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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Sicherheitsprobleme und Schwachstellen

Gefährliche Designfehler und Schwachstellen in Legacy-Programmiersprachen für Industrieroboter

Als allgemeine Empfehlung wird zur Implementierung von Änderungsmanagement-Prozessen für Automatisierungscodes geraten, die von der IT-Softwareentwicklungsbranche inspiriert sind



Industrieroboter sind das Rückgrat der modernen Fabrik. Die Technologie, die sich hinter ihnen verbirgt, ist grundlegend für die vierte industrielle Revolution, auch bekannt als Industrie 4.0. Diese Roboter sind effizient, weil sie durch kundenspezifische Programmierung sehr anspruchsvolle Automatisierungsroutinen mit hoher Präzision und dabei wiederholt und zuverlässig ausführen können.

Jedoch sind auch Industrieroboter nicht frei von Konstruktionsfehlern, die Angreifer ausnutzen könnten, um böswillige Funktionalitäten zu verstecken. Dies könnte schwerwiegende Konsequenzen haben. Ein hartnäckiger Angreifer wäre zum Beispiel in der Lage, die Qualität der Produkte stillschweigend zu verändern, eine Fertigungslinie anzuhalten oder eine andere bösartige Aktivität auszuführen.

Als allgemeine Empfehlung wird zur Implementierung von Änderungsmanagement-Prozessen für Automatisierungscodes geraten, die von der IT-Softwareentwicklungsbranche inspiriert sind. Somit wird die Kontrolle über die in einer Fabrik ablaufenden Automatisierungsroutinen gewährleistet. Künftig werden Roboter in der Lage sein, ihren Code selbst zu organisieren, zu aktualisieren und zu ändern, um Produktionstermine einzuhalten.

Lost in Translation

Bei einem Protokoll-Gateway, auch als Protokoll-Übersetzer bekannt, handelt es sich um ein kleines Gerät, das verschiedene industrielle Kommunikationsprotokolle übersetzt. Diese Übersetzung ermöglicht es unterschiedlichen Sensoren, Aktoren, Maschinen und Computern, die in verschiedensten Umgebungen wie beispielsweise Fabriken, Staudämmen, Kraftwerken und Wasseraufbereitungsanlagen zum Einsatz kommen, miteinander zu kommunizieren.

Forscher von Trend Micro untersuchten zahlreiche beliebte Modell näher und entdeckten dabei verschiedene Sicherheitsprobleme und Schwachstellen, unter anderem:

>> Authentifizierungsschwachstellen, die unbefugten Zugriff ermöglichen

>> Schwache Verschlüsselungsimplementierungen, die die Entschlüsselung von Konfigurationsdatenbanken ermöglichen

>> Schwache Implementierung von Authentifizierungsmechanismen, die zur Offenlegung sensibler Informationen führen

>> Ermöglichung von Denial-of-Service-Angriffen

>> Fehler in der Übersetzungsfunktion, die dazu genutzt werden können, heimliche Befehle zu erteilen, um den Betrieb zu stören

Diese Schwachstellen können die Sicherheit, die Prozesse und das Ergebnis einer Anlage erheblich beeinträchtigen.

Den vollständigen Forschungsbericht mit Schutzempfehlungen finden Sie unter folgendem Link: https://www.trendmicro.com/vinfo/de/security/news/internet-of-things/lost-in-translation-when-industrial-protocol-translation-goes-wrong

Das Rennen: Hase und Igel in der IT-Security

Müsste man die Realität in der IT-Security anschaulich beschreiben, könnte der Wettlauf zwischen Hase und Igel als gutes Beispiel dienen. Der Gegner ist in diesem Fall kein Fabelwesen aus Grimms Märchen, sondern Cyberkriminelle und andere Betrüger. Sie zwingen Unternehmen dazu, immer schneller zu werden. Diese Personengruppe misst sich jedoch nicht im fairen Wettkampf, sondern versucht, die Sicherheit der Systeme mit unlauteren Mittel zu verletzen.

Die Wahrscheinlichkeit, trotz guter Gegenmaßnahmen infiziert zu werden, ist dabei hoch. Hier ist es dringend geraten, anders als der Hase in der Fabel, die eigenen Ziele zu überdenken. Niemand bestreitet, dass Schutz wichtig ist. Aber das umfassende Erkennen von erfolgreichen Angriffen sowie die Möglichkeit, koordinierte Gegenmaßnahmen mit oder ohne Beobachtung des Gegners zu treffen, werden immer essenzieller.

Möchten Sie wissen, wie diese Version der Fabel endet? Den vollständigen Kommentar von Richard Werner finden Sie auf unserem Blog unter: https://blog.trendmicro.de/das-rennen-hase-und-igel-in-der-it-security/

Serverlose Architekturen und deren Sicherheit

Immer mehr Unternehmen vertrauen auf Serverless Computing wie bereits eine Studie aus dem Jahr 2019 zeigt. Demnach sind 21 Prozent der Unternehmen bereits auf die serverlose Technologie umgestiegen und weitere 39 Prozent ziehen einen Wechsel in Betracht. Viele Unternehmen sehen in der Technologie eine Entlastung, die es ihnen ermöglicht, bestimmte Verantwortlichkeiten auf Cloud Service Provider (CSPs) zu übertragen.

Dabei bedeutet "serverlos" nicht, dass das Computing-Modell keinen Server einsetzt. Es weist lediglich daraufhin, dass ein Unternehmen nicht mehr direkt an der Wartung und Absicherung von Servern beteiligt sein muss. Auch wenn die Sicherheit der infrastrukturellen Rechenkomponenten durch die Cloud Service Provider abgesichert ist, besteht dennoch die Gefahr von Risiken und Bedrohungen. (Trend Micro: ra)

eingetragen: 06.10.20
Newsletterlauf: 08.01.21

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Meldungen: Hintergrund

Nutzung von offenen VPN-Servern

Check Point Research, die Forschungsabteilung von Check Point Software Technologies, beobachtete unterschiedliche Gruppierungen, die über verschiedene Kanäle den Protestierenden und Regierungskritikern im Iran helfen, virtuelle Begrenzungen und Restriktionen zu umgehen. Zu den wichtigsten Aktivitäten gehören dabei das Durchsickern und der Verkauf von Daten, darunter Telefonnummern und E-Mails von Beamten, sowie Karten von sensiblen Orten.

Infektionskette beginnt mit einer Spear-Phishing-E-Mail

Agent Tesla, ein seit 2014 auf .NET-basierter Keylogger und Fernzugriffstrojaner (RAT), wird aktuell über einen im Dark Web verkauften Builder namens "Quantum Builder" verbreitet. Die Sicherheitsforscher des Zscaler-ThreatlabZ-Teams haben die aktuelle Kampagne untersucht und eine Weiterentwicklung festgestellt.

Automatisierte Prozesse machen NODs so gefährlich

Ransomware, Malware, Phishing: Manche Weblinks führen zu bösartigen Zielen, auf denen Nutzer Opfer zahlreicher Bedrohungen werden können. Um solche Gefahren zu vermeiden ist es essenziell, neu beobachtete Domains (Newly Observed Domains, NODs) zu überprüfen.

Nachahmung von Arbeitskorrespondenz ist ein gängiger Trick

Nach einer Pause kehrt eine schädliche E-Mail-Kampagne zurück, die sich mit der gefährlichen Qbot-Malware gegen Unternehmen richtet. Kaspersky Lab hat eine neue Aktivitätswelle mit mehr als 1.500 betroffenen Nutzern seit dem 28. September 2022 identifiziert.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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