Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

Beim Spam-Ranking der Länder liegt als Verursacher Deutschland auf Platz 9

Der Top-Schurkenstaat ist immer noch die USA

(16.04.05) - Sophos hat eine Liste mit den Ländern veröffentlicht, aus denen die meisten Spam-Mails stammen. Die Forscher der SophosLabs analysierten dafür alle E-Mails, die in ihren weltweit eingerichteten fiktiven E-Mail-Konten (Honey-Pots) zwischen Januar und März 2005 eingegangen sind, und identifizierten die zwölf aktivsten Länder beim Spam-Versand. Wieder einmal führen dabei die USA mit knapp 36 Prozent Anteil am weltweiten Spam-Aufkommen an.

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Die Liste der größten Spam-Versender lautet wie folgt:

1. USA                                     35,70%

2. Südkorea                              24,98%

3. China (inkl. Hong Kong)           9,71%

4. Frankreich                              3,19%

5. Spanien                                  2,74%

6. Kanada                                  2,68%

7. Japan                                     2,10%

8. Brasilien                                 1,95%

9. Großbritannien                        1,57%

10. Deutschland                          1,23%

11. Australien                             1,22%

12. Polen                                   1,20%

Andere                                     11,73%

Jörg Lott, Senior Technical Consultant bei Sophos, kommentierte: "Obwohl aus den USA noch immer gut ein Drittel jeglichen Spams stammt, ist die Anzahl der Spam-Mails aus den USA merklich gesunken; im Vergleich zu den übrigen Ländern seit Januar um zwölf Prozentpunkte. Wahrscheinlich leitet sich dieser Trend daraus ab, dass viele ISPs mittlerweile verhindern, dass Spammer ihre Infrastruktur wissentlich nutzen. Ob der CAN-SPAM Erlass der USA dabei ebenfalls eine positive Wirkung gezeigt hat, kann nur spekuliert werden. Im Moment sehen wir noch keinen direkten Beleg dafür."

Im vergangenen Monat wurden schätzungsweise rund die Hälfte aller Spam-Mails von Zombie-Computern versendet, also von PCs, die von Hackern oder Virenschreibern ferngesteuert werden. So muss man unter anderem berücksichtigen, dass die meisten Spam-Mails aus Korea von solchen unschuldigen Rechnern stammen, die von Hackern aus anderen Ländern wie China, Russland oder den USA übernommen wurden. Warum Russland allerdings unter den Top 12 der Spam-Versender überhaupt nicht auftaucht, verschweigt der Sophos-Bericht.

Im selben Bericht wird hochgerechnet, dass in Deutschland jährlich insgesamt Kosten in Höhe von rund 4,5 Milliarden Dollar durch Spam entstehen, pro Mailbox entspricht dies Kosten in Höhe von rund 240 Dollar. Zum Vergleich: Für Großbritannien schätzt Ferris Research die Gesamtkosten auf 2,48 Milliarden Dollar, während es in Japan rund 5,2 Milliarden Dollar sind.

Um hohe Kosten für die Spam-Bewältigung zu vermeiden und Spam den Riegel vorzuschieben, sollten Unternehmen auf eine umfassende Sicherheitslösung am Gateway setzen, die sowohl vor Spam wie vor Viren schützt. (Sophos: ma)

 
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