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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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Autor will über den Tor-Browser kommunizieren

Neue Ransomware-Familie HavanaCrypt tarnt sich als Fake-Google-Update

Cyberabwehr von Unternehmen auf der Erkennung von Verhaltensmustern basieren



HavanaCrypt ist eine neue Ransomware. Sie ist schwer zu erkennen, tarnt sich als Fake-Google-Update und nutzt Microsoft-Funktionen im Rahmen der Attacken. Angreifer missbrauchen bei ihren Attacken häufig das Vertrauen von Nutzern, um die Schutzmaßnahmen von Unternehmen zu umgehen. Die Verwendung von vertrauenswürdigen Adressräumen und Hosts, die von den meisten Unternehmen als seriös und sicher eingestuft werden und auf der Whitelist stehen, ist also nicht neu. Cyberkriminelle nutzen zum Beispiel AWS-Hosting oder kapern andere "saubere" Hosts oder Adressräume.

Doch es sind nicht nur vertrauenswürdige Adressen, die für Ransomware-Angriffe missbraucht werden, sondern auch allgemein als vertrauenswürdig eingestufte Tools und Anwendungen, die in vielen Unternehmen zum Einsatz kommen.

"Entsprechend haben herkömmliche Detection- und Defense-Maßnahmen, die auf statischen Indikatoren und Signaturen beruhen oder bestimmte Adressräume, Anwendungen, Nutzer oder Prozesse als vertrauenswürdig einstufen, schon vor langer Zeit versagt. Stattdessen sollte die Cyberabwehr von Unternehmen auf der Erkennung von Verhaltensmustern basieren, die auf den tatsächlichen TTPs (Tactics, Techniques, Procedures) der Angreifer beruhen. Man sollte sich nicht auf ein einziges Sicherheitstool verlassen oder auf einen Ansatz, der bestimmte Systemelemente automatisch als vertrauenswürdig oder nicht vertrauenswürdig einstuft. Die Bedrohungsabwehr muss genau auf die tatsächlichen Vorgehensweisen der Angreifer abgestimmt werden. Das erfordert kontinuierliche Forschung und Weiterentwicklung, da sich diese bei der Vielzahl möglicher Angriffe fast täglich ändern. All das muss bei Sicherheitsmaßnahmen bedacht werden", erklärt Daniel Thanos, VP, Arctic Wolf Labs.

"Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Autor der HavanaCrypt-Ransomware plant, über den Tor-Browser zu kommunizieren, da Tor zu den Verzeichnissen gehört, in denen er die Verschlüsselung von Dateien verhindert. Aktuell hinterlässt HavanaCrypt keine Lösegeldforderung, was ein Hinweis darauf sein könnte, dass sie sich noch in der Entwicklungsphase befindet. Wenn sie sich tatsächlich noch in der Beta-Phase befindet, sollten Unternehmen die Chance nutzen, sich darauf vorzubereiten. Für den Fall, dass Tor verwendet wird, sollte der Browser blockiert werden – in den meisten Unternehmen wird Tor ohnehin nicht gebraucht", so Daniel Thanos.

Weitere Erkenntnisse über HavanaCrypt:

1. Tarnt sich als Google-Software-Update-Anwendung

2. Verwendet Microsoft Webhosting als Command-and-Control-Server, um die Detection zu umgehen

3. Nutzt die QueueUserWorkItem-Funktion, eine Methode des .NET System.Threading Namespace. Außerdem verwendet die Ransomware die Module von KeePass Password Safe, einem Open-Source-Passwortmanager, während der Dateiverschlüsselung.

4. Ist eine .NET-kompilierte Anwendung und wird durch Obfuscar geschützt, einen Open-Source-.NET-Obfuscator, der den Code in einer .NET-Assembly schützt.

5. Verfügt über mehrere Anti-Virtualisierungstechniken, um eine dynamische Analyse zu vermeiden, wenn sie in einer virtuellen Maschine ausgeführt wird.

6. Nachdem HavanaCrypt sich vergewissert hat, dass der Computer des Opfers nicht in einer virtuellen Maschine ausgeführt wird, lädt sie eine Datei mit dem Namen "2.txt" von 20[.]227[.]128[.]33, einer IP-Adresse eines Microsoft-Webhosting-Dienstes, herunter und speichert sie als Batch-Datei (.bat) mit einem Dateinamen, der 20 bis 25 zufällige Zeichen enthält.

7. Verwendet während seiner Verschlüsselungsroutine Module von KeePass Password Safe. Insbesondere nutzt sie die Funktion CryptoRandom, um Zufallsschlüssel zu erzeugen, die für die Verschlüsselung benötigt werden.

8. Verschlüsselt Dateien und fügt ".Havana" als Dateinamenerweiterung hinzu. (Arctic Wolf: ra)

eingetragen: 22.08.22
Newsletterlauf: 04.11.22

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Meldungen: Hintergrund

Nutzung von offenen VPN-Servern

Check Point Research, die Forschungsabteilung von Check Point Software Technologies, beobachtete unterschiedliche Gruppierungen, die über verschiedene Kanäle den Protestierenden und Regierungskritikern im Iran helfen, virtuelle Begrenzungen und Restriktionen zu umgehen. Zu den wichtigsten Aktivitäten gehören dabei das Durchsickern und der Verkauf von Daten, darunter Telefonnummern und E-Mails von Beamten, sowie Karten von sensiblen Orten.

Infektionskette beginnt mit einer Spear-Phishing-E-Mail

Agent Tesla, ein seit 2014 auf .NET-basierter Keylogger und Fernzugriffstrojaner (RAT), wird aktuell über einen im Dark Web verkauften Builder namens "Quantum Builder" verbreitet. Die Sicherheitsforscher des Zscaler-ThreatlabZ-Teams haben die aktuelle Kampagne untersucht und eine Weiterentwicklung festgestellt.

Automatisierte Prozesse machen NODs so gefährlich

Ransomware, Malware, Phishing: Manche Weblinks führen zu bösartigen Zielen, auf denen Nutzer Opfer zahlreicher Bedrohungen werden können. Um solche Gefahren zu vermeiden ist es essenziell, neu beobachtete Domains (Newly Observed Domains, NODs) zu überprüfen.

Nachahmung von Arbeitskorrespondenz ist ein gängiger Trick

Nach einer Pause kehrt eine schädliche E-Mail-Kampagne zurück, die sich mit der gefährlichen Qbot-Malware gegen Unternehmen richtet. Kaspersky Lab hat eine neue Aktivitätswelle mit mehr als 1.500 betroffenen Nutzern seit dem 28. September 2022 identifiziert.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

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Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

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