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Rubrik: Virenwarnung/Hintergrund Cyberkriminelle rüsten auf: Neue ZeuS-Varianten aufgetaucht ZBOT hat sich einen zweifelhaften Ruf als höchst effektives Betrugswerkzeug erworben (
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Von: Martin Rösler, Director Threat Research bei Trend Micro ZBOT hat sich damit einen zweifelhaften Ruf als höchst effektives Betrugswerkzeug erworben. Der mit dem Ruf einhergehende größere Bekanntheitsgrad aber scheint den Cyberkriminellen nun Schwierigkeiten zu bereiten. Denn Online-Gangs von heute scheuen nichts mehr als die Öffentlichkeit. Die Antwort der ZBOT-Kriminellen auf die gewachsene öffentliche Aufmerksamkeit kann jedoch auch als exemplarisch gelten: Sie rüsten auf, indem sie das Profil, an dem sich die gängigen, weit verbreiteten ZBOT-Varianten erkennen lassen, insbesondere die Verwendung fester Datei- und Verzeichnisnamen, mit neuen Techniken und Taktiken zu verwischen versuchen. Es wird daher nicht allzu lange dauern, bis die neuen, vor kurzem aufgetauchten ZBOT-Varianten - zum Beispiel TSPY_ZBOT.CRM und TSPY:ZBOT.CQJ ihre Vorgänger verdrängt haben. Damit ist die nächste Runde des gegenseitigen Wettrüstens zwischen Cyberkriminellen und Sicherheitsindustrie eingeläutet. Der Mechanismus erinnert sehr an das Wettrüsten im Kalten Krieg, in der jede Aktion der einen Seite nicht mit derselben, sondern mit einer anderen, die jeweilige Aktion so unwirksam wie möglich machenden Maßnahme beantwortet wurde. Diesem Rüstungswettlauf scheint so lange niemand entrinnen zu können, wie die Angriffsflächen, die den ZBOT-Kriminellen für ihre Aktivitäten zur Verfügung stehen, nicht grundsätzlich verändert werden. Ein Ansatz ist der Einsatz von Reputationsdiensten, mit dem sich die Infektionswege für ZBOT unterbrechen lassen. Ein anderer, ergänzender Ansatz könnte das konsequente und starke Verschlüsseln von vertraulichen Informationen sein. (Trend Micro: ra) |
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