Rubrik: Virenwarnung/Hintergrund

Malware-Gefahr: Die Angriffsmöglichkeiten für Kriminelle werden im Heimanwenderbereich breiter

Android-Schadprogramme machen mittlerweile fast ein Fünftel am Gesamtvolumen mobiler Schädlinge aus

(06.09.11) - Laut einer aktuellen Studie von Bitkom und Deloitte im Bereich Consumer Electronics gehört Geräten, die einen direkten oder indirekten Internetzugang bieten, die Zukunft. Die so genannten "Connectables" werden künftig 85 Prozent des Marktes repräsentieren. Allerdings bereiten Hybrid-TV, Tablets, Smartphones oder Spielkonsolen als Teil eines umfassend (auch mit dem Internet) vernetzten Multimedia-Entertainments nicht nur Nutzern, sondern möglicherweise auch Cyberkriminellen große Freude. Dies geht aus der aktuellen Präsentation "From Fun to Trouble - Security in Home Entertainment Networks" von Christian Funk, Virenanalyst bei Kaspersky Lab hervor.

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"Heimnetzwerke ähneln immer mehr kleinen Unternehmensnetzwerken ohne dedizierten IT-Administrator", sagte Funk. "Zahlreiche Endpunktgeräte sind untereinander, aber auch mit dem Web verbunden. Die Infrastruktur in der Heimelektronik wird so komplexer. Die Angriffsmöglich-keiten für Kriminelle werden im Heimanwenderbereich breiter. Dabei können Betrüger die im PC-Bereich erfolgreichen Betrugsmethoden und -Technologien auf neue Geräteklassen ummünzen."

Die Gefahren sind beispielsweise Erpressungs-Software (Ransomware), Spam und Phishing, alte Bekannte beim herkömmlichen Computerbetrug. Cyberkriminelle haben es unter anderem auf sensible Daten wie Kreditkarteninformationen abgesehen. Online-Shopping, Internet Banking und soziale Netzwerke werden immer häufiger auf Smartphones, Tablets oder Fernsehgeräten genutzt.

Zudem wird das Google-Betriebssystem Android immer beliebter, vermutlich auch bei der Implementierung in weiteren Geräten in der Unterhaltungselektronik. Virenexperte Funk sieht daher den aktuell starken Anstieg von Android-Schadprogrammen mit Skepsis: "Im August 2010 tauchte der erste Schädling für Android auf. Der Anstieg ist beispiellos in der Geschichte mobiler Malware. Android-Schadprogramme machen mittlerweile fast ein Fünftel am Gesamtvolumen mobiler Schädlinge aus."

Kaspersky Lab empfiehlt Nutzern neben dem Einsatz von IT-Sicherheitslösungen, sofern schon möglich, dasselbe Schutzverhalten wie bei der herkömmlichen Computernutzung: Bei sensiblen Aktionen im Heimunterhaltungsnetzwerk sollten Nutzer immer die Updates von Betriebssystemen, Apps oder Plug-ins beziehen und den gesunden Menschenverstand walten lassen. (Kaspersky: ra)

 

 

 

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