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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Details zu Contis Inside-Operationen

Tiefe Einblicke in die inneren Abläufe der Conti-Ransomware-Gruppe: Einige Mitarbeiter glauben, sie würden für ein legales High-Tech-Unternehmen arbeiten

Nach der Analyse von durchgesickerten Dokumenten der berüchtigten russischen Hacker-Gruppe, gibt Check Point Research interessante Details bekannt



Die Sicherheitsforscher von Check Point Research (CPR), der Spezialisten-Abteilung von Check Point Software Technologies, zeigen die organisatorische Struktur der berüchtigten Conti-Ransomware-Gruppe in einem dreidimensionalen Modell. Hervorgehoben werden die Kerngruppen und sogar Decknamen der wichtigsten Leute namens Stern, Bentley, Mango und Buza. Außerdem stellte sich heraus, dass die Hacker-Gruppe mehrere Büro-Räume in Rußland betreibt. Dabei wird vorgegangen wie ein Unternehmen: Die Personal-Abteilung arbeitet mit monatlichen Bonus-Zahlungen, Abmahnungen, Mitarbeiter-des-Monats-Auszeichnungen und Arbeitszeugnissen.

Am 27. Februar 2022 wurde ein Cache mit Chat-Protokollen der Conti-Gruppe von einem angeblichen Insider ins Internet gestellt, der behauptete, die Unterstützung der Gruppe für die russische Invasion in der Ukraine zu beanstanden. CPR analysierte die durchgesickerten Dateien und fand heraus, dass die Ransomware-Gruppe wie ein großes Technologie-Unternehmen arbeitet.

Conti ist eine Ransomware-as-a-Service-(RaaS)-Gruppe, die Kriminellen anbietet, den Zugang zu ihrer IT-Infrastruktur zu mieten, um Angriffe zu starten. Sicherheitsforschern zufolge hat Conti seinen Sitz in Rußland und unterhält möglicherweise sogar Verbindungen zum russischen Geheimdienst. Conti wird für Ransomware-Angriffe auf Dutzende von Unternehmen verantwortlich gemacht, darunter der deutsche Touristik-Konzern FTI, dessen Daten sogar im Dark Net veröffentlicht wurden. Dieses Datenpaket enthielt Fotos von rund 250 Reisepässen und Ausweisen. Auch kritische Infrastrukturen, wie das irische Gesundheitswesen und andere Netzwerke von Ersthelfern, geraten ins Visier. Im Ukraine-Krieg bezieht die Gruppe ihre Stellung auf russischer Seite.

Details zu Conti's Inside-Operationen

>> Conti arbeitet wie ein Technologieunternehmen.

>> Hierarchische und definierte Struktur.

>> Teamleiter, die dem oberen Management unterstellt sind.

>> Beobachtete Hauptgruppen: Personalwesen, Programmierer, Tester, Crypter, System-Administratoren (Sysadmins), Reverse Engineers, Offensiv-Abteilung, OSINT-Spezialisten und Verhandlungspersonal.

CPR identifizierte die wichtigsten beteiligten Personen mit ihren Namen: Stern (Big Boss), Bentley (technischer Leiter), Mango (Verantwortlicher für allgemeine Fragen), Buza (technischer Leiter), Target (Verantwortlicher für die Programmierer und ihre Produkte), Veron alias Mors (Mittelpunkt der Aktivitäten der Gruppe bei Emotet).

Arbeit in einem Büro in Russland.

Die Conti-Gruppe verfügt über mehrere Büros. Diese werden von Target kuratiert, dem Partner von Stern und effektiven Leiter des Bürobetriebs, der auch für den Lohnfonds, die technische Ausstattung der Büros, den Einstellungsprozess bei Conti und die Personalschulung verantwortlich ist. Im Jahr 2020 wurden die Büros vor allem von Testern, Offensiv-Abteilung und Verhandlungsführern genutzt; Target erwähnt zwei Büros, die für Mitarbeiter bestimmt sind, die direkt mit Opfer-Vertretern sprechen.

Im August 2020 wurde ein zusätzliches Büro für Sysadmins und Programmierer eröffnet, das dem Professor unterstellt ist, der für den technischen Prozess und die Sicherung einer Attacke verantwortlich ist.

Vergütung: monatliche Prämien, Geldbußen, Mitarbeiter des Monats, Leistungsbeurteilungen.

Die Mitglieder der Verhandlungsabteilung von Conti (einschließlich der OSINT-Spezialisten) werden durch Provisionen bezahlt, die als Prozentsatz des gezahlten Lösegelds berechnet werden und zwischen 0,5 und 1 Prozent liegen. Programmierer und einige der Manager erhalten ein Gehalt in Bitcoin, das ein- oder zweimal im Monat überwiesen wird.

Conti-Mitarbeiter sind nicht durch ihre lokalen Arbeitsämter geschützt und müssen daher einige Praktiken erdulden, von denen typische Tech-Mitarbeiter ausgenommen sind, wie Geldstrafen für unterdurchschnittliche Leistungen.

Während Geldstrafen vor allem in der Codier-Abteilung ein gängiges Mittel sind, werden sie in anderen Abteilungen sporadisch nach Lust und Laune des Direktors eingesetzt – beispielsweise in der IT und bei DevOps, wo eine Person, die für die Einzahlung von Geld zuständig war, für eine verpasste Zahlung mit einer Geldstrafe von 100 US-Dollar (rund 91 Euro) belegt wurde.

Talente werden sowohl aus legalen als auch aus illegalen Quellen rekrutiert.

Die Hauptquelle, die Contis Personalwesen für die Personalbeschaffung nutzt, sind russischsprachige Headhunting-Dienste wie headhunter.ru. Sie haben auch andere Websites wie superjobs.ru genutzt, aber Berichten zufolge mit weniger Erfolg. Conti OPSec verbietet es, Spuren von Stellenangeboten für Entwickler auf solchen Websites zu hinterlassen, eine Vorschrift, die von einem der Vorgesetzten, Stern, strikt durchgesetzt wird.

Für die Einstellung von Entwicklern umgeht Conti also das Jobsystem von headhunter.ru, greift stattdessen direkt auf den Lebenslauf-Pool zu und kontaktiert die Kandidaten per E-Mail. Man könnte sich fragen, warum headhunter.ru einen solchen Service überhaupt anbietet, doch die Antwort lautet schlicht, dass sie dies nicht tun. Conti hat sich den Lebenslauf-Pool ohne Erlaubnis beschafft, was in der Welt der Cyber-Kriminalität gängige Praxis zu sein scheint.

Einige Conti-Mitarbeiter wissen nicht einmal, dass sie Teil einer kriminellen Vereinugung sind.

In einem Online-Vorstellungsgespräch sagt ein Direktor zu einem Bewerber für das Coding-Team: "Hier ist alles anonym, die Hauptrichtung des Unternehmens ist Software für Pen-Tester."

In einem anderen Beispiel ist ein Gruppenmitglied unter dem Namen Zulas bekannt, wahrscheinlich die Person, die das Backend von Trickbot in der Programmiersprache Erlang entwickelt hat. Zulas ist begeistert von Erlang, zeigt gerne Beispiele seiner anderen Arbeiten und nennt sogar seinen richtigen Namen. Als sein Manager erwähnt, dass dessen Trick-Projekt (Trickbot) von "der halben Welt" gesehen wurde, versteht Zulas die Anspielung nicht, nennt das System lero und verrät, dass er keine Ahnung hat, was seine Software macht und fragt, warum das Team so viel Aufwand betreibt, um die Identität der Mitglieder zu schützen. Sein Gesprächspartner erklärt ihm, dass er an einem Backend für ein Anzeigenanalysesystem arbeitet.

Conti diskutiert über Zukunftspläne: Eine Krypto-Börse und ein soziales Netzwerk im Dark-Net.

Eine der diskutierten Ideen war die Schaffung einer Krypto-Börse im eigenen Ökosystem der Gruppe.

Ein weiteres Projekt ist das darknet social network (auch: VK for darknet oder Carbon Black for hackers), ein von Stern inspiriertes und von Mango betreutes Projekt, das als kommerzielles Projekt entwickelt werden soll. Im Juli 2021 stand Conti bereits in Kontakt mit einem Designer, der ein paar Mockups anfertigte.

Lotem Finkelsteen, Head of Threat Intelligence and Research bei Check Point Software Technologies, erklärt: "Zum ersten Mal haben wir Einsicht in eine Gruppe, die als das Gesicht der Ransomware-Bedrohung bekannt ist. Conti verhält sich dabei wie ein High-Tech-Unternehmen. Wir sehen Hunderte von Mitarbeitern in einer Hierarchie von Direktoren und erkennen eine Personalabteilung mit Mitarbeitern, die für verschiedene Abteilungen zuständig sind. Erschreckenderweise haben wir Hinweise darauf, dass sich nicht alle Mitarbeiter darüber im Klaren sind, dass sie Teil einer Hacker-Gruppe sind. Mit anderen Worten: Conti hat es geschafft, Fachkräfte aus legitimen Quellen zu rekrutieren. Diese Mitarbeiter denken, dass sie für ein Werbe-Unternehmen arbeiten, während sie in Wirklichkeit für eine berüchtigte Ransomware-Gruppe tätig sind. Einige dieser Mitarbeiter finden die Wahrheit heraus und entscheiden sich zu bleiben, was zeigt, dass die Conti-Geschäftsführung ein Verfahren entwickelt hat, um Mitarbeiter zu halten. Es ist uns klar, dass Conti eine interne Firmen-Kultur entwickelt hat, um Gewinne zu erzielen und Mitarbeiter für unerwünschtes Verhalten zu bestrafen. Wir sehen auch, dass Conti echte Niederlassungen in Rußland hat. Unsere Publikation enthält nun Erkenntnisse über die interne Arbeitsweise von Conti.” (Check Point Software Technologies: ra)

eingetragen: 20.04.22
Newsletterlauf: 18.05.22

Check Point Software Technologies: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Hintergrund

Nutzung von offenen VPN-Servern

Check Point Research, die Forschungsabteilung von Check Point Software Technologies, beobachtete unterschiedliche Gruppierungen, die über verschiedene Kanäle den Protestierenden und Regierungskritikern im Iran helfen, virtuelle Begrenzungen und Restriktionen zu umgehen. Zu den wichtigsten Aktivitäten gehören dabei das Durchsickern und der Verkauf von Daten, darunter Telefonnummern und E-Mails von Beamten, sowie Karten von sensiblen Orten.

Infektionskette beginnt mit einer Spear-Phishing-E-Mail

Agent Tesla, ein seit 2014 auf .NET-basierter Keylogger und Fernzugriffstrojaner (RAT), wird aktuell über einen im Dark Web verkauften Builder namens "Quantum Builder" verbreitet. Die Sicherheitsforscher des Zscaler-ThreatlabZ-Teams haben die aktuelle Kampagne untersucht und eine Weiterentwicklung festgestellt.

Automatisierte Prozesse machen NODs so gefährlich

Ransomware, Malware, Phishing: Manche Weblinks führen zu bösartigen Zielen, auf denen Nutzer Opfer zahlreicher Bedrohungen werden können. Um solche Gefahren zu vermeiden ist es essenziell, neu beobachtete Domains (Newly Observed Domains, NODs) zu überprüfen.

Nachahmung von Arbeitskorrespondenz ist ein gängiger Trick

Nach einer Pause kehrt eine schädliche E-Mail-Kampagne zurück, die sich mit der gefährlichen Qbot-Malware gegen Unternehmen richtet. Kaspersky Lab hat eine neue Aktivitätswelle mit mehr als 1.500 betroffenen Nutzern seit dem 28. September 2022 identifiziert.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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