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Kein Problem für neuere Android-Versionen


Der Android-Browser als Einfallstor für mobile Malware
Knapp 45 Prozent aller Lookout-Nutzer haben eine angreifbare Version des AOSP-Browsers auf ihren Geräten

Von Lookout

(22.10.14) - Vergangenen Monat haben wir von zwei Sicherheitslücken erfahren, die den Browser des "Android Open Source Project" (kurz AOSP-Browser) betreffen. Das aktuelle Problem ist jedoch weitreichender und betrifft nicht nur den AOSP-Browser, sondern auch Browser, die auf dem AOSP-Code basieren wie beispielsweise der Samsung-Browser.

Das Problem ist innerhalb unserer Nutzer recht weit verbreitet
Knapp 45 Prozent aller Lookout-Nutzer haben eine angreifbare Version des AOSP-Browsers auf ihren Geräten. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen werden, dass diese Nutzer möglicherweise noch einen separaten Browser wie Chrome oder Firefox auf dem Gerät installiert haben. Solange die Sicherheitslücke im AOSP-Browser nicht behoben ist, setzen Nutzer ihre Daten aufs Spiel, da betrügerische Angreifer diese Daten stehlen und Zugriff auf authentifizierte Nutzer-Sessions bekommen können. Mit anderen Worten: Die Angreifer können auf den besuchten Seiten beliebige Aktionen ausführen, die normalerweise nur dem Nutzer vorbehalten sind.

Unsere umfangreiche Datenbank zeigt auf, in wieweit Android-Nutzer im Allgemeinen von Sicherheitslücken betroffen sind. Die nach Ländern erfassten Daten zeigen statistisch, wo Menschen am häufigsten der Sicherheitslücke ausgesetzt sind. Japan ist demnach am meisten betroffen: 81 Prozent der Lookout-Nutzer in dieser Region nutzen einen unsicheren Browser. Spanien steht mit 73 Prozent an zweiter Stelle. In diesen Regionen werden Software-Updates für Smartphone und Tablets seltener durchgeführt, was zur Folge hat, dass die Geräte angreifbarer sind. In den USA ist das Risiko geringer, da das Durchschnittsalter der Geräte viel niedriger ist. Aus diesem Grund sind weniger Geräte in den USA angreifbar.

Sicherheitsforscher Rafay Baloch hat im September im AOSP-Browser zwei "SOP(same-origin policy)-Bugs" gefunden, die Sicherheitslücken zur Folge haben (Mehr darüber finden Sie unter CVE-2014-6041). Die Sicherheitslücken betreffen Android-Versionen bis einschließlich 4.3. Google hat den AOSP-Browser in Android 4.4 durch den moderneren Chrome-Browser mit mehr Features ersetzt. Nutzer der aktuellen Version brauchen sich also keine Sorgen zu machen.

Die SOP ist ein Meilenstein der Webbrowser-Sicherheit. Sie legt fest, dass Scripts von einer Herkunftsdomain ausschließlich mit Daten von dieser Domain interagieren können. Zur besseren Veranschaulichung stellen Sie sich eine Webseite vor, die Inhalte von mehr als einer Website lädt und einbindet. Nehmen wir zum Beispiel eine Website, die Facebook-Daten auf die Seite lädt, die Sie gerade besuchen. Abhängig davon, welche Webseiten miteinander "vermischt" sind, werden so möglicherweise eine nicht-vertrauenswürdige Site und eine Webseite mit sensible Daten, beispielsweise die von Ihrem E-Mail-Anbieter, miteinander kombiniert. Wenn die SOP richtig funktioniert, bleibt die nicht-vertrauenswürdige Site außen vor und kann nicht auf sensible Daten der Nutzer-Webmail zugreifen. Wenn diese nicht-vertrauenswürdige Site jedoch die SOP umgehen kann, ist sie in der Lage, mit dem DOM der vertrauenswürdigen Site zu interagieren und die E-Mail des Nutzers zu lesen oder gar E-Mails zu versenden.

Die möglichen Folgen liegen auf der Hand.

Es gibt Maßnahmen, die Sie jetzt durchführen können, um Ihre Daten beim Surfen im Internet zu schützen:

>> Wenn Sie auf Ihrem Smartphone oder Tablet Android 4.3 oder eine ältere Version nutzen, führen Sie ein Update durch! Neuere Android-Versionen sind von dem Problem nicht betroffen.

>>Wenn Sie ein Mobiltelefon haben, auf dem kein Betriebssystem-Update auf eine neuere Android-Version verfügbar ist, sollten Sie Ihr Gerät wenn möglich auf eine neuere, gepatchte Version upgraden.

>> Laden Sie den Chrome-Browser oder Firefox herunter. Dies sind zwei modernere Browser, die nicht von der Sicherheitslücke betroffen sind und viele Funktionen haben.

>> Wählen Sie Chrome oder Firefox als Ihren Standardbrowser zum Öffnen von Links. Dann müssen Sie sich keine Gedanken darüber machen, dass Apps den unsicheren Browser verwenden könnten.

So installieren Sie den Chrome- oder Firefox-Browser auf Ihrem Android-Gerät (*):
1. Öffnen Sie Google Play auf Ihrem Smartphone oder Tablet und laden Sie die Chrome- oder Firefox-App herunter
2. Installieren Sie die Chrome- oder Firefox-App, wie Sie auch andere Anwendungen von Google Play installieren würden
3. Öffnen Sie Ihre Geräteeinstellungen
4. Gehen Sie in das Anwendungsmenü bzw. den Anwendungsmanager
5. Wählen Sie den Tabulator "Alle"
6. Wählen Sie den AOSP-Browser (auf den meisten Geräten wird dieser Punkt einfach nur "Internet" genannt)
7. Tippen Sie auf "Standardwerte löschen"
8. Wenn Sie das nächste Mal eine URL anklicken, wird Ihr mobiles Gerät Sie fragen, mit welcher Anwendung die URL geöffnet werden soll. Wählen Sie den neuen Browser, den Sie heruntergeladen haben, und setzen Sie bei "immer ein Häkchen, damit der Browser als Standardbrowser gespeichert wird.

(*) Manche Android-Geräte haben einen anderen, aber ähnlichen Prozess.
(Lookout: ra)

Lookout Mobile Security: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Hintergrund

BlackMatter tritt aus dem DarkSide-Schatten

"Diese neue Ransomware-as-a-Service-Familie BlackMatter steckt noch in den Kinderschuhen, aber unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass diese Ransomware in den Händen eines erfahrenen Angreifers großen Schaden anrichten kann." Mark Loman, Director of Engineering bei Sophos. In einer neuen Analyse geben die Experten der SophosLabs einen Einblick in die Ransomware BlackMatter: demnach bestehen Ähnlichkeiten zur DarkSide Ransomware-as-a-Service (RaaS) und zu anderen Malware-Gruppen wie REvil und LockBit 2.0. Viele Funktionen sind hierbei ähnlich, Details bleiben trotzdem individuell. Wie hängen BlackMatter und die DarkSide RaaS zusammen? Sophos veröffentlicht Details, die auf den Analysen der Sophos Labs zur BlackMatter Schadsoftware beruhen, sowie auf den Erkenntnissen, die das Rapid Response Team aus einem Vorfall zog, in den BlackMatter involviert war. Die Analyse beschreibt unter anderem neue, bislang unentdeckte Funktionen der BlackMatter Ransomware, wie sie die Dateiberechtigungen für jedes verschlüsselte Dokument zurücksetzt, um der Gruppe "Jeder" vollen Zugriff zu gewähren. Darüber hinaus geht es um Details, wie die Schadware über das gesamte Netzwerk verteilt wird sowie Informationen zu den Prozessen, die vor Bereitstellung der Ransomware beendet werden.

Stärker auf Software-Lieferketten ausgerichtet

Cloud-Sicherheitsspezialistin Barracuda hat ihren jährlichen Bericht über die Entwicklung von Ransomware-Attacken veröffentlicht. Die aktuelle Untersuchung ist bereits der dritte Report und informiert über Ransomware-Angriffsmuster, die zwischen August 2020 und Juli 2021 stattfanden. Die Analysten des Unternehmens identifizierten und analysierten 121 Ransomware-Vorfälle in besagtem Zeitraum. Dabei verzeichneten sie einen Anstieg der Angriffe um 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Demnach haben es Cyberkriminelle vor allem auf Kommunen, das Gesundheitswesen sowie Bildungseinrichtungen abgesehen. Im Grunde können Angriffe jedoch jedes Unternehmen und jede Institution treffen, denn die Angriffe nehmen in jede Richtung zu. Folgende Erkenntnisse brachte der Report zutage: Knapp die Hälfte (44 Prozent) der Angriffe in den letzten zwölf Monaten betraf US-amerikanische Unternehmen. In Deutschland waren es drei Prozent, in Österreich und der Schweiz jeweils ein Prozent.

Botnet-Betreiber werden immer agiler

Bereits nach weniger als einer Woche wurde die von IoT Inspectors entdeckte Schwachstelle CVE-2021-35395 von RealTek-Chipsets in ein Son-of-Mirai-Botnet integriert. Dies berichten die Sicherheitsforscher von Radware in einem aktuellen Threat Alert. Die von Radware als Dark.IoT bezeichnete Mirai-Variante wurde bereits Anfang des Jahres von Palo Alto Networks und Juniper Threat Labs gemeldet, wobei Juniper davor warnte, dass eine zwei Tage alte Sicherheitslücke in die Software von Dark.IoT eingeschleust wurde. Durch die Ausnutzung dieser Schwachstelle durch ein Mirai-Botnet sind nun IoT-Geräte von 65 verschiedenen Herstellern, die auf den Chipsets und dem SDK (Software Development Kit) von Realtek basieren. anfällig dafür, in dieses Botnet integriert zu werden. Für die Sicherheitsforscher von Radware bestätigt sich damit ein Trend. In den letzten sechs Monaten haben die Betreiber von Dark.IoT versucht, mehr als ein Dutzend Sicherheitslücken auszunutzen, darunter die kürzlich bekannt gewordenen CVE-2021-20090 und CVE-2021-35395, um ihre Malware zu verbreiten und mehr Geräte zu infizieren. Allerdings ist Dark.IoT laut Radware selbst nicht in der Lage, eigene Exploits zu entwickeln, sondern wartet darauf, dass White Hats einen Proof-of-Concept (PoC) für neu entdeckte Schwachstellen veröffentlichen, die sie dann innerhalb weniger Tage in ihr Botnet einbauen.

Neue Backdoor-Komponente

Die FIN8-Gruppe baut ihr Malware-Arsenal weiter aus: Die Experten der Bitdefender Labs haben im Rahmen einer forensischen Untersuchung eine neue Backdoor-Komponente bei einer gezielten Attacke auf eine US-Finanzorganisation entdeckt und "Sardonic" genannt: Die forensischen Artefakte deuten darauf hin, dass die Urheber unter diesem Namen ein größeres Projekt vorantreiben, dass aus der neuen Backdoor, dem Loader und weiteren Skripten besteht. Die neue Hintertür erschließt den Angreifern zahlreiche Funktionen. Mit ihrer Hilfe können Angreifer neue Malware unmittelbar on the fly einsetzen, ohne Komponenten updaten zu müssen. Erst im März dieses Jahres hatten die Experten der Bitdefender Labs mit BADHATCH eine weitere FIN8-Hintertür entdeckt. Die seit Januar 2016 beobachteten FIN8-Aktivitäten starten vor allem "Living-of-the-Land"-Attacken gegen Finanzdienste und Point-of-Sales (POS) -Systeme. Dabei nutzen sie eingebaute Tools und Schnittstellen wie PowerShell oder WMI. Die Hacker missbrauchen zudem legitime Dienste wie sslip.io, um die Aktivitäten der Malware zu verschleiern.

Gefälschte Corona-Impfnachweise für fast alle Länder

Check Point Software Technologies aktualisierte ihre Nachforschung zu gefälschten Corona-Impfnachweisen. Die Sicherheitsforscher nennen eine Zunahme von Telegram-Gruppen, die solche Angebote bewerben, um 257 Prozent weltweit, wobei die meisten weiterhin aus Europa stammen. Im März waren die Werbungen vor allem für die USA, Großbritannien und Deutschland gedacht. Nun kommen viele Länder in großer Zahl hinzu, darunter die Niederlande, Schweiz, Italien, Griechenland, Pakistan, Indonesien und Frankreich. Check Point schätzt, dass über 2500 Gruppen derzeit aktiv sind. Die Nutzerzahlen in diesen Gruppen nahmen sogar um 566 Prozent zu, wodurch jede Gruppe im Schnitt 100 000 Teilnehmer aufweist. Manche Gruppen weisen sogar über 450 000 Teilnehmer auf. Die Preise für die gefälschten Impfausweise sanken aufgrund des hohen Angebots um die Hälfte. Im März kostete ein Pass rund 171 Euro (200 Dollar), nun ist er für 85 Euro (100 Dollar) zu haben. Hinzu kommen das Angebot, sogar digitalisierte EU-Nachweise kaufen zu können, sowie gefälschte PCR-Test-Ergebnisse. Die Anbieter werben sogar damit, dass ihre Pässe in den digitalen Systemen der USA, Großbritanniens und der EU registriert seien.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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