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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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Ausnutzung von SMB- und RDP-Schwachstellen

Botnet-Angriff, der Schwachstellen in Microsoft Exchange ausnutzt

Das "Prometei Botnet" breitet sich über zahlreiche Branchen und Länder weltweit aus



Cybereason hat eine neue, besonders zielgerichtete Botnet-Kampagne aufgedeckt. Das besonders widerstandsfähige Prometei-Botnet richtet sich gegen Unternehmen weltweit. Ziel des mehrgleisig ablaufenden Angriffs ist es, Bitcoins und Daten aus Unternehmensnetzen zu stehlen. Der russischsprachige Angreifer macht sich Schwachstellen in Microsoft Exchangezunutze, um in beliebige Netzwerke einzudringen. Die Bedrohung hat sehr wahrscheinlich schon zu hohen finanziellen Verlusten und Datendiebstahl in großem Stil geführt. Prometei zeichnet sich durch eine vielgestaltige Infrastruktur aus. Die sorgt dafür, dass die infizierten Rechner auch über einen längeren Zeitraum als Teil des Botnetzes Bestand haben. Im Laufe der Jahre haben die Behörden bereits verschiedene Prometei-C2-Server vom Netz genommen, was die Aktivitäten der Angreifer allerdings nicht beeinträchtigte. Obwohl Prometei offiziell erst Mitte 2020 entdeckt wurde, fand das Cybereason Nocturnus Team Hinweise darauf, dass die Malware möglicherweise bereits auf das Jahr 2016 zurückgeht.

Also schon ein Jahr vor den inzwischen berüchtigten Malware-Angriffen WannaCry und NotPetya. Angriffe, von denen über 200 verschiedene Länder betroffen waren und die Schäden in Milliardenhöhe verursachten. Prometei hat sich währenddessen kontinuierlich weiterentwickelt, und es konnten stetig neue Funktionalitäten und Tools beobachtet werden.

Assaf Dahan, Senior Director, Head of Threat Research bei Cybereason dazu: "Das Prometei Botnet birgt für Unternehmen große Risiken, auch, weil bisher nicht viel darüber berichtet wurde. Wenn es den Angreifern gelungen ist, die Kontrolle über die infizierten Systeme zu übernehmen, können sie nämlich nicht nur Bitcoins, sondern auch Informationen stehlen. Und wenn ihnen der Sinn danach steht, haben die Angreifer die Möglichkeit, weitere Endpunkte mit der Malware zu infizieren oder auch mit Ransomware-Banden zu kooperieren und Zugriffsrechte zu diesen Endpunkten gewinnbringend an den Mann zu bringen. Was das Ganze noch schlimmer macht: Das Kryptomining kann am Ende sogar so ressourcenintensiv werden, dass es die Leistungsfähigkeit und Stabilität kritischer Server und Endpunkte beeinträchtigt. Und das wiederum gefährdet potenziell die Kontinuität geschäftlicher Prozesse".

Einige der wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:

● Breites Spektrum von Opfern: Prometei ist bereits in einer Vielzahl von Branchen aktiv, darunter: Finanz- und Versicherungswesen, Einzelhandel, Fertigung, Versorgungsunternehmen, Touristik und Bauwesen. Betroffen davon sind Unternehmen in den USA, Großbritannien und vielen weiteren europäischen Ländern ebenso wie Länder in Südamerika und Ostasien.

● Russischsprachiger Angreifer: Der Angreifer scheint russischsprachig zu sein und vermeidet es ganz offensichtlich, Ziele in den Ländern des ehemaligen Ostblocks zu infizieren.

● Ausnutzung von SMB- und RDP-Schwachstellen: Das primäre Ziel von Prometei ist es, die Monero-Miner-Komponente auf so vielen Endpunkten wie möglich zu installieren. Dazu muss sich Prometei weit im Netzwerk verbreiten. Um dies zu erreichen, nutzt der Angreifer Microsoft Exchange Schwachstellen in Kombination mit bekannten Exploits wie EternalBlue und BlueKeep.

● Plattformübergreifende Bedrohung: Prometei tritt sowohl in Windows- als auch Linux-Unix-basierten Versionen auf und passt die Payload (Nutzlast) entsprechend dem jeweils erkanntem Betriebssystem auf den infizierten Zielrechnern an.

● Cyberkriminalität mit APT-Note: Cybereason geht davon aus, dass die Betreiber des Prometei Botnet primär finanziell motiviert sind und es ihnen vor allem um große Summen an Bitcoins geht. Es deutet aber nichts auf eine staatlich unterstützte Malware-Kampagne hin.

● Widerstandsfähige C2-Infrastruktur: Prometei agiert mit vier unterschiedlichen Command-and-Control-Servern (C2). Das macht die Infrastruktur des Botnets ausgesprochen widerstandsfähig gegen Takedowns und erlaubt es, die Kommunikation kontinuierlich aufrechtzuerhalten.

(Cybereason: ra)

eingetragen: 28.05.21
Newsletterlauf: 28.07.21

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Meldungen: Hintergrund

Nutzung von offenen VPN-Servern

Check Point Research, die Forschungsabteilung von Check Point Software Technologies, beobachtete unterschiedliche Gruppierungen, die über verschiedene Kanäle den Protestierenden und Regierungskritikern im Iran helfen, virtuelle Begrenzungen und Restriktionen zu umgehen. Zu den wichtigsten Aktivitäten gehören dabei das Durchsickern und der Verkauf von Daten, darunter Telefonnummern und E-Mails von Beamten, sowie Karten von sensiblen Orten.

Infektionskette beginnt mit einer Spear-Phishing-E-Mail

Agent Tesla, ein seit 2014 auf .NET-basierter Keylogger und Fernzugriffstrojaner (RAT), wird aktuell über einen im Dark Web verkauften Builder namens "Quantum Builder" verbreitet. Die Sicherheitsforscher des Zscaler-ThreatlabZ-Teams haben die aktuelle Kampagne untersucht und eine Weiterentwicklung festgestellt.

Automatisierte Prozesse machen NODs so gefährlich

Ransomware, Malware, Phishing: Manche Weblinks führen zu bösartigen Zielen, auf denen Nutzer Opfer zahlreicher Bedrohungen werden können. Um solche Gefahren zu vermeiden ist es essenziell, neu beobachtete Domains (Newly Observed Domains, NODs) zu überprüfen.

Nachahmung von Arbeitskorrespondenz ist ein gängiger Trick

Nach einer Pause kehrt eine schädliche E-Mail-Kampagne zurück, die sich mit der gefährlichen Qbot-Malware gegen Unternehmen richtet. Kaspersky Lab hat eine neue Aktivitätswelle mit mehr als 1.500 betroffenen Nutzern seit dem 28. September 2022 identifiziert.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

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Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

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DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

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