- Anzeigen -
Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


FireFox-Browser-Erweiterung mittels XPI-Datei

Proofpoint entdeckt gefährliche Firefox-Browser-Erweiterung

Das neuentdeckte Browser-Plugin wurde von Proofpoint "FriarFox" getauft und der APT-Gruppe TA413 zugeschrieben



Den Security-Experten von Proofpoint ist es gelungen, eine gefährliche Browser-Erweiterung für Mozilla Firefox zu identifizieren. Die von Proofpoint "FriarFox" getaufte Erweiterung kommt bei einer Kampagne von TA413 (Threat Actor) zum Einsatz, die auf tibetische Dissidenten auf der ganzen Welt abzielt. Die APT-Gruppe (Advanced Persistent Threat) TA413, die mit der chinesischen Regierung in Verbindung gebracht wird, konnte bereits in der Vergangenheit dabei beobachtet werden, wie sie Cyberkampagnen zulasten von Organisationen der tibetischen Unabhängigkeitsbewegung durchführte.

Erstmals entdeckte das Threat-Research-Team von Proofpoint im März 2020 Phishing-Kampagnen, die in mäßigem Umfang auf Mitglieder tibetischer Organisationen auf der ganzen Welt abzielten. Seit Januar und Februar 2021 beobachten die Cybersecurity-Spezialisten nun eine Fortsetzung dieser Kampagnen. Dabei kommt seit kurzem auch eine angepasste gefährliche Browsererweiterung für Mozilla Firefox zum Einsatz, die den Angreifern den Zugriff auf die Gmail-Konten der Opfer erlaubt und den Cyberkriminellen nahezu die vollständige Kontrolle der Accounts ermöglicht.

Verbreitet wird die Browsererweiterung mittels gezielter Phishing-Mails, die vorgeblich von der "Tibetan Women's Association" stammen. Darin findet sich ein präparierter Link, der mutmaßlich auf ein YouTube-Video verweist. Öffnet das Opfer den Link, wird es auf eine gefälschte Landing Page mit einem angeblichen "Adobe Flash Player Update" weitergeleitet, die verschiedene JavaScript-Dateien ausführt. Mittels der Skripte wird sodann ermittelt, ob das System des Opfers bestimmte Kriterien erfüllt. Sofern diese Kriterien, beispielsweise die Öffnung des Links mittels Firefox sowie eine aktive User Session in Gmail, erfüllt sind, wird die FireFox-Browser-Erweiterung mittels XPI-Datei installiert.

Das neuentdeckte Browser-Plugin wurde von Proofpoint "FriarFox" getauft und der APT-Gruppe TA413 zugeschrieben. Diese Hackergruppe griff erst Anfang 2021 tibetische Organisationen sowohl mit der Scanbox- als auch der Sepulcher-Malware an. Proofpoint hatte bereits in der Vergangenheit Informationen zur Sepulcher-Malware und ihrer Verbindungen zu den Malware-Kampagnen Lucky Cat und Exile Rat, die auf tibetische Organisationen abzielten, veröffentlicht.

Sherrod DeGrippo, Senior Director of Threat Research and Protection bei Proofpoint zur Entdeckung der neuen FriarFox-Browsererweiterung:

"Wenn die letzten sechs Monate eines gezeigt haben, dann ist es, dass APT-Gruppen ein riesiges Verlangen nach Zugang zu Cloud-basierten E-Mail-Konten haben. Wir konnten dabei eine Diversifizierung der Zugriffstechniken beobachten. Einerseits High-End-Attacken wie dem SolarWinds-Supply-Chain-Angriff und andererseits niederschwellige Angriffe wie dem mit dem neuen FriarFox-Browser-Plugin. Gefährliche Browser-Plugins sind nichts Neues, aber sie sind eine häufig vernachlässigte Angriffsfläche vieler Unternehmen. Und es war eine Überraschung zu sehen, dass eine mit dem chinesischen Staat in Verbindung stehende APT-Gruppe diese Methode anwendet.

Während wir bereits festgestellt haben, dass APT TA413 dieses neue Tool zum Einsatz gebracht hat, um auf Gmail-Konten zuzugreifen und bedrohte tibetische Dissidenten auszuspionieren, ist es sehr gut möglich, dass auch weitere Cyberkriminelle diese Technik nutzen, um sowohl öffentliche als auch private Organisationen auf der ganzen Welt anzugreifen. Die komplexe Verbreitungsmethode des Tools, das wir als FriarFox-Browser-Erweiterung bezeichnen, gewährt diesen APT-Gruppen nahezu vollständigen Zugriff auf die Gmail-Konten ihrer Opfer. Dies ist besonders problematisch, da E-Mail-Konten zu den wertvollsten Ressourcen gehören, wenn es um menschliche Kommunikation geht.

Fast jedes andere Passwort kann damit zurückgesetzt werden, sobald ein Angreifer Zugriff auf das E-Mail-Konto einer Person erhält. Cyberkriminelle sind somit außerdem in der Lage die kompromittierten E-Mail-Konten zu nutzen, um von diesen aus gefälschte E-Mails zu verschicken, indem sie die E-Mail-Signatur und die Kontaktliste des betroffenen Nutzers missbrauchen. Dieses Vorgehen lässt solche Nachrichten äußerst überzeugend erscheinen."

(Proofpoint: ra)

eingetragen: 02.03.21
Newsletterlauf: 25.05.21

Proofpoint: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Hintergrund

Nutzung von offenen VPN-Servern

Check Point Research, die Forschungsabteilung von Check Point Software Technologies, beobachtete unterschiedliche Gruppierungen, die über verschiedene Kanäle den Protestierenden und Regierungskritikern im Iran helfen, virtuelle Begrenzungen und Restriktionen zu umgehen. Zu den wichtigsten Aktivitäten gehören dabei das Durchsickern und der Verkauf von Daten, darunter Telefonnummern und E-Mails von Beamten, sowie Karten von sensiblen Orten.

Infektionskette beginnt mit einer Spear-Phishing-E-Mail

Agent Tesla, ein seit 2014 auf .NET-basierter Keylogger und Fernzugriffstrojaner (RAT), wird aktuell über einen im Dark Web verkauften Builder namens "Quantum Builder" verbreitet. Die Sicherheitsforscher des Zscaler-ThreatlabZ-Teams haben die aktuelle Kampagne untersucht und eine Weiterentwicklung festgestellt.

Automatisierte Prozesse machen NODs so gefährlich

Ransomware, Malware, Phishing: Manche Weblinks führen zu bösartigen Zielen, auf denen Nutzer Opfer zahlreicher Bedrohungen werden können. Um solche Gefahren zu vermeiden ist es essenziell, neu beobachtete Domains (Newly Observed Domains, NODs) zu überprüfen.

Nachahmung von Arbeitskorrespondenz ist ein gängiger Trick

Nach einer Pause kehrt eine schädliche E-Mail-Kampagne zurück, die sich mit der gefährlichen Qbot-Malware gegen Unternehmen richtet. Kaspersky Lab hat eine neue Aktivitätswelle mit mehr als 1.500 betroffenen Nutzern seit dem 28. September 2022 identifiziert.

- Anzeigen -
Embedded Software Engineering
Kongress 2022 - Sindelfingen
05.–09.12.2022

Der ESE Kongress
ist Deutschlands Leitkongress
der Embedded-Softwarebranche

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.