persönlichen Daten: Im Internet gibt es viele interessante Online-Portale und -Shops. Überlegen Sie sich gut, ob Sie Ihre persönlichen Daten und Kreditkartennummer bei jedem beliebigen Online-Shop abspeichern wollen. Sicherer für Online-Banking sind so genannte Smart Cards, die auf dem HBCI-Standard beruhen. 3. Seien Sie misstrauisch: Banken fordern vertrauliche Daten in der Regel nicht via E-Mail an. Verdächtige Mails also direkt löschen. 4. Bringen Sie den Browser in Wachposition: Wählen Sie bei den Sicherheitseinstellungen im Browser immer die mittlere bis hohe Stufe. So haben es Schadprogramme oder Spyware, die versuchen, sich über den Webbrowser zu installieren, schwerer. 5. Seien Sie wählerisch: Laden Sie nicht jedes beliebige Programm vom Netz herunter und öffnen Sie nicht jeden Mail-Anhang. Ansonsten laufen Sie schnell Gefahr, sich ein Schadprogramm auf ihren Rechner zu holen. 6. Wählen Sie ein sicheres Passwort: Nahe liegende Passwörter, z. B. der eigene Name oder der Wohnort, sind sehr einfach zu knacken. Verwenden Sie stattdessen eine Kombination aus Zahlen, Buchstaben und Passwörtern - damit machen Sie es Datendieben um einiges schwerer. (Symantec: ra) |
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