Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

Sophos: Top Ten der Viren und Hoaxes im Juni 2004

Mehr als sieben Prozent des E-Mail-Aufkommens im Juni virenverseucht

(12.07.04) - Sophos hat eine Top Ten-Liste der Viren und Hoaxes zusammengestellt, die Unternehmen rund um den Globus im Juni am meisten Probleme bereitet haben. Die Statistik zeigt, dass der ungarische Zafi-Wurm für fast ein Drittel aller Virenmeldungen verantwortlich ist, die im globalen Überwachungsnetzwerk von Sophos eingegangen sind. Damit hat der hinterlistige Wurm seine Kokurrenten Netsky und Sasser von der Spitzenposition verdrängt.

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Neben dem dominanten Zafi-Wurm belegten im Juni 2004 folgende Schadprogramme die ersten zehn Plätze:

1.   W32/Zafi-B                    30,4 % Neueinstieg

2.   W32/Netsky-P                 9,9 %

3.   W32/Sasser                      6,8 %

4.   W32/Netsky-D                3,1 %

5.   W32/Netsky-Z                 2,1 %

6.   W32/Netsky-B                 1,6 %

7.   W32/Bagle-AA               1,2 %

8.   W32/Netsky-Q                0,8 %

9.   W32/Sober-G                   0,7 %

10. W32/Netsky-C                 0,5 %

Andere:                                 42,9 %

"Der Zafi-B-Wurm ruft vordergründig zu Änderungen in der ungarischen Gesetzgebung auf, wie beispielsweise zur Einführung der Todesstrafe, um Kriminalität zu bekämpfen. Er setzt geschickt gesellschaftliche Probleme ein, um unschuldige Empfänger dazu zu bewegen, den Anhang zu öffnen und den Virus zu aktivieren", erklärte Gernot Hacker, Director of Technology bei Sophos. "Zafi-B, der sich über Peer-to-Peer File-Sharing-Systeme verbreitet, nutzt viele verschiedene Sprachen, um erfolgreich zu sein. Er ist am 11. Juni erstmals aufgetaucht und hat sich seither in Windeseile verbreitet."

Sophos hat im Juni 677 neue Viren entdeckt und entsprechende Gegenmaßnahmen entwickelt. Derzeit bietet Sophos Anti-Virus Schutz vor insgesamt 91.488 Viren. Sophos-Zahlen zufolge waren mehr als sieben Prozent aller im Juni verschickten E-Mails mit einem Virus infiziert.

"Sasser ist vom Thron des am weitesten verbreiteten Virus gestürzt worden. Vielleicht ist seine starke Medienpräsenz der Grund dafür, dass Computernutzer achtsamer sind und mit Patches ihre Sicherheitslücken schließen", meinte Gernot Hacker weiter. "Es wurde sogar ein Interview mit dem Autor des Sasser- und Netsky-Wurms veröffentlicht, was die Bekanntheit noch erhöht haben dürfte."

Im Juni 2004 ergab sich außerdem folgende Rangliste der am häufigsten aufgetretenen Hoaxes:

1.    Meninas da Playboy                   13,3 %

2.    Hotmail hoax                                 11,0 %

3.    Spunkball                                      10,1 %

4.    Bonsai kitten                                  6,3 %

5.    Budweiser frogs screensaver      4,9 %

6.    A virtual card for you                   4,6 %

       Bill Gates fortune                           4,6 %

8.    WTC Survivor                                4,4 %

9.    JDBGMGR                                      3,5 %

10.  Jamie Bulger                                   2,2 %

Andere:                                                35,1 %

"Der Hotmail-Hoax hat in diesem Monat zwar den ersten Platz geräumt, doch es treten immer und immer wieder die gleichen Hoaxes auf", fuhr Gernot Hacker fort. "Es ist erstaunlich, dass Computer-nutzer nicht aufhören, Hoaxes weiter zu verschicken. Dabei wäre es so einfach, sie zu stoppen, indem man sie schlichtweg ignoriert."

Sophos stellt für die Verwendung auf Intranet- und Internet-Seiten einen kostenlosen Info-Dienst zur Verfügung. So können Nutzer immer die aktuellsten Informationen über Viren und Hoaxes abrufen: http://www.sophos.de/virusinfo/infofeed/ .(ma)

Sophos

Ansprechpartner: Christoph Hardy

Tel. (06136) 9119-3, Fax (06136) 9119-40

E-Mail: info@sophos.de

Web: www.sophos.de

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