Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

Spionage-Software: CoolWebSearch wird meistens nicht erkannt

Analyse und Bewertung der Bedrohungen durch Spyware und Adware

(10.05.05) - Webroot Software, Anbieter von Anti-Spyware-Tools und weiteren Sicherheitstechno-logien für Endverbraucher und Unternehmen, hat ihren ersten umfassenden Spyware-Bericht veröffentlicht. Der "State of Spyware Report“ bietet eine detaillierte Analyse und Bewertung der aktuellen Bedrohungen durch Spionage-Programme, Adware und andere unerwünschte Programme.

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Ausführlich dokumentiert werden empirische Daten zu Infektionsraten im Privatkunden- und Industrie-Sektor sowie der Größe des Spyware-Marktes. Anhand aktueller Betrugsfälle werden die Auswirkungen dieser Programme ebenso dargestellt wie Gesetzesinitiativen zum Schutz vor Spyware-Attacken. Eine Auflistung der momentan häufigsten Spionageprogramme und ihres jeweiligen Gefährdungspotentials sowie eine Benennung von Websites, die Spyware beherbergen, runden den ausführlichen Bericht ab. So zählt etwa der besonders hinterlistige Spion CoolWebSearch, von dem mittlerweile über 100 Varianten im Umlauf sind, zu den Top Ten der Spyware. Allerdings wird dieser Eindringling nach Aussage von Webroot von den meisten Anti-Spyware-Programmen schlichtweg nicht erkannt.

Anhand des präzisen Zahlenmaterials wird die signifikante Zunahme von Adware (Online-Anzeigen, Popups etc.) und System-Monitoren im vergangenen Jahr deutlich, die sich im ersten Quartal 2005 ungebrochen fortgesetzt hat. Erstmalig wird der Umfang der Spyware-Industrie, die mittlerweile zu einem wesentlichen Wirtschaftszweig angewachsen ist, beziffert. Mit geschätzten 2 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr erreicht Spyware einen nahezu 25-prozentigen Anteil am gesamten Online-Werbemarkt.

Der Report legt offen, dass eine enorm große Zahl von Computern mit Spionageprogrammen verseucht ist. Fundament der Analyse sind die durch Webroots Spy Audit sowie "Phileas", die automatisierte Spyware-Suchmaschine, gewonnenen Erkenntnisse. Während das Phileas-System unentwegt das weltweite Netz nach infizierten Websites und Spyware-Spuren durchkämmt, können Privatkunden wie Unternehmen mittels des Spy-Audit-Tools ihre eigenen Rechner überprüfen lassen und so das individuelle Gefährdungspotential bestimmen. So förderten die im ersten Quartal dieses Jahres durchgeführten Scans auf 88 Prozent der untersuchten PCs mindestens ein unerwünschtes Programm - Trojaner, System-Monitore, Cookies und Adware - zutage. (Webroot: ma)

 

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