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Kaspersky warnt vor Password Stealern

Game Over: Cyberkriminelle haben zunehmend Videospieler im Visier

Gaming-bezogene Web-Attacken von Januar bis April um 54 Prozent gestiegen - 40 Prozent Zuwachs bei Phishing-Webseiten im Namen von Steam



Gamer stehen verstärkt im Visier von Cyberkriminellen, wie aktuelle Untersuchungen von Kaspersky zeigen. Demnach gab es während der Corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen weltweit einen Anstieg um 54 Prozent von Angriffen unter dem Deckmantel beliebter Spiele oder Plattformen. Darüber hinaus fanden die Experten von Kaspersky vier Malware-Familien, die explizit Passwörter und Daten von Gamern im Blick haben und entwenden können. Cyberkriminelle locken ihre potenziellen Opfer mit Versprechen von kostenlosen Spielversionen, Updates und Erweiterungen oder Cheats unter dem Deckmantel beliebter Spiele und Plattformen in die Falle. Laut den Kaspersky-Experten nahm die tägliche Anzahl an Versuchen, Nutzer durch Gaming-bezogene Themen auf schädliche Webseiten zu leiten, erheblich zu: Im Vergleich zum Januar 2020 gab es im April 2020 einen Anstieg um 54 Prozent. Klickt ein Nutzer auf einen schädlichen Link, wird kein Game, sondern Malware wie beispielsweise ein Password Stealer, Ransomware oder ein Krypto-Miner heruntergeladen.

Am häufigsten nutzten Cyberkriminelle das Spiel ,Minecraft' als Deckmantel für illegale Machenschaften. Der Name des beliebten Spiels wurde bei mehr als 130.000 Webangriffen verwendet. Des Weiteren wurden ,Counter Strike: Global Offensive' und ,The Witcher 3'genutzt. Aber auch bekannte Spieleplattformen werden als Lockmittel eingesetzt: die Anzahl der durch Kaspersky-Anti-Phishing-Technologien blockierten Weiterleitungen zu Phishing-Seiten, die das Wort ,Steam' nutzen, stieg im April 2020 um 40 Prozent an.

"Viele dieser Angriffe im Zusammenhang mit Videospielen sind nicht besonders ausgefeilt", erklärt Maria Namestnikova, Sicherheitsexpertin bei Kaspersky. "Der Nutzer als Angriffsvektor führt hier zum Erfolg. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass Nutzer sehr anfällig für Phishing-Angriffe oder das Klicken auf schädliche Links sind, wenn sie auf der Suche nach Raubkopien oder Cheats sind, die ihnen beim Weiterkommen in den Spielen helfen."

Yury Namestnikov, Sicherheitsexperte bei Kaspersky, ergänzt: "Da nun viele Spieler dieselben Geräte zum Gaming verwenden, mit denen sie auch auf Unternehmensnetzwerke zugreifen, sollten sie erst recht Vorsicht walten lassen: Riskante Aktionen gefährden nicht nur persönliche Daten oder Geld, sondern auch Unternehmensressourcen. Wenn möglich, sollten Nutzer vermeiden, ihre privaten Geräte für Unternehmenszwecke einzusetzen."

Gefährlicher Trojaner vs. Gamer: Kaspersky warnt vor Passwort-Diebstahl

Weitere Untersuchungen von Kaspersky zeigen außerdem das Gefährdungspotential durch Password Stealer. Die Experten identifizierten vier Malware-Familien - Kpot, BetaBot, Okasidis und Thief Stealer -, die explizit die Kontodaten von Nutzern von Plattformen wie Battle.net, Origin oder Uplay im Visier haben, um sie anschließend weiterzuverkaufen. Die gefundenen vier Trojaner haben zwar vornehmlich die Zugangsdaten des Spiels im Visier, allerdings könnten auch Passwörter für Online-Banking in Gefahr sein.

,Kpot' kann Cookie-Dateien, Konten von verschiedenen Messenger-Diensten und das Sitzungs-Token einer Spieleplattform stehlen. Durch das Abrufen von Sitzungs-Token-Daten erhalten Cyberkriminelle zwar keinen Zugriff auf die Anmelde- und Kennwortdetails des Nutzers, sie können jedoch wertvolle Items des Spiels verkaufen.

Die Trojaner ,Okasidis' und ,Thief Stealer' konzentrieren sich darauf, bestimmte Dateien aus spielbezogenen Ordnern auf dem infizierten Computer zu stehlen.

BetaBot hat dagegen Browser-Daten im Visier: Besucht ein Nutzer eine Webseite einer Spieleplattform, deren URL bestimmte Schlüsselwörter enthält, aktiviert die Malware die Datenerfassung auf diesen Seiten. Auf diese Weise können Cyberkriminelle auf der Webseite eingegebene Daten wie Logins und Kennwörter stehlen.

Die gefundenen Trojaner sind für die Nutzer praktisch unsichtbar, da sie keine weiteren Berechtigungen benötigen oder gefälschte Warnungen senden. Des Weiteren nutzen sie keine Schwachstellen in den Spieleplattformen aus, da sie sich ausschließlich auf das Sammeln von Daten von einem infizierten Gerät konzentrieren. (Kaspersky: ra)

eingetragen: 03.07.20
Newsletterlauf: 13.09.20

Kaspersky: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Hintergrund

Angriffsmethode wird zur reellen Gefahr weltweit

Bitdefender hat eine Familie von Trojanern analysiert, die Banken mit einer neuen Angriffstechnik ins Visier nimmt und unerkannt Daten exfiltriert. Diese Daten können anschließend für Bankbetrug genutzt werden. Die Gruppe hinter den Trojanern wird in der Branche Metamorfo genannt und konzentriert sich seit 2018 überwiegend auf Brasilien. Metamorfo attackiert mit sehr potenter Malware. Das besonders gefährliche an Metamorfo ist die interessante Angriffstechnik: Die Malware nutzt Dynamic Link Library (DLL) Hijacking um ihre Präsenz auf befallenen Systemen zu verbergen und Privilegien zu erhöhen. Konkret haben die Angreifer dazu Softwares von fünf bekannten Anbietern ausgewählt, deren Produkte Komponenten aufweisen, die DLL-Dateien laden, ohne sicherzustellen, dass diese geladenen Dateien legitim sind.

Malware nutzt Smishing oder SMS-Phishing

Cybereason hat in den letzten Wochen eine neue Version der Android-Malware FakeSpy untersucht. Sie wurde erstmals im Oktober 2017 entdeckt und dann im Oktober 2018 erneut gemeldet. Im Moment läuft eine aktuelle Kampagne mit einer deutlich verbesserten, wesentlich leistungsfähigeren Malware als es bei früheren Versionen der Fall war. FakeSpy wird aktiv weiterentwickelt und das in einem rasanten Tempo. Jede Woche veröffentlichen die Autoren neue Versionen, die über zusätzliche Verschleierungstechniken und Funktionen verfügen. FakeSpy ist ein sogenannter Information Stealer, der SMS-Nachrichten herausfiltert und versendet, Finanzinformationen und Anwendungsdaten stiehlt, Kontoinformationen und Kontaktlisten ausliest und vieles mehr. Die Malware nutzt Smishing oder SMS-Phishing, um den Zielcomputer zu infiltrieren, eine Technik, die sich auf Social Engineering stützt. Die Angreifer senden gefälschte Textnachrichten, um die Opfer zu verleiten auf einen bösartigen Link zu klicken. Der Link leitet die Nutzer zu einer schädlichen Webseite weiter, wo sie aufgefordert werden, ein Android Application Package (APK) herunterzuladen.

Glupteba: Malware, die sich ganz öffentlich versteckt

Einer der auffälligsten Trends in der Cyberkriminalität ist die Kommerzialisierung von Angriffen. Alles was ein Cybergangster für seinen Angriff benötigt, ist gegen Geld erhältlich, einschließlich ganzer Netzwerke mit infizierten Geräten, die zur Verbreitung bösartiger Inhalte genutzt werden können. In diesem Zusammenhang hat SophosLabs einen ausführlichen Bericht mit dem Titel "Glupteba malware hides in plain sight" veröffentlicht. Glupteba ist eine Hintertür, die sich zu einem geheimen und komplexen Netzwerk zur Malware-Verbreitung entwickelt hat.

Die SophosLabs beleuchten aus technischer Sicht die neuesten Tools, Techniken und Prozesse (TTPs), die von Glupteba verwendet werden. Der Report geht insbesondere auf die Fähigkeit des Bots ein, im Verborgenen zu bleiben und damit die Langlebigkeit und Beständigkeit der Angriffe zu sichern.

Die Security-Spezialisten beschreiben detailliert die Kernaufgabe von Glupteba: Computer infizieren, um unbemerkt zusätzliche Malware einzuschleusen. Gegenwärtig ist eine der gebräuchlichsten Malware, die über den Bot eingeschleust wird, ein Kryptominer. Sobald dieser im Netzwerk des Opfers installiert ist, kann er zusätzliche Tools herunterladen und ausführen. Folgende Aktionen sind dadurch möglich:

>> Installation von Rootkits, um Prozesse und Komponenten zu verstecken

>>·Diebstahl von Browser-Informationen, indem Cookies, Verlauf und Anmeldeinformationen gesammelt und an den Command and Control Server gesendet werden

>>·Weiterleitung von Netzwerkanfragen durch die Installation eigener Proxy-Komponenten

>> Exfiltrieren einer großen Menge von Gerätedaten, etwa gespeicherte Konfigurationsinformationen, die Build-Nummer des Betriebssystems, die Seriennummer des Mainboards, die MAC-Adresse, die Seriennummer der Festplatte, das Installationsdatum des Betriebssystems oder den RAM-Speicher.

>>·Übernahme anfälliger Router

Die Entwickler von Glupteba haben sehr viel Aufwand betrieben, um Funktionen zu entwickeln, die den Bot vor einer Entdeckung schützen. So verfügt er beispielsweise über Wächter, die kontinuierlich die Leistung der Glupteba-Prozesse überwachen, damit diese fehlerfrei funktionieren (was ansonsten einen Alarm im Netzwerk auslösen könnte). Er fügt sich selbst zu den Ausschlusslisten für Windows Defender hinzu. Eine weitere Funktion erlaubt eine heimliche Aktualisierung und den Neustart bösartiger Prozesse. Zudem wird durch die Verwendung einer Bitcoin-Crypto-Währungs-Blockchain die Aktualisierung der Command and Control-Serveradressen des Bot verborgen. Luca Nagy, Security-Experte bei Sophos und Hauptautorin des Reports, sagt: "Die skrupellosesten Bedrohungsakteure entwerfen ihre Malware so, dass sie getarnt ist. Ihr Ziel ist es, möglichst lange im Verborgenen zu bleiben, um ausführlich Informationen zu sammeln, auf deren Grundlage sie ihre nächsten Schritte planen und ihre Techniken weiter verfeinern können. Bei der Erforschung von Glupteba wurde uns klar, dass die Macher dahinter einen immensen Aufwand in die Selbstverteidigung investieren. IT-Sicherheitsteams müssen hier sehr auf der Hut sein. Darüber hinaus ist Glupteba generisch konzipiert und mithilfe von unterschiedlichen Komponenten und umfangreichen Hintertürfunktionen in der Lage, ein breites Spektrum bösartiger Aktivitäten durchzuführen." (Sophos: ra)

Neue Strategie zur Verschleierung von Angriffen

Die Experten von Kaspersky haben eine neue Methode von Web-Skimming zum Diebstahl persönlicher Zahlungsinformationen bei Nutzern von Online-Shopping-Websites identifiziert. Durch die Registrierung von Google-Analytics-Accounts und das Einfügen des entsprechenden Tracking-Codes dieser Konten in den Quellcode der Webseite können Cyberkriminelle Kreditkartendaten von Nutzern sammeln. Etwa zwei Dutzend Online-Shops weltweit wurden mithilfe dieser Methode bereits kompromittiert. Cyberkriminelle nutzen Web-Skimming, um Kreditkartendaten auf den Zahlungsseiten von Online-Shops zu stehlen. Dabei werden schädliche Code-Stücke in den Quellcode der Website eingeschleust, die die von den Nutzern eingegebenen Informationen wie Logins oder Kreditkartennummern sammeln und diese an eine vorgesehene Adresse senden. Um die Kompromittierung einer Webseite zu verschleiern, registrieren Angreifer üblicherweise Domains mit Namen, die populären Webanalysediensten wie Google Analytics ähneln. Der Administrator einer Website kann so nur schwierig erkennen, dass die Seite kompromittiert wurde. Beispielsweise kann eine Website mit dem Namen "googlc-analytics[.]com" aus Versehen leicht als legitime Domain erachtet werden.

Hakbit-Köder in einer deutschsprachigen E-Mail

Nachdem bereits kürzlich deutsche Unternehmen Ziel eines digitalen Angriffs mit Schadsoftware wurden, attackieren hierzulande Cyberkriminelle jetzt erneut Firmen unterschiedlicher Branchen. Die Angreifer versenden dabei mit Schadsoftware infizierte Excel-Dateien als angebliche Rechnungen aus dem Hause 1&1 sowie vermeintliche Steuerrückzahlungen. Dies hat der US-amerikanische Cybersecurity-Spezialist Proofpoint nun bekanntgegeben. Als Türöffner fungiert die Schadsoftware GuLoader, die dann im Verlauf der Infektion die Ransomware Hakbit herunterlädt, installiert und damit den Rechner des Opfers verschlüsselt. Die Angreifer weisen in ihren E-Mails darauf hin, dass der Empfänger die Nachricht auf einem PC öffnen soll, weil ein mobiles Gerät wie ein Smartphone die Datei nicht richtig darstellen könne. Dies soll den Erfolg ihrer Attacke sicherstellen, da Microsoft Office-VBA-Makros nicht auf mobilen Geräten ausgeführt werden.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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