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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Gefährliche Malware-Varianten im Überblick

Die bösen Neun: Die wichtigsten Malware-Programme kurz erklärt

Formbook wurde erstmals Anfang 2016 beobachtet und 2020 in XLoader umbenannt - Formbook steht in Untergrundforen als Malware-as-a-Service zur Verfügung



Die "Varonis Threat Labs" haben neben einem deutlichen Trend zu stark individualisierter Ransomware im letzten Jahr auch eine steigende Verbreitung sogenannter "Commodity Malware" festgestellt. Unter diesem Begriff versteht man Schadsoftware, die in großem Umfang zum Kauf oder zum kostenlosen Download angeboten wird, die nicht auf einzelne Opfer angepasst ist und von einer Vielzahl unterschiedlicher Angreifer verwendet wird. Unter der enormen Menge an verfügbaren Malware-Varianten spielen nach den Beobachtungen der Sicherheitsforscher vor allem folgende neun eine herausragende Rolle.

njRAT

njRAT wurde erstmals Ende 2012/Anfang 2013 beobachtet und ist ein weit verbreiteter Remote-Access-Trojaner (RAT), der ursprünglich von der Cybercrime-Bande Sparclyheason entwickelt wurde. Der Quellcode dieses RAT wurde bereits im Mai 2013 veröffentlicht. Dies führte dazu, dass er vor allem von weniger versierten Cyberkriminellen genutzt wird. In Untergrundforen und auf YouTube wurden zahlreiche Anleitungen und Tutorials zur Verwendung veröffentlicht. njRAT ist immer noch sehr weit verbreitet und wird zumeist über Spam-Kampagnen verteilt. Zudem findet er sich in "trojanisierten" Versionen legitimer Anwendungen, die von verdächtigen Quellen und File-Sharing-Websites heruntergeladen werden.

Ähnlich wie andere populäre RAT-Programme bietet njRAT Fernsteuerungs- und Überwachungsfunktionen sowie die Möglichkeit, Dateien zu übertragen und auszuführen, die Registry zu manipulieren und auf eine Remote-Shell zuzugreifen. Darüber hinaus kann das RAT über angeschlossene Mikrofone und Webcams Audio- und Videoaufnahmen aus der Ferne machen sowie Keylogging- und Kennwortdiebstahl-Funktionen nutzen.

Formbook (XLoader)

Formbook wurde erstmals Anfang 2016 beobachtet und 2020 in XLoader umbenannt. Formbook steht in Untergrundforen als Malware-as-a-Service zur Verfügung und wird häufig von weniger versierten Angreifern verwendet, um Anmeldeinformationen oder andere Daten von Opfern zu stehlen.

Die Verbreitung von Formbook nahm wohl insbesondere aufgrund seiner Verfügbarkeit, geringen Kosten und einfachen Verwendung auch im Jahr 2021 weiter zu. Ursprünglich zielte Formbook nur auf Windows ab. Seit der Einführung von XLoader wird jedoch auch Apple macOS unterstützt. Formbook enthält neben seinen Fähigkeiten zum Diebstahl von Anmeldeinformationen auch einige RAT-ähnliche Funktionen, wie die Möglichkeit, Nutzdaten zu übertragen und auszuführen sowie einen Neustart oder das Herunterfahren des Systems zu erzwingen. Insofern eignet sich Formbook auch als Einstiegspunkt, um bösartige Nutzlasten zu verbreiten und auch weitere Ziele jenseits eines Datendiebstahls zu erreichen.

NanoCore

NanoCore wurde erstmals im Jahr 2013 entdeckt und konnte für rund 25 US-Dollar erworben werden. Mittlerweile sind auch "geknackte" Versionen im Cybercrime-Untergrund weit verbreitet. Die Malware bietet typische RAT-Funktionen, die durch eine modulare Architektur ergänzt werden können. So lässt sich durch Plugins die Funktionalität deutlich erweitern. Dank der Verfügbarkeit von geknackten und geleakten Versionen wird NanoCore auch heute noch häufig eingesetzt. Die Verbreitung erfolgt dabei zumeist über Phishing-Mails sowie infizierte Raubkopien.

Lokibot

Lokibot (auch bekannt als Loki und LokiPWS) ist ein Information Stealer, der erstmals Mitte 2015 auftauchte und zunächst für bis zu 400 US-Dollar in Cybercrime-Foren verkauft wurde, bevor sein Quellcode geleakt wurde. Er unterstützt zusätzliche Module wie einen Keylogger und Funktionen zum Diebstahl von Kryptowährungs-Wallets. Zuletzt wurde er häufig in Zusammenhang mit COVID-19-Phishing-Kampagnen beobachtet.

Remcos

Remcos wird als "legitimes" kommerzielles Fernzugriffs-Tool vermarktet und wird von seinen Entwicklern regelmäßig aktualisiert. Remcos ist eine der am weitesten verbreiteten Remote Access Trojaner und richtet sich wie ähnliche Tools vor allem an wenig erfahrene Angreifer, die sich in zahlreichen YouTube-Tutorials über die Malware informieren können. Allerdings verwenden auch viele professionelle Angreifer Remcos, um nicht eigene Tools entwickeln zu müssen und sich so auf die anderen Phasen ihres Angriffs konzentrieren zu können.

Zusätzlich zu den Standard-RAT-Funktionen bietet Remcos eine "Remote Scripting"-Funktion, mit der Code gleichzeitig auf mehreren Hosts ausgeführt werden kann. Darüber hinaus können Nutzer von Remcos zusätzliche Dienste von den Entwicklern erwerben, z. B. einen Massen-Mailer zum Versenden von Phishing-Mails und einen dynamischen DNS-Dienst. Dieser stellt einen einzigen Hostnamen zur Verfügung, der den Zugriff auf den Command-and-Control (C2)-Host erleichtert und es den Angreifern ermöglicht, ihre IP-Adresse zu aktualisieren, ohne die Remcos-Binärdatei aktualisieren zu müssen.

AZORult

AZORult wurde erstmals Anfang 2016 entdeckt und ist ein Information Stealer, der häufig über Malspam-Kampagnen verbreitet wird, die aktuelle Themen aufgreifen oder sich als legitime Geschäftskommunikation tarnen. Dabei werden zumeist Microsoft Office-Dokumente mit bösartigen Makros verbreitet. Aktivieren die Opfer Makros, wird die bösartige Nutzlast von der Command-and-Control-Infrastruktur der Angreifer heruntergeladen. Anschließend wird AZORult gestartet, um vertrauliche Daten zu stehlen, darunter Anmeldeinformationen, Zahlungskartendetails, Browsing-Daten und Kryptowährungs-Wallets, bevor er sie an den C2 sendet und sich deaktiviert.

AZORult tritt häufig in Verbindung mit anderen Angriffen auf, die zumeist weitere Ziele verfolgen. Neben der Tarnung als Geschäftskommunikation erfolgt die Verbreitung häufig über infizierte "Cracks" oder andere fragwürdige Inhalte, die häufig mit Urheberrechtsverletzungen in Verbindung stehen.

Netwire

Netwire wurde erstmals 2012 identifiziert und ist sehr stark verbreitet. Der Fernzugriffstrojaner (RAT), wird häufig über Phishing-Kampagnen verbreitet, die vermeintlich Bestellbestätigungen oder Tracking-Benachrichtigungen beinhalten. Zusätzlich zu den Standard-RAT-Funktionen verfügt Netwire seit 2016 über eine Funktion zum Auslesen von Zahlungskarten. Diese zielt auf speziell auf Zahlungsgeräte in Geschäften ab.

Netwire verwendet für seinen Command-and-Control-Verkehr eine spezielle Verschlüsselung, um einer Entdeckung zu entgehen und Ermittlungen zu erschweren. Die gestohlenen Daten werden dabei vor der Übertragung verschlüsselt.

Danabot

Bei Danabot handelt es sich um einen modularen Banking-Trojaner, der ursprünglich von einer einzigen Gruppe genutzt wurde und nun als Malware-as-a-Service (MaaS) an andere Cyberkriminelle verkauft wird. Ursprünglich konzentrierte sich Danabot auf den Diebstahl von Anmeldeinformationen, Kryptowährungskonten und Bankanmeldeinformationen durch Web-Injects. Durch die modulare Architektur lässt sich die Malware jedoch leicht anpassen und vielseitig einsetzen. So stehen etwa RAT- und eine Ransomware-Verschlüsselungsfunktionen zur Verfügung.

Im Oktober 2021 wurde ein NPM-Paket für die beliebte JavaScript-Bibliothek "UAParser.js" kompromittiert und modifiziert, um Danabot zusammen mit einem Crypto-Miner herunterzuladen und auszuführen. Das legitime Paket wird wöchentlich zwischen sechs und sieben Millionen Mal heruntergeladen, was die enormen Auswirkungen eines Supply-Chain-Angriffs verdeutlicht.

Emotet

Emotet ist wohl eines der bekanntesten Schadprogramme. Ursprünglich wurde Emotet als Banking-Trojaner entwickelt. Obwohl Emotet einige Kernfunktionen zum Stehlen von Informationen beibehielt, entwickelte sich die Malware im Laufe der Jahre zu einem Downloader für andere bösartige Nutzlasten. Die Akteure hinter Emotet offerierten ihr Botnet zudem als Dienstleistung und wurden so zu einem führenden Verteiler anderer gängiger Bedrohungen wie etwa der Ryuk-Ransomware.

Zwischenzeitlich wurde es auch aufgrund eines internationalen Takedowns durch verschiedene Strafverfolgungsbehörden etwas ruhiger um Emotet. Allerdings nehmen die Aktivitäten wieder deutlich zu, teilweise unter neuen Namen und in anderen Konstellationen. (Varonis Systems: ra)

eingetragen: 02.05.22
Newsletterlauf: 01.07.22

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Meldungen: Hintergrund

Nutzung von offenen VPN-Servern

Check Point Research, die Forschungsabteilung von Check Point Software Technologies, beobachtete unterschiedliche Gruppierungen, die über verschiedene Kanäle den Protestierenden und Regierungskritikern im Iran helfen, virtuelle Begrenzungen und Restriktionen zu umgehen. Zu den wichtigsten Aktivitäten gehören dabei das Durchsickern und der Verkauf von Daten, darunter Telefonnummern und E-Mails von Beamten, sowie Karten von sensiblen Orten.

Infektionskette beginnt mit einer Spear-Phishing-E-Mail

Agent Tesla, ein seit 2014 auf .NET-basierter Keylogger und Fernzugriffstrojaner (RAT), wird aktuell über einen im Dark Web verkauften Builder namens "Quantum Builder" verbreitet. Die Sicherheitsforscher des Zscaler-ThreatlabZ-Teams haben die aktuelle Kampagne untersucht und eine Weiterentwicklung festgestellt.

Automatisierte Prozesse machen NODs so gefährlich

Ransomware, Malware, Phishing: Manche Weblinks führen zu bösartigen Zielen, auf denen Nutzer Opfer zahlreicher Bedrohungen werden können. Um solche Gefahren zu vermeiden ist es essenziell, neu beobachtete Domains (Newly Observed Domains, NODs) zu überprüfen.

Nachahmung von Arbeitskorrespondenz ist ein gängiger Trick

Nach einer Pause kehrt eine schädliche E-Mail-Kampagne zurück, die sich mit der gefährlichen Qbot-Malware gegen Unternehmen richtet. Kaspersky Lab hat eine neue Aktivitätswelle mit mehr als 1.500 betroffenen Nutzern seit dem 28. September 2022 identifiziert.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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