Verschleierungstaktik und Anti-Analyse-Maßnahmen

Spionagesoftware FinFisher verfügt nun über vier Verschleierungsstufen sowie UEFI-Infektion

FinFisher ist durch vier komplexe, speziell generierte Obfuskatoren verschleiert



Die Experten von Kaspersky stellen eine umfassende Untersuchung aller kürzlich eingeführten Updates der Spyware FinFisher für Windows, Mac OS und Linux sowie deren Installer vor. Die Analyse dauerte acht Monate und deckt unter anderem eine vierschichtige Verschleierungstaktik und fortschrittliche Anti-Analyse-Maßnahmen auf. Darüber hinaus verfügt die Spyware nun über ein UEFI-Bootkit, um Opfer zu infizieren. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass FinFisher stark auf die Umgehung von Verteidigungsmaßnahmen ausgerichtet ist, was die Malware zu einer der bisher am schwersten zu identifizierenden Spionagesoftware macht.

FinFisher, auch als FinSpy oder Wingbird bekannt, ist ein Überwachungs-Tool, das Kaspersky seit dem Jahr 2011 verfolgt. Die Spyware kann verschiedene Anmeldeinformationen, Dateilisten und gelöschte Dateien sowie verschiedene Dokumente sammeln, Daten per Livestreaming übertragen und aufzeichnen sowie sich Zugriff auf eine Webcam und ein Mikrofon verschaffen. Seine Windows-Implants wurden bis zum Jahr 2018 mehrfach entdeckt und untersucht, bis FinFisher verschwunden zu sein schien.

Danach entdeckten die Kaspersky-Lösungen verdächtige Installer von legitimen Anwendungen wie TeamViewer, VLC Media Player und WinRAR, die schädlichen Code enthielten, der jedoch nicht mit bekannter Malware in Verbindung gebracht werden konnte. Eines Tages entdeckten sie eine burmesische Website, die die infizierten Installer und Samples von FinFisher für Android enthielt; sie erkannte, dass sie mit derselben Spyware trojanisiert wurden.

Im Gegensatz zur früheren Versionen der Spyware, die den Trojaner direkt in der infizierten Anwendung enthielten, waren die neuen Samples durch zwei Komponenten geschützt - einen nicht-persistenten Pre-Validator und einen Post-Validator. Die erste Komponente führt mehrere Sicherheitsüberprüfungen durch, um sicherzustellen, dass das Gerät, das infiziert werden soll, nicht einem Sicherheitsforscher gehört. Nur wenn diese Überprüfung erfolgreich ist, wird die Post-Validator-Komponente vom Server bereitgestellt; sie stellt sicher, das richtige Opfer infiziert zu haben. Erst dann gibt der Server den Befehl zum Einsatz der vollwertigen Trojaner-Plattform.

FinFisher ist durch vier komplexe, speziell generierte Obfuskatoren verschleiert. Deren Hauptfunktion besteht darin, die Analyse der Spyware zu verlangsamen. Darüber hinaus verwendet der Trojaner sehr spezielle Methoden, um Informationen zu sammeln. So nutzt er beispielsweise den Entwicklermodus in Browsern, um den mit einem HTTPS-Protokoll geschützten Datenverkehr abzufangen.

Die Kaspersky-Forscher entdeckten zudem ein FinFisher-Sample, das den Windows UEFI-Bootloader - eine Komponente, die das Betriebssystem nach dem Start der Firmware in Betrieb setzt - durch einen schädlichen ersetzt. Diese Art der Infektion ermöglicht den Angreifern, ein Bootkit zu installieren, ohne die Sicherheitsüberprüfungen der Firmware umgehen zu müssen. Solche UEFI-Infektionen sind selten und in der Regel schwer ausführbar. Sie zeichnen sich durch ihre intelligente Umgehungstrategie und Beständigkeit aus. In diesem Fall infizierten die Angreifer nicht die UEFI-Firmware selbst, sondern die nächste Boot-Phase; der Angriff fand unentdeckt statt, da das schädliche Modul auf einer separaten Partition installiert wurde und den Boot-Prozess des infizierten Rechners kontrollieren konnte.

"Der Aufwand, der betrieben wurde, um FinFisher für Sicherheitsforscher unzugänglich zu machen, ist besonders besorgniserregend und auf eine seltsame Weise beeindruckend", kommentiert Igor Kuznetsov, leitender Sicherheitsforscher beim Global Research and Analysis Team (GReAT) bei Kaspersky. "Es scheint, als hätten die Entwickler mindestens genauso viel Arbeit in die Verschleierung und in Maßnahmen zur Verhinderung von Analysen gesteckt wie in den Trojaner selbst. Das Ergebnis ist, dass diese Spyware aufgrund ihrer Fähigkeit, sich jeder Erkennung und Analyse zu entziehen, besonders schwer aufzuspüren und zu entdecken ist. Die Tatsache, dass diese Spyware mit hoher Präzision eingesetzt wird und praktisch unmöglich zu analysieren ist, bedeutet auch, dass ihre Opfer besonders anfällig sind und die Forscher vor einer immensen Herausforderung stehen. Denn sie müssen eine überwältigende Menge an Ressourcen investieren, um jedes einzelne Sample zu entwirren. Ich glaube, dass komplexe Bedrohungen wie FinFisher zeigen, wie wichtig es für Sicherheitsforscher ist, zusammenzuarbeiten und Wissen auszutauschen sowie in neue Arten von Sicherheitslösungen zu investieren, die solche Bedrohungen bekämpfen können." (Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 24.10.21
Newsletterlauf: 11.01.22

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Meldungen: Hintergrund

Backdoor-Malware verteilt

Proofpoint deckt einen neuen Akteur (TA 2101, Threat Actor 2101) auf, der E-Mails an deutsche Unternehmen und Organisationen versendet, um Backdoor-Malware zu verteilen. Dabei tarnten sich die Cyberkriminellen als "Bundeszentralamt für Steuern", eine Behörde, die zwar eher unbekannt ist, aber dennoch existiert. Zum Einsatz kommt Cobalt Strike, ein normalerweise kommerziell lizenziertes Software-Tool, das für Penetrationstests verwendet wird. Es ahmt dabei die Funktionsweise des Backdoor-Frameworks von Metasploit, einem ähnlichen Penetrationstest-Werkzeug, nach.

Phishing ist ein langfristiges Problem

Akamai Technologies hat den "State of the Internet"-Sicherheitsbericht 2019 "Phishing - Baiting the hook" veröffentlicht. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Cyberkriminelle unternehmensbasierte Entwicklungs- und Bereitstellungsstrategien wie Phishing-as-a-Service nutzen, um die größten Technologiekonzerne der Welt anzugreifen. Knapp 43 Prozent der beobachteten Domains zielten auf Microsoft, PayPal, DHL und Dropbox ab. Der Bericht legt offen, dass Phishing nicht mehr nur eine E-Mail-basierte Bedrohung ist, sondern auch Social Media und mobile Geräte umfasst. Es handelt sich um ein weitreichendes Problem, das alle Branchen betrifft. Da sich die Angriffsmethoden weiterentwickeln, entstehen neue Techniken, etwa für Attacken auf geschäftliche E?Mails (Business E?Mail Compromise, BEC). Laut dem FBI führten BEC-Angriffe zwischen Oktober 2013 und Mai 2018 zu weltweiten Verlusten von mehr als 12 Milliarden US-Dollar.

Windows-Zero-Day-Exploit zur Rechteausweitung

Kaspersky-Technologien haben eine Zero-Day-Schwachstelle im Windows-Betriebssystem gefunden. Der darauf basierende Exploit ermöglichte es Angreifern, höhere Privilegien auf dem attackierten Gerät zu erlangen und Schutzmechanismen im Google Chrome Browser zu umgehen - wie es in der WizardOpium-Kampagne geschah. Ein Patch wurde bereits veröffentlicht. Die neue Windows-Schwachstelle wurde von Kaspersky-Forschern aufgrund eines anderen Zero-Day-Exploits gefunden. Bereits im vergangenen November hatten die Exploit-Prevention-Technologien, die in den meisten Produkten des Unternehmens integriert sind, einen Zero-Day-Exploit in Google Chrome gefunden. Dieser Exploit ermöglichte es den Angreifern, beliebigen Code auf dem Computer des Opfers ausführen. Im Rahmen weiterer Untersuchungen dieser Kampagne, die die Experten WizardOpium tauften, wurde nun der Exploit im Windows-Betriebssystem gefunden.

Hybride aus Daten-Diebstahl und Ransomware

SophosLabs und Sophos Managed Threat Response haben einen Bericht über eine neue Ransomware veröffentlicht, die eine bisher noch nicht bekannte Angriffsmethode verwendet: Die sogenannte Snatch-Ransomware geht mit variierenden Techniken vor und veranlasst unter anderem einen Neustart übernommener Computer im abgesicherten Modus, um verhaltensorientierte Schutzmaßnahmen, die speziell nach Ransomware-Aktivitäten wie das Verschlüsseln von Dateien Ausschau halten, zu umgehen. Sophos geht davon aus, dass Cyberkriminelle damit eine neue Angriffstechnik etabliert haben, um fortschrittliche Schutzmechanismen auszuhebeln. Neben der neuen Angriffstaktik belegt ein weiterer interessanter Fund, dass sich ein anderer Trend fortzusetzen scheint: Kriminelle filtern immer häufiger Daten heraus, bevor die eigentliche Ransomware-Attacke startet. Die entwendeten Daten könnten zu einem späteren Zeitpunkt für Erpressungen, auch in Zusammenhang mit der DSGVO, verwendet werden. Ähnliches Verhalten konnten die SophosLabs zum Beispiel bei Ransomware-Gruppen wie Bitpaymer feststellen.

Ziel des Angriffs kann sogar geblacklisted werden

Im Laufe des Jahres 2019 haben das Threat Research Center (TRC) und das Emergency Response Team (ERT) von Radware eine zunehmende Anzahl von TCP-Reflection-Angriffen überwacht und verteidigt. Bei solchen Angriffen werden nicht nur die eigentlichen Ziele in Mitleidenschaft gezogen, sondern auch nichts ahnende Netzwerkbetreiber, deren Ressourcen benutzt werden, um die Attacke zu verstärken. Im Extremfall wird das Ziel des Angriffs als vermeintlicher Urheber der Attacke sogar von den einschlägigen Service-Anbietern auf deren Blacklists gesetzt. TCP-Reflection-Angriffe wie die SYN-ACK Reflection waren bis vor kurzem bei Angreifern weniger beliebt. Der Mangel an Popularität war hauptsächlich auf die falsche Annahme zurückzuführen, dass TCP-Reflection-Angriffe im Vergleich zu UDP-basierten Reflexionen nicht genügend Verstärkung erzeugen können. Im Allgemeinen haben TCP-Angriffe eine geringe Bandbreite und die Wahrscheinlichkeit ist geringer, dass eine Internetverbindung gesättigt wird. Stattdessen werden TCP-Angriffe genutzt, um durch hohe Paketraten (Packets Per Second - PPS) viele Ressourcen von Netzwerkgeräten zu binden und so Ausfälle zu provozieren.

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Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

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Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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