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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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Log4j: Schwachstelle besonders gefährlich

Besonders kritische Schwachstelle in der Apache-Log4j-Bibliothek

Das Apache Logging Project (Apache Log4j) ist eine Open-Source-Logging-Bibliothek, die für Millionen von Java-Anwendungen verwendet wird



Eine neue, besonders kritische Schwachstelle in der Apache-Log4j-Bibliothek wurde entdeckt. Bei Log4Shell – auch bekannt als LogJam und unter der Kennzeichnung CVE-2021-44228 – handelt es sich um eine sogenannte Remote-Code-Execution (RCE)-Class-Schwachstelle. Bei dieser können Angreifer beliebigen Code ausführen und möglicherweise die volle Kontrolle über ein System erlangen, wenn diese auf einem anfälligen Server ausgenutzt wird. Die CVE wurde mit 10 von 10 in Bezug auf den Schweregrad bewertet.

Das Apache Logging Project (Apache Log4j) ist eine Open-Source-Logging-Bibliothek, die für Millionen von Java-Anwendungen verwendet wird. Jedes Produkt, das eine anfällige Version dieser Bibliothek (Version 2.0-beta9 bis 2.14.1) verwendet, ist gefährdet für diese neue Schwachstelle.

Log4j enthält einen Lookup-Mechanismus zum Suchen von Anfragen mit einer speziellen Syntax. Durch Erstellen eines benutzerdefinierten Präfixes für diesen String können Angreifer Informationen an einen unter ihrer Kontrolle stehenden Server übertragen, dies führt zur Ausführung willkürlicher Codes oder zum Verlust vertraulicher Informationen.

Evgeny Lopatin, Sicherheitsexperte bei Kaspersky, kommentiert die Lage wie folgt:

"Diese Schwachstelle ist nicht nur besonders gefährlich, weil Angreifer die vollständige Kontrolle über das System erlangen können, sondern weil sie sich auch besonders einfach ausnutzen lässt – sogar ein unerfahrener Hacker kann davon profitieren. Wir sehen bereits, dass Cyberkriminelle aktiv nach Software suchen, die sie mit dieser Schwachstelle ausnutzen können. Die gute Nachricht ist jedoch, dass eine starke Sicherheitslösung zum Schutz der Nutzer beitragen kann."

Kaspersky-Produkte erkennen und blockieren Angriffe über diese Schwachstelle unter folgender Kennung:

UMIDS:Intrusion.Generic.CVE-2021-44228.

PDM:Exploit.Win32.Generic

Kaspersky-Empfehlung zum Schutz vor einer Ausnutzung der neuen Schwachstelle

Umgehend die neueste Version der Bibliothek 2.15.0 installieren. Wird die Bibliothek in einem Drittprodukt verwendet, sollte geprüft werden, wann der Software-Anbieter ein Update zur Verfügung stellt; auch dieses sollte umgehend installiert werden.

Die Apache Log4j-Projektrichtlinien unter https://logging.apache.org/log4j/2.x/security.html befolgen.

Unternehmen sollten eine Sicherheitslösung verwenden, die Exploit-Präventions-, Vulnerability- und Patch-Management-Komponenten bietet.

Weitere Informationen:

https://cve.mitre.org/cgi-bin/cvename.cgi?name=CVE-2021-44228

https://encyclopedia.kaspersky.com/glossary/remote-code-execution-rce/

https://logging.apache.org/log4j/2.x/download.html

https://www.kaspersky.com/enterprise-security/wiki-section/products/exploit-prevention

(Kaspersky Lab: ra)

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eingetragen: 15.12.21
Newsletterlauf: 18.02.22

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Meldungen: Sicherheitslecks

Mobile Schwachstellen und Malware

Kürzlich warnte Apple alle Nutzerinnen und Nutzer vor einer Sicherheitslücke auf iPads, iPhones und Macs, bei der Hacker die Kontrolle über die Geräte übernehmen können. Wir raten allen, die ein betroffenes Apple-Gerät besitzen, so schnell wie möglich auf die neueste Software zu aktualisieren. Cyberkriminelle werden nach jedem Gerät Ausschau halten, das nicht aktualisiert wurde, um auf persönliche Daten zuzugreifen, Malware einzuschleusen oder Zugang zu Unternehmensnetzwerken zu erhalten. Die Bedrohungslandschaft entwickelt sich rasant weiter, und mobile Schwachstellen und Malware stellen eine erhebliche und oft übersehene Gefahr für die Sicherheit von Privatpersonen und Unternehmen dar.

Neueste Version von Adobe Acrobat und Reader

Im Juli 2022 veröffentlichte Adobe ein Sicherheitsupdate für Sicherheitslücken in Adobe Acrobat und Reader. Dieses Update dient zur Behebung einer Sicherheitslücke, die als CVE-2022-34233 benannt wurde, nachdem sie vom Zscaler ThreatLabz entdeckt worden war. Es handelt sich dabei um eine Use After Free (UAF)-Schwachstelle in Adobe Acrobat und Reader, von der bestimmte Versionen für Mac und Windows betroffen sind.

Potenziell gefährliche Funktion in Microsoft 365

IT-Sicherheitsexperten von Proofpoint haben eine potenziell gefährliche Funktion in Microsoft 365 identifiziert, die es Ransomware ermöglicht, auf SharePoint Online und OneDrive gespeicherte Dateien so zu verschlüsseln, dass sie ohne spezielle Backups oder eine Entschlüsselung durch den Erpresser nicht wiederherstellbar sind.

Viele kritische SSRF-Schwachstellen

Salt Security veröffentlicht den neuen API-Schwachstellen-Bericht von Salt Labs, in der ein Server-Side Request Forgery (SSRF)-Fehler in der digitalen Plattform eines US-amerikanischen FinTech-Unternehmens entdeckt wurde. Die FinTech-Plattform bietet Hunderten von Banken und Millionen von Kunden eine breite Palette digitaler Bankdienstleistungen an.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

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