Rubrik: Virenwarnung/Hintergrund

Einbruch der Anzahl an versendeten Spam-Mails im November war nur von kurzer Dauer

Aufkommen von Viren stieg in dramatischem Umfang an

(03.12.08) - Der erfolgreiche Schlag gegen einen der Hoster, der die Steuerzentralen großer SPAM Bot-Netze gehostet hat, die McColo Corp., hat im November zu einem unerwarteten Einbruch im Volumen der versendeten Spam-Mails geführt: Die Messaging Experten von Retarus verzeichneten schlagartig einen Rückgang um rund 60 Prozent. Nur wenige Tage später allerdings stieg die Anzahl der Viren-Mails dramatisch an und verzehnfachte sich innerhalb eines Tages. Das deutet darauf hin, dass die Spam-Versender fieberhaft versuchen, die entstandene Lücke durch den Aufbau neuer Bot-Netze zu schließen.

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Gleichzeitig machte Retarus eine höchst beunruhigende Beobachtung, denn kaum war das Spam-Volumen gesunken, stieg das Aufkommen von Viren in dramatischem Umfang an. Seit dem 24. November stieg die Viren-Anzahl auf das Zehnfache des Volumens, das seit dem Abschalten der McColo-Server verzeichnet wurde, und pendelte sich damit auf einen Wert ein, der zwei- bis dreimal über dem der Vor-Wochen liegt.

"Das Ziel dieser großangelegten Virenattacke ist offensichtlich", erläutert Pannenbäcker. "Die bei weitem größte Zahl der abgefangenen Viren waren Trojaner, die offenbar dazu genutzt werden, um neue SPAM-Bots durch Schadcode aufzubauen. Unsere Viren-Scanner haben einen Trojaner identifiziert, der aktuell 20 Prozent des gesamten Virenaufkommens ausmacht. Wird dieser Virus aktiviert, versucht er, den befallenen Computer in eines der Bot-Netze einzubinden, mit denen künftig Spam von privaten und Unternehmens-Rechnern versandt werden soll." (Retarus: ma)

 

 

 

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