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Rubrik: Virenwarnung/Hintergrund Malware und gefälschter Virenschutz bedrohen auch Mac-Nutzer Der "Do-it-yourself"-Bausatz für Crimeware liefert Funktionen, mit denen ein befallener Computer in ein Botnet eingebunden werden kann (
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Darüber hinaus ist die gefälschte Virenschutz-Lösung "MACDefender" im Umlauf, über die manipulierte Suchmaschinen-Ergebnisse verbreitet werden. "Aus unserer Sicht war es eine Frage der Nutzerzahl, bis Apples Betriebssystem für Malware-Autoren interessant wird", sagt Righard Zwienenberg, Chief Research Officer, Norman Data Defense Systems. "Jetzt scheint die kritische Masse dafür erreicht zu sein." Die Angriffe träfen die MAC-Nutzer unvorbereitet, da es, anders als für Windows, bisher nur wenig Malware für das Apple-Betriebssystem gegeben hat. Die Anwender seien daher weniger geübt als Windows-Nutzer, komplexe Angriffe vor allem mittels Social Engineering-Techniken zu erkennen, so Zwienenberg weiter. Bei Social-Engineering-Angriffen werden zwischenmenschliche Beziehungen bzw. menschliche Eigenschaften wie Neugier oder Hilfsbereitschaft ausgenutzt, um Anwender zum Öffnen infizierter Webseiten oder zum Download gefälschter Software zu veranlassen. "Software sollte man nur von absolut vertrauenswürdigen Webseiten herunterladen; Links sollten nicht unbedacht angeklickt, sondern besser von Hand ins Browser-Fenster eingetippt werden", rät Zwienenberg. "Eine gute Antiviren-Software und deren regelmäßige Aktualisierung sind selbstverständlich in jeden Fall Pflicht." Weyland-Yutani BOT Der "Do-it-yourself"-Bausatz für Crimeware liefert die Funktionen, mit denen ein befallener Computer in ein Botnet eingebunden werden kann. Weitere Bausatz-Module sollen den Diebstahl von Angaben aus Webformularen unter unterschiedlichen Browsern ermöglichen. Derzeit ist die Funktion für Firefox und Chrome verfügbar und könnte in Kürze auch für Safari bereitstehen. Für die Erstellung neuer Schadsoftware sollen auch Bestandteile der Banking-Trojaner ZeuS und SpyEye wiederverwendet werden können. MACDefender Verbreitet wird der gefälschte Virenschutz vorwiegend über manipulierte Suchmaschinen-Ergebnisse. Die Angreifer registrieren Webadressen mit geschickt gewählten Begriffen im Zusammenhang mit möglichen Suchanfragen und erstellen auf die Anforderungen der Suchmaschinen zugeschnittene Webseiten. Die haben dann gute Chancen, auf die vordersten Plätze zu kommen. Die Webseiten enthalten statt der erwarteten Informationen Elemente mit Schadcode. Im Fall von MACDefender gelangt der Nutzer auf eine Seite mit einem gefälschten Virenscanner, der prompt eine Infektion meldet. Führt der Nutzer die Installation der automatisch heruntergeladenen Software durch, wird er durch die fortgesetzte Vorspiegelung einer Infektion veranlasst, seine Kreditkartendaten über eine ungesicherte Verbindung einzugeben, um die Vollversion von MACDefender zu erwerben. (Norman: ma) |
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