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Maßgeschneiderte Malware im Einsatz


Syrien: Cyberspionage-Gruppierung entwendet militärische Pläne der Opposition via Skype
Gestohlene Daten würden der Armee strategische Vorteile im syrischen Bürgerkrieg bringen

(18.02.15) FireEye hat einen Report des "FireEye Threat Intelligence"-Teams veröffentlicht, der sich detailliert mit den Aktivitäten einer Cyberspionage-Gruppierung beschäftigt. Die im Report "Behind the Syrian Conflict"s Digital Front Lines" beschriebene Gruppierung hat Strategie- und Kampfpläne der syrischen Opposition entwendet. Um diese Operation durchzuführen, hat die Gruppierung eine bekannte Taktik angewandt: Ihre Mitglieder gaben sich online als sympathische und attraktive Frauen aus und begannen, mit Oppositionellen zu chatten. Im Verlauf dieser Unterhaltungen schickten die "Frauen" ihren Gesprächspartnern Fotos, auf denen sie zu sehen sein sollten. Diese Foto-Dateien enthielten Malware und griffen Computer oder Android-Smartphone des Empfängers an.

"Die Aktivitäten, die sich auf die syrische Opposition konzentrieren, fielen uns während unserer Bedrohungsanalysen auf. Sie zeigen einen weiteren innovativen Weg, mit dem sich Bedrohungsurheber die Vorteile verschaffen können, hinter denen sie her sind", sagt Nart Villeneuve, Senior Threat Intelligence Researcher bei FireEye. "Wir können nicht genau identifizieren, wer hinter diesen Angriffen steckt. Wir wissen jedoch, dass sie soziale Medien genutzt haben, um die Zielgeräte anzugreifen und militärisch wichtige Informationen zu entwenden, die den Truppen von Präsident Assad Vorteile im Kampf bieten könnten.

Die Angriffe, die FireEye beobachtet hat, erstreckten sich über einen Zeitraum von mindestens November 2013 und Januar 2014. Die Gruppierung sammelte dabei vertrauliche Dokumente und Skype-Unterhaltungen, die Hinweise auf die strategischen Pläne der Opposition, taktische Kampfpläne und Versorgungsbedarf gaben, sowie eine große Zahl an persönlichen Informationen und Chat-Verläufe. Diese Daten gehörten allesamt Oppositionellen, die sich in diesem Zeitraum im Kampf mit den Truppen der syrischen Armee und Präsident Baschar al-Assads befanden, sowie Medienaktivisten, humanitären Helfern und weiteren Personen in Syrien, Nahost und darüber hinaus, die im Zusammenhang mit der Opposition standen.

Während der Analyse von FireEye Threat Intelligence wurde eine einzigartige Vorgehensweise der Gruppierung entdeckt. Im Verlauf einer Skype-Unterhaltung fragten sie ihre Gesprächspartner, welche Art von Endgerät sie für die Unterhaltung nutzen. Abhängig davon, ob sie ein Android-Smartphone oder einen Computer verwenden, sendeten die Angreifer auf die jeweilige Plattform zugeschnittenen Schadcode.

Der Report zeigt zudem, welche Arten von Malware die Angreifer nutzten. Es kamen sowohl frei erhältliche als auch maßgeschneiderte Malware zum Einsatz. Dazu gehören DarkComer RAT ein spezieller Keylogger , sowie Android-Malware und Tools, die unterschiedliche Shellcode-Payloads enthalten.

FireEye Threat Intelligence hat bisher nur Hinweise zur Herkunft der Gruppierung gefunden. Sollten die entwendeten Daten jedoch von den Truppen Assads oder deren Verbündeten gesammelt worden sein, würde es sie bei ihren militärischen Bemühungen unterstützen.

Die entwendeten Daten beinhalteten:
>> Kampfpläne und Landkarten
>> Hinweise zu Versorgungsbedarf und -routen
>> Hinweise zur Bewaffnung und Munitionslisten
>> Persönliche Informationen von und Chat-Verläufe mit Oppositionellen im Kampf gegen Truppen Assads

"Die entdeckte Gruppierung gelangte an eine Vielzahl unterschiedlicher Daten und Informationen", sagt Frank Kölmel, Vice President Central & Eastern Europe bei FireEye. "Besonders interessant ist dabei, dass hier moderne Strategien eines Advanced Cyber Attacks in einer Region zum Zuge kamen, die wir nicht unmittelbar mit Cyberkriminalität in Verbindung bringen. Ein Computer, eine funktionierende Internetverbindung und das nötige Know-how reichen aus, um zielgerichtete Cyberangriffe durchzuführen. Der Fall zeigt, dass diese Art von Angriff jederzeit überall auf der Welt möglich ist." (FireEye: ra)

FireEye: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Hintergrund

Microsoft Exchange-Schwachstellen ausgenutzt

Cybereason ist es gelungen, verschiedene bislang nicht anderweitig identifizierte Cyberangriffe aufzudecken, die große Telekommunikationsanbieter in ganz Südostasien infiltrieren. Ähnlich wie bei den jüngsten Angriffen auf SolarWinds und Kaseya kompromittierten die Angreifer externe Service-Anbieter – in diesem Fall Telekommunikationsunternehmen – mit dem übergreifenden Ziel, deren Kundenbasis auszuspionieren. Der Bericht folgt zeitlich und inhaltlich auf die öffentliche Rüge der Biden-Administration an die Adresse des chinesischen Ministeriums für Staatssicherheit hinsichtlich der jüngsten HAFNIUM-Vorfälle. Dabei wurden Schwachstellen in nicht gepatchten Microsoft Exchange-Servern ausgenutzt und Tausende von Unternehmen weltweit gefährdet. Eben diese Schwachstellen auszunutzen war auch für die in dieser Studie beschriebenen Angriffe der Schlüssel zum Erfolg. Der Report, betitelt DeadRinger:Exposing Chinese Threat Actors Targeting Major Telcos, identifiziert unterschiedliche Cluster von Angriffsaktivitäten, die seit mindestens 2017 nicht entdeckt wurden. Sie sind höchstwahrscheinlich das Werk mehrerer prominenter Advanced Persistent Threat (APT)-Gruppen, die eng mit den Interessen der chinesischen Regierung verbunden sind. Cybereason konnte bei allen drei Operationen signifikante Überschneidungen bei Taktik, Technik und Prozedere (TTPs) beobachten. Das Unternehmen vermutet, dass die Angreifer ihre Ziele wahrscheinlich parallel unter der Leitung einer zentralen Koordinierungsstelle und im Einklang mit den Interessen des chinesischen Staates verfolgen.

Absturz großer Teile der Azure-Infrastruktur

Guardicore, Spezialistin für Rechenzentrums- und Cloud-Sicherheit, hat eine kritische Anfälligkeit in Hyper-V entdeckt und zur Behebung der Zero-Day-Sicherheitslücke beigetragen. Auf der IT-Sicherheitskonferenz "Black Hat USA 2021" berichteten Guardicores Sicherheitsforscherin Ophir Harpaz und Peleg Hadar von SafeBreach Labs in einem 40-minütigen Fachvortrag detailliert über dieses Angriffsszenario auf Microsoft Azure. Die kritische Hyper-V-Schwachstelle mit einem sehr hohen CVSS Score von 9.9 erlaubt es Angreifern, Remote Code auf Azure und DoS-Attacken (Denial of Service) auszuführen. Der Fehler betrifft den Netzwerk-Switch-Treiber von Hyper-V "vmswitch" und kann durch den Versand eines entsprechend gestalteten Pakets über eine Gast-VM für DoS- and RCE-Angriffe ausgelöst werden. Die Sicherheitsforscher schreiben in einem Blogbeitrag, dass die Schwachstelle erstmals im August 2019 bekannt wurde. Folglich hätten Angreifer die Anfälligkeit eineinhalb Jahre lang aktiv ausnutzen können, bis der Fehler dann entdeckt und gepatcht wurde.

REvil-Ransomware unter die Haube geschaut

REvil, auch bekannt als Sodinokibi, ist ein ausgereiftes und weit verbreitetes Ransomware-as-a-Service (RaaS)-Angebot. Kriminelle Kunden können die Ransomware von den Entwicklern leasen und mit eigenen Parametern versehen auf den Computern ihrer Opfer platzieren. Der jeweilige Ansatz und die Auswirkungen eines Angriffs mit REvil-Ransomware sind somit sehr variabel und hängen von den Tools, Verhaltensweisen, Ressourcen und Fähigkeiten des Angreifers ab, der die Malware mietet. Andrew Brandt, Principal Researcher bei Sophos, sagt: "Für eine gewöhnliche, alltägliche Ransomware, die es erst seit ein paar Jahren gibt, schafft es REvil/Sodinokibi bereits, beträchtlichen Schaden anzurichten und Lösegeldzahlungen in Höhe von mehreren Millionen Dollar zu fordern. Der Erfolg von REvil/Sodinokibi könnte zum Teil auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass als Ransomware-as-a-Service-Angebot jeder Angriff anders ist. Das kann es Verteidigern schwer machen, die Warnzeichen zu erkennen, auf die sie achten müssen."

Neue Malware-Familie "MosaicLoader"

Die von den Bitdefender Labs entdeckten "MosaicLoader"-Angriffe zielen auf Personen ab, die nach gecrackter Software suchen und diese herunterladen. Sobald deren Gerät infiziert ist, fungiert die Malware als Dropper für weitere bösartige Tools - von Cookie-Stealern und Kryptominern bis hin zu komplexen Trojanern. Bitdefender hat diese Malware-Familie mit hohem Schadpotential "MosaicLoader" genannt. Sie verdankt ihren Namen ihrer komplexen internen Struktur, die darauf abzielt, Malware-Analysten durch Verschleierungstechniken zu verwirren. Code ist in kleine Stücke zerlegt, Ausführungsbefehle vermischt. Die Malware führt umfangreiche mathematische Operationen mit hohen Werten aus: Reverse Engineering wird so erschwert und ausführbarer Code in einer großer Menge von Zahlen versteckt, die den Eindruck von Nutzdaten erwecken. Ähnliche Techniken hatten zuletzt auch die Sicherheitsanalysten von Fortinet entdeckt.

Kritische Infrastrukturen untergraben

Cybereason gab die Entdeckung mehrerer bisher nicht identifizierter Cyber-Angriffskampagnen bekannt, die große Telekommunikationsanbieter in Südostasien infiltrieren. Ähnlich wie bei den jüngsten Angriffen auf SolarWinds und Kaseya kompromittierten die Bedrohungsakteure zunächst Drittanbieter - doch in diesem Fall wurden sie nicht dazu benutzt, Malware über einen Angriff auf die Lieferkette zu verbreiten, sondern um die vertrauliche Kommunikation ihrer Kunden zu überwachen. Der Bericht folgt auf die öffentliche Rüge der Regierung Biden an das chinesische Ministerium für Staatssicherheit für die jüngsten HAFNIUM-Angriffe, bei denen Schwachstellen in ungepatchten Microsoft Exchange-Servern ausgenutzt wurden und Tausende von Unternehmen weltweit gefährdet waren. Die Ausnutzung eben dieser Schwachstellen war für den Erfolg der in dieser Studie beschriebenen Angriffe entscheidend. In dem Bericht mit dem Titel DeadRinger: Exposing Chinese Threat Actors Targeting Major Telcos wurden mehrere Cluster von Angriffsaktivitäten identifiziert, die sich seit mindestens 2017 der Entdeckung entzogen haben und als das Werk mehrerer prominenter Advanced Persistent Threat (APT)-Gruppen eingeschätzt werden, die mit den Interessen der chinesischen Regierung verbunden sind. Cybereason stellte bei den drei Operationen erhebliche Überschneidungen bei den Taktiken, Techniken und Verfahren (TTPs) fest und kam zu dem Schluss, dass die Angreifer wahrscheinlich parallele Ziele unter der Leitung einer zentralisierten Koordinierungsstelle verfolgten, die mit den Interessen des chinesischen Staates im Einklang steht.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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