Rubrik: Virenwarnung/Hintergrund

Infektion mit angeblichem "BKA-Trojaner": Tipps zur Entfernung des Schädlings

Anti-Botnet-Beratungszentrum unterstützt betroffene Internetnutzer mit telefonischer Beratung

(27.04.11) -Derzeit verbreitet sich eine neue Malware im Internet, das versucht, von betroffenen Nutzern Geld zu erpressen. Hat sich der Trojaner auf einem Rechner installiert, öffnet sich ein Fenster, das auf angebliche illegale Inhalte auf dem Rechner des Nutzers hinweist. Das Programm, das vorgibt, das Bundeskriminalamt habe den Computer deshalb gesperrt, fordert den Nutzer zur Zahlung einer Strafe auf.

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Das Anti-Botnet-Beratungszentrum von eco (Verband der deutschen Internetwirtschaft) stellt unter www.botfrei.de Hinweise für betroffene Nutzer bereit und öffnet seine Leitungen für telefonische Beratung. Unter der Rufnummer 0231-1892650 geben die Experten des Anti-Botnet-Beratungs-zentrums werktags von 9 bis 21 Uhr Tipps zur Entfernung des Schädlings.

Mit dem so genannten "BKA-Trojaner" infiziert werden können Windows-Rechner schon durch den Besuch einer infizierten Webseite. Nachdem das Programm den Nutzer beschuldigt, kinderporno-grafisches Material auf dem Computer zu haben oder E-Mails mit terroristischem Hintergrund zu versenden, droht es mit der Löschung der Festplatte. Um das zu vermeiden, solle der Nutzer innerhalb von 24 Stunden 100 Euro über den Bezahldienst "uKash" überweisen.

Das Schadprogramm blockiert den Zugriff auf den Desktop des Computers und macht so dessen Benutzung unmöglich. Mit den Anleitungen auf der Startseite von www.botfrei.de können auch unerfahrenere Computernutzer den Schädling entfernen, die Experten an der telefonischen Hotline geben zusätzliche Tipps.

Die telefonische Beratungshotline steht sonst nur den Kunden der Internetzugangsanbieter zur Verfügung, die Partner des Anti-Botnet-Beratungszentrums sind. Dieses ist eine Initiative des eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft  mit technischer Unterstützung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und verschiedenen Internetzugangsanbietern. Mit Hilfe des Beratungszentrums sollen Computer besser gegen Botnet-Infektionen geschützt und der Cyberkriminalität so die Grundlage entzogen werden. (eco: ra)

 

 

 

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