Rubrik: Virenwarnung/Hintergrund

Games Convention 2007: Gamer im Visier der Cyber-Mafia

Fast die Hälfte der analysierten exe-Dateien enthielten statt der gewünschten Patches gefährliche Schadprogramme

(30.08.07) - Im Vorfeld der Games Convention untersuchten G Data Security-Experten einschlägige Download-Foren nach Schadsoftware. Die Analyse zeigt, dass Cyberkriminelle sich stark auf die Game-Community eingeschossen haben - mehr als ein Drittel der Cheats und Patches sind mit Malware verseucht. Ein weiteres Einfalltor für das Einspielen von Schadcode sind Online-Games. Die meisten PC-Spieler deaktivieren hierfür die Firewall oder verzichten auf den Game-PCs komplett auf leistungsfähige Internet-Sicherheitspakete.

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Der Markt für PC-Spiele und die Anzahl aktiver Online-Gamer wächst rasant. Im vergangenen Jahr gingen allein in Deutschland mehr als 45 Millionen PC-Spiele über den Ladentisch. Die Sicherheitsexperten der G Data Security Labs nahmen im Vorfeld der Games Convention fast 1000 Download-Dateien mit Patches und Cheats für die Top-20 der PC-Spiele unter die Lupe.

Das schockierende Ergebnis: Jede dritte Datei war mit Backdoors, Adware, Trojanern, Spyware oder anderen Schädlingen infiziert.

Ralf Benzmüller, Leiter G Data Security Labs, sagte: "Die Game-Community gerät nach unseren Erkenntnissen immer stärker in den Fokus von Cyberkriminellen. Fast die Hälfte der analysierten exe-Dateien und mehr als ein Drittel der gepackten Zip- oder RAR-Archive enthielten statt der gewünschten Patches gefährliche Schadprogramme. Ideale Einfalltore für Schadcode sind zudem ungesicherte Ports der PCs, da die Mehrzahl der aktiven Online-Spieler ihre Firewall und Antivirensoftware für den reibungslosen Spielablauf deaktivieren."

Hierdurch riskieren sie in kürzester Zeit Teil einer anderen, großen Community zu werden - der Cybercrime-Industrie. Der Diebstahl und Handel von Spieler-Login-Daten ist äußerst lukrativ.

Auf dem "Schwarzmarkt“ können Kriminelle mit diesen Daten mittlerweile mehr als doppelt so viel verdienen, wie  mit dem Handel gestohlener Kreditkarten-Nummern. (G Data: ra)

 

 

 

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