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Dharma Ransomware-as-a-Service-Angriffe

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Im späten Frühjahr 2020 verhinderten Kasperskys automatisierte Erkennungstechnologien einen gezielten Angriff auf ein südkoreanisches Unternehmen. Bei der näheren Untersuchung der Attacke fanden Kaspersky-Forscher zwei bislang unbekannte Schwachstellen: Ein Exploit zur Ausführung von fremdem Code im Internet Explorer 11 und ein Elevation of Priviliges (EoP)-Exploit zur Erlangung höherer Zugriffsrechte in aktuellen Versionen von Windows 10. Patches für die beiden Exploits wurden bereits veröffentlicht.

Bei Zero-Day-Schwachstellen handelt es sich um bislang unbekannte Software-Bugs. Bis zu ihrer Entdeckung können Angreifer diese unbemerkt für schädliche Aktivitäten missbrauchen und schweren Schaden anrichten.

Die Kaspersky-Experten stießen bei der Untersuchung eines zielgerichteten Angriffs in Korea auf zwei Zero-Day-Schwachstellen. Der erste Exploit für den Internet Explorer vom Typ "Use-After-Free" ist in der Lage, remote fremden Code auszuführen und wurde mit der Bezeichnung CVE-2020-1380 versehen. Da der Internet Explorer in einer isolierten Umgebung arbeitet, benötigten die Angreifer jedoch zusätzliche Rechte auf den infizierten Geräten. Diese erhielten sie über einen zweiten Exploit im Windows-Betriebssystem. Der Exploit nutzte eine Schwachstelle im Printer-Service aus und ermöglichte die Ausführung von beliebigem Code. Der Exploit im Betriebssystem trägt die Bezeichnung CVE-2020-0986.

"Reale Angriffe mit Zero-Day-Schwachstellen ‚in the wild‘ stoßen in der Cybersicherheit-Szene immer auf großes Interesse", erklärt Boris Larin, Sicherheitsexperte bei Kaspersky. "Werden solche Schwachstellen erfolgreich aufgedeckt, setzt das die Anbieter unter Druck, sofort Patches herauszubringen, und zwingt die Nutzer, alle erforderlichen Updates zu installieren. Was an dem entdeckten Angriff besonders interessant ist, ist, dass es bei den vorherigen Exploits hauptsächlich um die Erlangung höherer Privilegien ging. Dieser Fall beinhaltet jedoch einen Exploit mit Funktionen zur Remote-Code-Ausführung, was ihn gefährlicher macht. Zusammen mit der Fähigkeit, die neuesten Windows-10-Builds zu beeinflussen, ist der entdeckte Angriff heutzutage wirklich eine seltene Sache. Es sollte uns daran erinnern, in herausragende Threat Intelligence und bewährte Schutztechnologien zu investieren, um die neuesten Zero-Day-Bedrohungen aktiv erkennen zu können."

Die Kaspersky-Experten vermuten, dass eventuell die Gruppe DarkHotel hinter dem Angriff stehen könnte, denn es gibt gewisse Ähnlichkeiten des neuen Exploits mit früheren von DarkHotel durchgeführten Angriffen. Das Kaspersky Threat Intelligence Portal liefert detaillierte Informationen zu den IoC (Indicators of Compromise) dieser Gruppe, inklusive File Hashes und C&C-Server. Die Kaspersky-Lösungen erkennen die Exploits als PDM:Exploit.Win32.Generic.

Der Patch für die rechtebezogene Schwachstelle CVE-2020-0986 wurde am 9. Juni 2020 veröffentlicht, einer für die Ausführung von Fremdcode (CVE-2020-1380) am 11. August 2020.

Kaspersky-Sicherheitsempfehlungen

• >>Die Microsoft-Patches sollten so schnell wie möglich installiert werden, da Angreifer diese entdeckten Schwachstellen danach nicht mehr ausnutzen können.

• >> SOC-Teams sollten Zugriff auf aktuelle Threat Intelligence haben. Das Kaspersky Threat Intelligence Portal kann als zentrale Anlaufstelle dienen. Es liefert umfangreiche Daten zu Cyberangriffen und Erkenntnisse, die Kaspersky im Lauf von mehr als 20 Jahren angesammelt hat.

• >> EDR-Lösungen wie etwa Kaspersky Endpoint Detection and Response helfen bei der Erkennung, Untersuchung und schnellen Beseitigung von Vorfällen an Endpoints.

• >> Darüber hinaus sollten Unternehmen Sicherheitslösungen einsetzen, die komplexe Gefahren bereits in frühen Stadien auf Netzwerk-Ebene erkennen. (Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 31.08.20
Newsletterlauf: 30.10.20

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

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Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

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