Exploits zur Erhöhung von Berechtigungen

Zero-Day in Microsoft Windows bei Nokoyawa-Ransomware-Angriffen ausgenutzt

Bei der von Microsoft als CVE-2023-28252 bezeichneten Schwachstelle handelt es sich um einen CLFS-Exploit zur Erhöhung von Berechtigungen



Im Februar 2023 entdeckten Kaspersky-Experten einen Angriff, der eine Zero-Day-Schwachstelle im Microsoft Common Log File System (CLFS) ausnutzte. Eine cyberkriminelle Gruppe nutzte einen Exploit, der für verschiedene Versionen und Builds von Windows-Betriebssystemen, einschließlich Windows 11, entwickelt wurde, und versuchte mit damit die Nokoyawa-Ransomware bereitzustellen. Microsoft listet die Schwachstelle als CVE-2023-28252 und hat diese im Rahmen des Patch Tuesday gepatcht. Der Bedrohungsakteur versuchte zudem bei Angriffen auf diverse kleine und mittelständische Unternehmen im Nahen Osten, in Nordamerika und zuvor in asiatischen Regionen, ähnliche Exploits zur Erhöhung von Berechtigungen auszunutzen.

Während die meisten der von Kaspersky entdeckten Schwachstellen von APTs verwendet werden, wurde die jetzt entdeckte Schwachstelle von einer Gruppe, die Ransomware-Angriffe durchführt, für cyberkriminelle Aktivitäten eingesetzt. Die Cyberkriminellen zeichnen sich durch die Verwendung ähnlicher, aber einzigartiger Common-Log-File-System (CLFS)-Exploits aus. Kaspersky hat bereits fünf verschiedene Exploits dieser Art gesehen. Sie wurden unter anderem bei Angriffen auf Einzel- und Großhandel, Energie, Fertigung, Gesundheitswesen und Softwareentwicklung eingesetzt.

Bei der von Microsoft als CVE-2023-28252 bezeichneten Schwachstelle handelt es sich um einen CLFS-Exploit zur Erhöhung von Berechtigungen, die durch die Manipulation des von diesem Subsystem verwendeten Dateiformats ausgelöst wird. Kaspersky-Experten entdeckten die Schwachstelle im Februar, als sie eine Reihe von Angriffen analysierten, bei denen ähnliche Exploits zur Erhöhung von Berechtigungen auf Microsoft-Windows-Servern ausgeführt wurden. Die betroffenen Server gehören verschiedenen kleinen und mittleren Unternehmen im Nahen Osten und in Nordamerika.

Kaspersky entdeckte CVE-2023-28252 erstmals bei einem Angriff, bei dem Cyberkriminelle versuchten, eine neuere Version der Nokoyawa-Ransomware einzusetzen. Bei den älteren Varianten dieser Ransomware handelte es sich bisher um "umbenannte" Varianten der JSWorm-Ransomware. Die nun entdeckte Nokoyawa-Variante in den oben erwähnten Angriffen unterscheidet sich jedoch in der Codebasis deutlich von JSWorm.

Der bei dem Angriff verwendete Exploit wurde entwickelt, um verschiedene Versionen und Builds von Windows-Betriebssystemen, einschließlich Windows 11, auszunutzen. Angreifer nutzten die Schwachstelle CVE-2023-28252, um Berechtigungen zu erhöhen und Anmeldeinformationen aus der Security-Account-Manager (SAM)-Datenbank zu stehlen.

"Cyberkriminelle Gruppen agieren immer ausgefeilter, indem sie bei ihren Angriffen Zero-Day-Exploits einsetzen", erklärt Boris Larin, Lead Security Researcher im Global Research and Analysis Team (GReAT) bei Kaspersky. "Früher waren Exploits in erster Linie ein Werkzeug von Advanced Persistent Threat Actors (APTs), aber nun haben auch "gewöhnliche" Cyberkriminelle die Ressourcen, um Zero-Days zu erwerben und sie routinemäßig für Angriffe einzusetzen. Es gibt Exploit-Entwickler, die bereit sind, ihnen dabei zu helfen und Exploits zu entwickeln. Unternehmen müssen den neuesten Patch von Microsoft so schnell wie möglich einspielen und zusätzliche Schutzmethoden wie EDR-Lösungen verwenden."

Kaspersky-Produkte erkennen und schützen vor der Ausnutzung der oben genannten Schwachstelle und verwandter Malware. (Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 07.05.23
Newsletterlauf: 07.08.23

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Meldungen: Sicherheitslecks

Ziel sind kritische Infrastrukturen

Microsoft gab eine Zero-Day-Sicherheitslücke in Outlook bekannt (CVE-2023-23397). Mandiant glaubt, dass die Zero-Day-Lücke bereits seit fast einem Jahr für Angriffe auf Organisationen und kritische Infrastrukturen genutzt wird. Diese Ziele könnten die Sammlung strategischer Informationen sowie störende und zerstörerische Angriffe innerhalb und außerhalb der Ukraine erleichtern.

Angriffe auf CVE-2023-23397 werden zunehmen

Das Security Lab, das hauseigene Sicherheitslabor von Hornetsecurity, hat eine gravierende Sicherheitslücke in Microsoft Outlook entdeckt, die derzeit von Cyberkriminellen ausgenutzt wird. Die Schwachstelle hat die Bezeichnung CVE-2023-23397 und ist nach dem Common Vulnerability Scoring System (CVSS) mit einem Wert von 9.8 klassifiziert. Sie ermöglicht es einem nicht autorisierten Angreifer, Systeme mit einer speziell gestalteten E-Mail zu kompromittieren. Durch diese bösartige E-Mail erhält er unbefugten Zugriff auf die Anmeldedaten des Empfängers.

Altlasten rächen sich bitter

Eine kritische Sicherheitslücke in der Virtualisierungsplattform von VMware wird derzeit aktiv ausgenutzt, um Serversysteme in aller Welt anzugreifen. Ein Patch für die zwei Jahre alte Lücke ist verfügbar und sollte umgehend installiert werden. Das französische CERT (CERT-FR) meldete eine Angriffswelle gegen Systeme, auf denen VMware ESXi in den Versionen 6.5.x, 6.7.x sowie 7.x läuft (Details auf der Webseite von VMware).

Welche Auswirkungen hat eine Zertifikatsfälschung?

Akamai Security Research hat eine kritische Schwachstelle in der Windows CryptoAPI untersucht, die von der National Security Agency (NSA) und dem National Cyber Security Center (NCSC) gegenüber Microsoft offengelegt wurde. Neu an dem Ansatz ist, dass Akamai als erster den Fehler mit realen Werkzeugen angegangen ist, um zu zeigen, wie er böswillig genutzt werden kann.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

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