Viele kritische SSRF-Schwachstellen

Salt Security deckt kritische API-Sicherheitslücke einer FinTech-Plattform auf, die Hunderte von Banken bedient

Salt Labs identifiziert die Sicherheitslücke Server-Side Request Forgery (SSRF) in einer digitalen Banking-Plattform, die für unbefugte Geldtransfers und die Offenlegung von persönlichen Daten und Finanztransaktionsdaten der Nutzer hätte verwendet werden können



Salt Security veröffentlicht den neuen API-Schwachstellen-Bericht von Salt Labs, in der ein Server-Side Request Forgery (SSRF)-Fehler in der digitalen Plattform eines US-amerikanischen FinTech-Unternehmens entdeckt wurde. Die FinTech-Plattform bietet Hunderten von Banken und Millionen von Kunden eine breite Palette digitaler Bankdienstleistungen an. Die API-Sicherheitslücke ermöglicht die administrative Übernahme von Konten (Account Takeover, ATO). Böswillige Akteure hätten die Schwachstelle nutzen können, um Angriffe zu starten, und

>> administrativen Zugriff auf das Bankensystem zu erlangen

>> Zugriff auf die Bankdaten und Finanztransaktionen der Benutzer zu erhalten,

>> persönliche Daten der Nutzer auszuspähen und

>> unerlaubte Überweisungen auf die Bankkonten der Angreifer vornehmen zu können.

Die SSRF-Schwachstelle war bereits aktiv in zahlreiche Systeme des FinTech-Unternehmens integriert und hatte das Potenzial, alle Benutzerkonten und Transaktionsdaten der Kundenbanken zu gefährden. Nach der Entdeckung der Schwachstelle befolgte Salt Labs koordinierte Offenlegungspraktiken. Sämtliche Probleme wurden inzwischen behoben. Der Missbrauch auf dieser Plattform hätte es Angreifern ermöglichen können, die Bankkonten und Gelder von Millionen von Nutzern zu kontrollieren – was zu erheblichen finanziellen Verlusten, Diebstahl, Betrug und Rufschädigung geführt hätte.

"Es gibt weit mehr kritische SSRF-Schwachstellen als vielen FinTech-Anbietern und Bankinstituten bewusst ist. Hätten böswillige Akteure diese Schwachstelle entdeckt, hätten sie allen Beteiligten schweren finanziellen Schaden zufügen können", sagte Yaniv Balmas, VP of Research, Salt Security. "API-Angriffe werden immer häufiger und komplexer. Unsere Forscher in den Salt Labs entdecken jeden Tag kritische Schwachstellen, die Unternehmen gefährden können. Mit der Untersuchung dieser möglichen Bedrohungen wollen wir Sicherheitsexperten kontinuierlich über potenzielle Schwachstellen in ihren Systemen aufklären."

Laut dem Salt Security State of API Security Report, Q1 2022 gab es bei 95 Prozent der Unternehmen in den letzten zwölf Monaten einen API-Sicherheitsvorfall. Weitere Untersuchungen ergaben, dass der kompromittierende API-Verkehr im selben Zeitraum erheblich zugenommen hat (681 Prozent). Die API-Systeme von FinTech- und Finanzdienstleistern sind riesig. Kunden, Banken und Kreditgenossenschaften verlassen sich auf APIs, um Interaktionen über ein kompliziertes Netzwerk von Websites, mobilen Anwendungen, benutzerdefinierten Integrationen, Webhooks und mehr zu steuern. In diesem Fall konnten die Forscher von Salt Labs eine Reihe solcher externer Interaktionen, die Eingabewerte, wie z. B. URL-Werte erfordern, leicht manipulieren - was letztlich zur Entdeckung von SSRF führte. Software- und API-Entwickler sollten besonders auf benutzergesteuerte Eingabewerte achten und die Validieren sowie die Verhaltenserkennung hinzufügen, um Daten vor SSRF-Angriffen zu schützen.

"Moderne Bankanwendungen sind ständigen Angriffen ausgesetzt, doch APIs bleiben aus Security-Sicht ein zu wenig beachteter Teil der veränderten Angriffsfläche. Die Abwehr von API-Angriffen erfordert bessere Sicherheitstools, die die subtilen Sondierungsaktivitäten böswilliger Akteure auf der Suche nach Schwachstellen in der Business-Logik erkennen können", sagt Roey Eliyahu, CEO und Mitbegründer von Salt Security. "Unserer Erfahrung nach sind die meisten Unternehmen schlecht auf die Abwehr von API-Angriffen vorbereitet, da herkömmliche Sicherheits-Tools wie Web Application Firewalls (WAFs) und API-Gateways API-Manipulationen nicht erkennen können. Die Folgen können schwerwiegend sein und sowohl monetäre als auch Reputationsschädigung nach sich ziehen."

Die Salt Security API Protection Platform adressiert die Arten von Schwachstellen, die aus mangelhaften API-Implementierungen und den in der OWASP API Top 10-Liste aufgeführten Angriffen resultieren, einschließlich Sicherheitsfehlkonfiguration und SSRF. Als erste und einzige API-Sicherheitslösung analysiert die Salt Security-Platform mit Hilfe von Cloud-basierter Big Data Technologie, künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen (ML) die Aktivitäten von Millionen von Nutzern und API-Aufrufen, um die Aktivitäten böswilliger Akteure zu erkennen und sie zu blockieren, bevor sie ihr Ziel erreichen können. Durch ihre einzigartige API Context Engine (ACE)-Architektur schützt die API Protection Platform APIs über die gesamte Erstellungs-, Bereitstellungs- und Laufzeitphase hinweg. Kontinuierlich werden alle APIs erkannt, sensible Daten identifiziert, die sie preisgeben sowie API-Angreifer zuverlässig gestoppt. Außerdem liefert die Salt Security-Platform während der gesamten Laufzeit Erkenntnisse zum Beheben von Schwachstellen, die Entwickler nutzen können, um APIs sicherer zu machen. (Salt Security: ra)

eingetragen: 27.04.22
Newsletterlauf: 13.06.22

Salt Security: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Sicherheitslecks

Die Fixes des Patch Tuesday im April 2022

Microsoft hat im April-Update 145 Sicherheitslücken behoben, darunter 17 Sicherheitslücken in Microsoft Edge, von denen zehn als kritisch eingestuft werden, da sie Remote Code Execution (RCE) ermöglichen. Der aktuelle Patch Tuesday enthält zudem Korrekturen für zwei Zero-Day-Schwachstellen, von denen eine bekanntermaßen aktiv ausgenutzt wird (CVE-2022-24521) und die andere öffentlich zugänglich ist (CVE-2022-26904). Microsoft hat weitere Probleme in seiner Software behoben, darunter Denial of Service, Elevation of Privilege, Information Disclosure und Spoofing- Schwachstellen.

Verpackt als traditionelle WAR

Die neue Sicherheitslücke Spring4Shell, die das weit verbreitete Spring-Java-Framework betrifft, lässt befürchten, dass Unternehmen mit einer ähnlichen Schwachstelle wie Log4Shell zu kämpfen haben könnten. Spring, ein Unternehmen von VMware, wurde als das weltweit beliebteste Java-Framework bezeichnet.

Schwachstellenmanagement: Zunehmende Priorität

Hackerone hat ihrenneuesten Hacker-Powered Security Report veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass Hacker in diesem Jahr mehr als 66.000 verifizierte Schwachstellen gemeldet haben – über 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei ist die Zahl der gemeldeten Schwachstellen durch Hacker-Pentests um 264 Prozent gestiegen. Die durch die Pandemie beschleunigte, digitale Transformation sowie die Cloud-Migration sorgen weiterhin für Schwachstellen. Nicht zuletzt, da sich hierdurch die Angriffsflächen vergrößern und Dienste vermehrt ausgelagert werden. Der jährlich erscheinende "Hacker-Powered Security Report: Industry Insights" bietet einen Einblick in die weltweit größte Datenbank für Schwachstellen und Bug-Bounty-Programme. Wie aus dem diesjährigen Bericht hervorgeht, sind die in den vergangenen zwölf Monaten gezahlten Prämien (Bug Bounties) für schwerwiegende und kritische Schwachstellen gestiegen, da Unternehmen diesen schwerwiegenden Fehlern Priorität einräumen.

Log4j: Log4Shell für Verteidiger eine besondere Herausforderung

Sophos verzeichnet eine rasche Zunahme von Angriffen, die die Sicherheitslücke ausnutzen oder versuchen, diese auszunutzen. Bisher wurden Hunderttausende von Versuchen erkannt. Cryptomining-Botnetze gehören momentan zu den häufigsten Angriffsformen. Dabei konzentrieren sich die Botnetze auf Linux-Serverplattformen, die der Schwachstelle besonders ausgesetzt sind.

Log4j: Schwachstelle besonders gefährlich

Eine neue, besonders kritische Schwachstelle in der Apache-Log4j-Bibliothek wurde entdeckt. Bei Log4Shell – auch bekannt als LogJam und unter der Kennzeichnung CVE-2021-44228 – handelt es sich um eine sogenannte Remote-Code-Execution (RCE)-Class-Schwachstelle. Bei dieser können Angreifer beliebigen Code ausführen und möglicherweise die volle Kontrolle über ein System erlangen, wenn diese auf einem anfälligen Server ausgenutzt wird. Die CVE wurde mit 10 von 10 in Bezug auf den Schweregrad bewertet.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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