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Rubrik: Virenwarnung/Hintergrund 2008 gab es einen Rekordanstieg bei Malware, Infektionen und Botnets Steigende Profite für Datendiebe - Viel zu wenig Internet-Straftäter werden rechtskräftig verurteilt (
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Grund für den starken Anstieg der Internet-Gefahren sind vor allem die enormen finanziellen Anreize für Cyberkriminelle. Malware wird heute von hochprofessionellen Organisationen entwickelt, die auf modernste Technik zurückgreifen. 2008 sind vor allem die kriminellen Aktivitäten im Bereich der Botnets weltweit stark angestiegen. Diese Netzwerke aus gekaperten und infizierten Rechnern bleiben die große Herausforderung für die IT-Sicherheitsbranche. Die riesige Rechenleistung dieser unzähligen Rechner sorgt für eine beispiellose Flut von Spam-Nachrichten und Malware-Angriffen. Auch 2008 sorgten die IT-Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit wichtigen Großereignissen für weltweite Schlagzeilen: Angefangen bei der vermehrten Anzahl von Malware auf Chinesisch während der Olympischen Spiele in Peking bis hin zu den Angriffen auf die Computersysteme der Präsidentschaftskandidaten in den USA. In London wurden in diesem Jahr drei große Kranken-häuser mit Computerviren infiziert, während das US-Verteidigungsministerium seinen Mitarbeitern verbot, USB-Sticks zu benutzen - aufgrund der hohen Sicherheitsrisiken. Im Jahr 2008 gelangte bösartige Software sogar erstmals ins Weltall: Ein Programm zum Passwortdiebstahl für Online-Spiele schaffte es durch einen infizierten Laptop auf die internationale Raumstation. Auch zukünftig bleibt es schwierig, Cyberkriminelle zu überführen. Erste Erfolgserlebnisse gibt es jedoch bereits: So gelang es dem FBI, die Online Plattform "Dark Market" zu schließen. Auf diesem Marktplatz verkauften Hacker gestohlene Kreditkartennummern und illegale Internet-Services. Investigative journalistische Arbeit sorgte zudem für den Untergang von McColo Corp., einem Internetanbieter, der bedeutende Botnets hostete. Dieser Erfolg führte kurzzeitig zu einem Rückgang der Spamflut. Auch auf Unternehmensseite gab es zunehmend Maßnahmen gegen Internetkriminelle: So reichte Microsoft diverse Gerichtsklagen gegen die Anbieter von Fake-Security-Software ein, die versucht, User durch den Kauf nutzloser Produkte zu verunsichern. Doch trotz der genannten Erfolge ist das "Geschäftsfeld" Internetkriminalität heute so verbreitet und professionell organisiert wie nie zuvor. Aufgrund der rasant steigenden Cyberkriminalität fordert F-Secure die nationalen und internationalen Behörden dazu auf, die offensichtlichen Probleme bei der Verfolgung und Verurteilung dieser Kriminellen zu lösen. Die Forderungen von Mikko Hyppönen, Chief Research Officer bei F-Secure, eine Organisation wie "Interpol" für diesen Bereich zu gründen, stößt international auf große Zustimmung. Hyppönen sagte dazu: "Das Hauptproblem ist, dass heute viel zu wenig Internet-Straftäter rechtskräftig verurteilt werden. Das Resultat ist eine einfache und gefährliche Botschaft an die Cyberkriminellen: Hier gibt es viel Geld zu holen, und Strafe ist nicht zu erwarten." (F-Secure: ra) |
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