Rubrik: Virenwarnung/Hintergrund

Volumen einzelner Spam-Dateien nimmt zu - Image Spam bleibt weiterhin Spitzenreiter

Hauptaugenmerk der Spam-"Entwickler" liegt auf PDF-Attacken

(19.09.07) - SurfControl beobachtet einen Wandel bei den Spam-Techniken. Image Spam hat mit einem Anteil von 40 Prozent am gesamten Spam-Verkehr und damit einer Verdopplung in gerade mal sechs Monaten ein Rekordhoch erreicht. Etablierte Sicherheitsanbieter haben aber mittlerweile geeignete Strategien und Tools zur Bekämpfung entwickelt. Hauptaugenmerk der Spam-"Entwickler" liegt deswegen jetzt auf PDF-Attacken, deren Ziel das vorsätzliche Generieren von Last in Netzwerken ist und die daraus resultierenden Schäden.

Anzeige

Die Attacken gestalten sich dabei meist gleich: Absender und "Betreff" einer PDF-Spam-E-Mail werden nach dem Zufallsprinzip ermittelt, das eigentliche Nachrichtenfeld ist leer und im Anhang finden sich ein oder meist mehrere PDF-Dateien, welche die Spam-Nachrichten enthalten. Und da Dateien im PDF-Format zu den gerade im Arbeitsumfeld am meisten verwendeten gehören, erwecken diese daher oft das Interesse des Adressaten und die Wahrscheinlichkeit des Öffnens dieser Dateien ist sehr hoch. Die Inhalte der Dokumente sind dabei die Altbekannten - Angebote zu verlockenden Offerten und natürlich für "Spezialmedizin". 

Die eigentliche Gefahr der Attacke liegt nicht bei der zufällig ermittelten Zielperson. Hatten PDF-Spam-Dateien bisher in der Regel eine Größe von ca. 5kb (Image Spam ca. 23kb), kommen die neuen PDF-Bedrohungen in noch größeren Datenvolumina. Auf den ersten Blick ist jede Einzel-attacke für sich eigentlich von untergeordneter Bedeutung, die eigentliche Gefährdung kommt durch die Menge der gesamten Attacke. Schickt ein Spammer eine PDF-Attacke in kurzer Zeit an mehrere Millionen von E-Mail-Adressen, entsteht schlagartig ein für viele Unternehmensnetzwerke schwer zu bewältigender Traffic. Aber nicht nur Unternehmen jeder Größe sind betroffen. Auch für Carrier und Network Provider entstehen zum einen hohe Durchleitkosten, zum anderen gerät die Verfügbarkeit der IT-Nervenbahnen durch die neue Form des Angriffs ins Visier krimineller Banden.

Henning Ogberg, Senior Sales Director bei SurfControl, sagt zu der neuen Gefahr: "Das Thema Spam vollzieht nach unseren Erkenntnissen gerade einen signifikanten Wandel. Von den Zielgruppen bleibt der Konsument zwar im Mittelpunkt, durch den neuen "Fat Spam" geraten aber auch Netzwerkbetreiber und damit die ITK an sich ins Schussfeld krimineller Banden. Spam-Forschung bleibt damit weiter das wichtigste Mittel zur Bekämpfung der neuen Bedrohungen - unverzichtbar für zukünftigen Schutz bleibt die Kombination von Image-Spam-Detection-Technologien, heuristischen Scan Engines, einem effizienten Reputation Service und Content-Filterung sowie performanten Image-Analyse-Technologien. Idealerweise befinden sich alle diese Tools in einer E-Mail Security-Suite, die über eine leichte Administrierbarkeit und hohe Kosten-transparenz verfügt." (SurfControl: ma)

 

 

 

Diesen Beitrag per E-Mail versenden Diesen Beitrag ausdrucken