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APT1-Akteure operieren von China aus


Die chinesische Volksbefreiungsarmee und der geregelte Werktag: FireEye bestätigt Feststellungen des US-Justizministeriums zu APT1-Cyberangriffen
Über eine zweijährige Zeitspanne hinweg (Januar 2011 bis Januar 2013) konnten 1.905 Vorgänge bestätigt werden, bei denen sich APT1-Akteure von 832 verschiedenen IP-Adressen aus per Remote Desktop in ihre Hop-Infrastruktur eingeloggt haben

(23.06.14) - Mandiant, Teil von FireEye, kann Daten vorweisen, die Erkenntnisse des US-Justizministeriums zu den APT1-Angriffen untermauern. Kürzlich hat das US-Justizministerium die Anklage von fünf Mitgliedern der Einheit 61398 der chinesischen Volksbefreiungsarmee bekannt gegeben. Dabei handelt es sich um diejenige Einheit des Generalstabs der Volksbefreiungsarmee, deren Aktivitäten im letztjährigen APT1-Report von Mandiant aufgedeckt wurden. Bei der Veröffentlichung des Reports verurteilte China dessen Inhalt unter Verweis auf einen Mangel an stichhaltigen Beweisen. Infolge der Anklage durch das US-Justizministerium hat sich dies geändert: Statt einem Mangel an Beweisen lautet der neue Vorwurf von China, dass die Beweise erfunden sind, und fordert die USA auf, diesen "Fehler" sofort zu korrigieren.

Unter den Beweisen, die in der Anklageschrift aufgeführt werden, befindet sich Beweisstück F (Seite 54-56 des Reports), welches drei Schaubilder zeigt, die auf dynamischen DNS-Daten beruhen. Diese Schaubilder weisen darauf hin, dass die angeklagten Mitglieder der Einheit 61398 ihre Domainnamen mittels eines Dynamic-DNS-Dienstleisters umgeleitet haben. Dies geschah im Zeitraum von 2008 bis 2013 während chinesischer Geschäftszeiten. Arbeitszeiten, besonders für Regierungsbehörden, sind in China leicht vorhersagbar, wie Online-Reiseportale feststellen:

"Regierungsbehörden und -institutionen sowie Schulen öffnen montags bis freitags um 8 Uhr oder 8:30 Uhr und schließen um 17 Uhr oder 17:30 Uhr mit einer zweistündigen Mittagspause. An Samstagen, Sonntagen und öffentlichen Feiertagen sind sie in der Regel geschlossen."

Beweisstück F zeigt einen starken Anstieg der Aktivität von Montag bis Freitag um ca. 8 Uhr nach Chinesischer Standardzeit (Shanghai), eine grob zweistündige Pause um die Mittagszeit, und einen weiteren Anstieg von ungefähr 14 bis 18 Uhr. Am Wochenende gab es nur sehr wenige Wechsel in der Dynamic-DNS-Namensauflösung.

Mandiant (ein Unternehmen, das zu FireEye gehört) kann diese Daten des US-Justizministeriums mit eigenen Daten untermauern, die nicht im APT1-Report enthalten waren. In dem Report wurden folgende Angaben gemacht:

>> Über eine zweijährige Zeitspanne hinweg (Januar 2011 bis Januar 2013) konnten 1.905 Vorgänge bestätigt werden, bei denen sich APT1-Akteure von 832 verschiedenen IP-Adressen aus per Remote Desktop in ihre Hop-Infrastruktur eingeloggt haben.

>> Von diesen 832 IP-Adressen waren 817 (98,2 Prozent) chinesische Adressen und gehörten größtenteils zu vier großen Netzblöcken in Shanghai, die Mandiant "APT1-Heimnetzwerke" nennt.

>>Um eine möglichst nahtlose Nutzererfahrung zu ermöglichen, fordert das Remote-Desktop-Protokoll Client-Anwendungen dazu auf, einige wichtige Details an den Server weiterzuleiten, wie zum Beispiel den Client-Hostnamen und die Tastaturbelegung beim Client. In 1.849 der insgesamt 1.905 APT 1 Remote-Desktop-Sessions, die Mandiant in zwei Jahren beobachtet hat das sind 97 Prozent lautete die Bezeichnung der Tastaturbelegung "Chinesisch (vereinfacht) US-Tastenbelegung .

Die Analyse der Tageszeiten und Wochentage, an denen die 1.905 Remote-Desktop (RDP)-Verbindungen stattfanden, war im ursprünglichen Report nicht enthalten. Wird diese Analyse als Säulendiagramm aufbereitet, offenbart sie ein leicht erkennbares Muster:

Die APT1-Akteure haben also die überwältigende Mehrzahl der 1.905 RDP-Verbindungen von 2011 bis 2013 an Wochentagen (montags bis freitags) sowie von 8 Uhr bis 12 Uhr, 14 Uhr bis 18 Uhr sowie 19 bis 22 Uhr CST durchgeführt. In einigen Fällen hat das APT1-Personal offenbar auch am Wochenende gearbeitet, aber das scheint ganz klar die Ausnahme und nicht die Regel gewesen zu sein.

Hier noch einmal zusammenfassend die Aussagen, die über die 1.905 RDP-Verbindungen getroffen werden können:

>> 98,2 Prozent der IP-Adressen, die für den Log-in an Hop-Punkten genutzt wurden (was dabei hilft, gegenüber den angegriffenen Organisationen den wahren Ursprung zu verschleiern), gehörten zu Netzwerken in Shanghai.

>> 97 Prozent der Verbindungen wurden von Computern aus durchgeführt, die die Tastenbelegung "Chinesisch (vereinfacht)" nutzten.

>> 97,5 Prozent der Verbindungen erfolgten werktags nach chinesischer Standardzeit.

>> 98,8 Prozent der Verbindungen erfolgten zwischen 7 Uhr und Mitternacht nach chinesischer Standardzeit.

>> 75 Prozent fanden zwischen 8 Uhr und 12 Uhr oder zwischen 14 Uhr und 18 Uhr statt.

>> 15 Prozent fanden zwischen 19 Uhr und 22 Uhr statt.

Die einfachste Schlussfolgerung, die diese Faktenlage erlaubt, ist dass die APT1-Akteure in China operieren, und zwar mit größter Wahrscheinlichkeit in Shanghai. Die Zeitdaten, die Mandiant von aktiven RDP-Logins über einen Zeitraum von zwei Jahren gewonnen hat, passen zu den Zeitdaten, die das US-Justizministerium anhand einer anderen Quelle erlangt hat (aktive Dynamic-DNS-Umleitung über einen Zeitraum von fünf Jahren siehe oben). Diese Datensätze zeigen, dass APT1 entweder in China während der dortigen Geschäftszeiten operiert oder dass die APT1-Akteure sehr große Anstrengungen unternehmen, um es so aussehen zu lassen, als ob sie dort tätig wären.

Die Daten, die den obigen Diagrammen zugrunde liegen, wurden als Rohdaten archiviert. Mandiant ist überzeugt, dass jeder IT-Netzwerk-Experte deren Echtheit vor Gericht bestätigen würde.

Unabhängig von der Debatte über den Ursprung dieses Angriffs wird FireEye weiterhin beobachten, wie sich diese Bedrohungen entwickeln, um die Zeitspanne von deren Entdeckung bis zu deren Abwehr weiter zu verkürzen. Denn es ist offensichtlich, dass diese und andere Akteure ihre Bemühungen ständig fortsetzen werden. (FireEye: ra)

FireEye: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Hintergrund

Code-Überschneidungen mit der Sunburst-Backdoor

Bei der Untersuchung einer noch unbekannten Advanced Persistence Threat (APT) identifizierten Kaspersky-Forscher eine neue Malware, die mehrere wichtige Attribute aufweist, die potenziell auf eine Verbindung zum Bedrohungsakteur DarkHalo hinweist, der für den Sunburst-Angriff verantwortlich ist. Dabei handelt es sich um einen der auswirkungsreichsten Supply-Chain-Attacken der vergangenen Jahre. Der Sunburst-Sicherheitsvorfall geriet im Dezember 2020 in die Schlagzeilen: Der Bedrohungsakteur DarkHalo kompromittierte einen bekannten Anbieter von Unternehmenssoftware und nutzte dessen Infrastruktur, um unter dem Deckmantel legitimer Software-Updates Spyware zu verbreiten. Danach schien der Akteur verschwunden zu sein. Denn nach Sunburst wurden keine größeren Vorfälle mehr entdeckt, die diesem Akteur zugeschrieben werden konnten. Die Ergebnisse der jüngsten Untersuchungen des Global Research and Analysis Teams (GReAT) bei Kaspersky zeigen jedoch, dass dies nicht der Fall ist.

BlackMatter tritt aus dem DarkSide-Schatten

"Diese neue Ransomware-as-a-Service-Familie BlackMatter steckt noch in den Kinderschuhen, aber unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass diese Ransomware in den Händen eines erfahrenen Angreifers großen Schaden anrichten kann." Mark Loman, Director of Engineering bei Sophos. In einer neuen Analyse geben die Experten der SophosLabs einen Einblick in die Ransomware BlackMatter: demnach bestehen Ähnlichkeiten zur DarkSide Ransomware-as-a-Service (RaaS) und zu anderen Malware-Gruppen wie REvil und LockBit 2.0. Viele Funktionen sind hierbei ähnlich, Details bleiben trotzdem individuell. Wie hängen BlackMatter und die DarkSide RaaS zusammen? Sophos veröffentlicht Details, die auf den Analysen der Sophos Labs zur BlackMatter Schadsoftware beruhen, sowie auf den Erkenntnissen, die das Rapid Response Team aus einem Vorfall zog, in den BlackMatter involviert war. Die Analyse beschreibt unter anderem neue, bislang unentdeckte Funktionen der BlackMatter Ransomware, wie sie die Dateiberechtigungen für jedes verschlüsselte Dokument zurücksetzt, um der Gruppe "Jeder" vollen Zugriff zu gewähren. Darüber hinaus geht es um Details, wie die Schadware über das gesamte Netzwerk verteilt wird sowie Informationen zu den Prozessen, die vor Bereitstellung der Ransomware beendet werden.

Stärker auf Software-Lieferketten ausgerichtet

Cloud-Sicherheitsspezialistin Barracuda hat ihren jährlichen Bericht über die Entwicklung von Ransomware-Attacken veröffentlicht. Die aktuelle Untersuchung ist bereits der dritte Report und informiert über Ransomware-Angriffsmuster, die zwischen August 2020 und Juli 2021 stattfanden. Die Analysten des Unternehmens identifizierten und analysierten 121 Ransomware-Vorfälle in besagtem Zeitraum. Dabei verzeichneten sie einen Anstieg der Angriffe um 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Demnach haben es Cyberkriminelle vor allem auf Kommunen, das Gesundheitswesen sowie Bildungseinrichtungen abgesehen. Im Grunde können Angriffe jedoch jedes Unternehmen und jede Institution treffen, denn die Angriffe nehmen in jede Richtung zu. Folgende Erkenntnisse brachte der Report zutage: Knapp die Hälfte (44 Prozent) der Angriffe in den letzten zwölf Monaten betraf US-amerikanische Unternehmen. In Deutschland waren es drei Prozent, in Österreich und der Schweiz jeweils ein Prozent.

Botnet-Betreiber werden immer agiler

Bereits nach weniger als einer Woche wurde die von IoT Inspectors entdeckte Schwachstelle CVE-2021-35395 von RealTek-Chipsets in ein Son-of-Mirai-Botnet integriert. Dies berichten die Sicherheitsforscher von Radware in einem aktuellen Threat Alert. Die von Radware als Dark.IoT bezeichnete Mirai-Variante wurde bereits Anfang des Jahres von Palo Alto Networks und Juniper Threat Labs gemeldet, wobei Juniper davor warnte, dass eine zwei Tage alte Sicherheitslücke in die Software von Dark.IoT eingeschleust wurde. Durch die Ausnutzung dieser Schwachstelle durch ein Mirai-Botnet sind nun IoT-Geräte von 65 verschiedenen Herstellern, die auf den Chipsets und dem SDK (Software Development Kit) von Realtek basieren. anfällig dafür, in dieses Botnet integriert zu werden. Für die Sicherheitsforscher von Radware bestätigt sich damit ein Trend. In den letzten sechs Monaten haben die Betreiber von Dark.IoT versucht, mehr als ein Dutzend Sicherheitslücken auszunutzen, darunter die kürzlich bekannt gewordenen CVE-2021-20090 und CVE-2021-35395, um ihre Malware zu verbreiten und mehr Geräte zu infizieren. Allerdings ist Dark.IoT laut Radware selbst nicht in der Lage, eigene Exploits zu entwickeln, sondern wartet darauf, dass White Hats einen Proof-of-Concept (PoC) für neu entdeckte Schwachstellen veröffentlichen, die sie dann innerhalb weniger Tage in ihr Botnet einbauen.

Neue Backdoor-Komponente

Die FIN8-Gruppe baut ihr Malware-Arsenal weiter aus: Die Experten der Bitdefender Labs haben im Rahmen einer forensischen Untersuchung eine neue Backdoor-Komponente bei einer gezielten Attacke auf eine US-Finanzorganisation entdeckt und "Sardonic" genannt: Die forensischen Artefakte deuten darauf hin, dass die Urheber unter diesem Namen ein größeres Projekt vorantreiben, dass aus der neuen Backdoor, dem Loader und weiteren Skripten besteht. Die neue Hintertür erschließt den Angreifern zahlreiche Funktionen. Mit ihrer Hilfe können Angreifer neue Malware unmittelbar on the fly einsetzen, ohne Komponenten updaten zu müssen. Erst im März dieses Jahres hatten die Experten der Bitdefender Labs mit BADHATCH eine weitere FIN8-Hintertür entdeckt. Die seit Januar 2016 beobachteten FIN8-Aktivitäten starten vor allem "Living-of-the-Land"-Attacken gegen Finanzdienste und Point-of-Sales (POS) -Systeme. Dabei nutzen sie eingebaute Tools und Schnittstellen wie PowerShell oder WMI. Die Hacker missbrauchen zudem legitime Dienste wie sslip.io, um die Aktivitäten der Malware zu verschleiern.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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