Rubrik: Virenwarnung/Hintergrund

Fortschrittliche Tarnmethoden: Malware-Mafia umgeht Schutzsysteme mit "Advanced Evasion Techniques"

Qualitätssicherung für IT-Sicherheit kann vor Schäden bewahren

(08.11.10) - Stonesoft stellte auf ihrer Web-Plattform dar, dass es mit einer Kombination mehrerer Tarntechniken - so genannter Advanced Evasion Techniques (AET) - möglich ist, in nahezu jedes Netzwerk einzudringen. Sicherheitsexperten wie Toralv Dirro, Security Strategist von McAfee oder Graham Clueley von Sophos relativierten die Bedrohung in einem aktuellen Beitrag auf spiegel.de zwar etwas - die einzelnen Tarntechniken seien schließlich nicht neu - empfehlen aber mehrstufige Sicherheitssysteme, die eine Entdeckung der getarnten Programme wahrscheinlicher machen.

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Die Sicherheitsexperten von Ampeg gehen einen Schritt weiter: Ohne eine Qualitätssicherung für die installierten Sicherheitssysteme auf allen Ebenen, haben selbst einfache programmierte Schadprogramme leichtes Spiel. Nur Schutzsysteme mit einem hohen Security Level können ausreichenden Schutz bieten – auch gegen AETs.

"Wenn Cyber-Kriminelle Malware wie Trojaner mit fortschrittlichen Tarnmethoden an Sicherheits-systemen, wie beispielsweise Intrusion Detection Systemen, vorbeischleusen können, dann ist es umso wichtiger, die letzte Schutzinstanz auf den Clients und Servern auf das optimale Niveau zu bringen", betonte Peter Graf, Geschäftsführer von Ampeg. Ein zeitnahes Rollout von Updates kann sicherstellen, dass ein Trojaner, der es ins Netzwerk geschafft hat, keine bekannten Sicherheits-lücken ausnutzen kann. "Damit ist schon viel gewonnen. Wer auch seine Virensignaturen auf allen Systemen aktuell hält, der stellt sicher, dass die Crimeware möglichst schnell wieder verschwindet." Vorfälle in ungeschützten Netzwerken lenken die Aufmerksamkeit der Malware-schützer auch auf raffiniert getarnte Schadprogramme, sodass die Signatur meist schnell bekannt ist und ausgerollt werden kann.

Ampeg betont die Wichtigkeit effektiver Rollouts von Updates und Virenpattern. Vor allem in Netzwerken mit Tausenden PCs und vielen Standorten passierten Fehler bei der automatisierten Verteilung der Patches und Pattern. "Security Officer müssen deshalb über eine umfassende Qualitätssicherung verfügen, die sie die Lücken unmittelbar identifizieren lässt", sagte Peter Graf. "Nur wenn Transparenz in Bezug auf den Sicherheitsstatus aller Systeme herrscht, hat der Verantwortliche wirklich die Kontrolle über sein Netzwerk und eine realistische Chance auch gegen raffinierte Bedrohungen wie AETs." (Ampeg: ra)

 

 

 

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