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Rubrik: Virenwarnung/Statistiken Aktuelle Entwicklungen im Bereich Malware: Zeit der Phisher und Trojaner Zombie Botnets pushen Phishing - Eine von 32,2 E-Mails enthält weltweit einen Virus (06.07.05) - Anhand von über 100 Millionen E-Mails, die MessageLabs bis Ende Mai 2005 gescannt hat, kommt das Unternehmen zu folgendem Schluss: Nach einem leichten Rückgang in den letzten drei Monaten stiegen die Phishing-Attacken im Mai 2005 plötzlich wieder rasant an. Eine von 32,2 Mails enthielt einen Virus oder Trojaner (3,12 Prozent aller E-Mails). Das bedeutet einen rasanten Anstieg um 33 Prozent im Vergleich mit April. Das weltweite Spam-Aufkommen ist mit einem Anteil an 68,7 Prozent über die vergangenen drei Monate relativ konstant geblieben.
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Im Januar 2005 erreichten Phishing-Attacken einen markanten Höhepunkt, schwächten aber über die Folgemonate wieder ab. Der Mai brachte nun ein Wiederaufleben dieser Bedrohung von bisher unerreichtem Ausmaß mit sich. Die Experten von MessageLabs führen dies auf die ebenfalls markante Zunahme von Zombie-Botnets zurück, die für den Versand gewaltiger Mengen an Malware kreiert und benutzt werden, um den finanziellen Profit für die Cyber-Kriminellen zu erhöhen. Anstieg von Viren- und
Trojaner-Attacken Am 31. Mai fing MessageLabs in den ersten Stunden nach Ausbruch eines neuen "Bagle" Down-loader-Trojaners bereits 70.000 Kopien davon ab. Diese Schädlinge mit hohem Schadens- und Verbreitungspotenzial vermehren sich per E-Mail und laden weitere Trojaner-Komponenten nach. Innerhalb der ersten 24 Stunden erhöhte sich die Zahl dann bereits auf 850.000 Kopien. Dieser Ausbruch war trotzdem nur einer von vielen im letzten Monat: Durchschnittlich enthielt 1 von 32,2 E-Mails weltweit einen Virus, das bedeutete einen Anstieg des Virenanteils von 33 Prozent gegenüber dem Vormonat. Untersucht man einzelne Branchen, leidet der gesamte Verwaltungs-Bereich am meisten unter Viren-Attacken: 15 Prozent aller E-Mails enthielten hier einen Schädling. Demgegenüber konnte sich die Telekommunikationsbranche über einen vergleichsweise niedrigen Anteil von 0,8 Prozent freuen. "Reiner" Spam bleibt auf gleichem Level Betrachtet man die Spam-Zahlen, so blieb die Menge an unerwünschtem Werbemüll über die vergangenen drei Monate relativ konstant. Im Mai 2005 waren 68,7 Prozent aller E-Mails Spam. Directory Harvest Attacken, bei denen Spammer den Server einer ausgewählten Domain mit E-Mails bombardieren, um gültige E-Mail-Adressen ausfindig zu machen, nahmen in den USA zwar ab, stiegen dafür aber in Europa und Asien. Insgesamt nehmen sie momentan knapp 16 Prozent des gesamten E-Mail-Volumens ein. 21,3 Prozent der eingehenden Nachrichten wehrte Message-Labs ab, weil sie auf Botnets zurückgeführt werden konnten. Betrachtet man hier die Verteilung auf unterschiedliche Branchen, so ergibt sich ein völlig gegen-sätzliches Bild im Vergleich zur Virenbelastung. Hier ist der Bereich Verwaltung (mit ca. 43 Pro-zent) deutlich im Vorteil, während die Telekommunikationsbranche knapp 80 Prozent der eingehen-den E-Mails als Spam verbuchen muss. Trauriger "Spitzenreiter" bleibt jedoch nach wie vor das Gesundheitswesen mit nahezu 90 Prozent. (MessageLabs: ma) |
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