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Rubrik: Virenwarnung/Statistiken Spam- und Viren-Statistik 2005 - Erneut verstärkte Spam-Aktivitäten in den letzten Monaten Viren rückläufig, aber Datenspionage nimmt zu (01.02.06) - MessageLabs hat ihren Bericht über die branchenweite Verbreitung von Spam-Mails und Viren für das Jahr 2005 vorgelegt. Im Jahresdurchschnitt 2005 wurden 68,6 Prozent aller eingehenden E-Mails als unerwünschte Massennachrichten identifiziert. 2004 lag dieser Wert noch bei 72,3 Prozent. In den vergangenen Monaten hat der Spam-Anteil jedoch erneut zugenommen und sich dem Januar-Jahreshoch von 2005 angenähert.
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Am häufigsten betroffen - mit Spam-Raten von fast 80 Prozent - waren die Branchen Telekommuni-kation, Healthcare und IT-Services. Die geringsten Spam-Anteile von 50 Prozent und weniger waren im öffentlichen Bereich und speziell in der Verwaltung zu verzeichnen. Interessant ist auch die regionale Verteilung auf die einzelnen Länder: Mit 77 Prozent Spam-Anteil liegen Kanada und die USA an der Spitze, gefolgt von der Schweiz mit 75,2 Prozent, Irland mit 67,3 Prozent und schließ-lich Deutschland mit 64,4 Prozent Spam-Anteil. Im direkten Vergleich häufiger verschont von den Werbebotschaften für Wunderpillen & Co. blieben Singapur, Japan und Australien mit Werten unter 40 Prozent. Die Entwicklung bei den Viren im Jahr 2005 sieht folgendermaßen aus: Insgesamt enthielt im Jahresdurchschnitt eine von 36,15 E-Mails einen Virus oder Trojaner, was einer Infektionsrate von 2,8 Prozent entspricht. 2004 lag dieser Wert noch deutlich höher, bei 6,1 Prozent. Der rückläufige Trend bei den herkömmlichen Viren verläuft parallel zu einem sich ändernden Bedrohungsszenario in Form von zunehmenden Fällen von Datenraub durch Phishing und Pharming sowie mit Hilfe von Botnets. Viren-Verteilung nach Branchen
und Ländern Aufgeteilt nach Branchen ergibt sich beim Anteil
infizierter E-Mails folgendes Bild: Spitzenreiter mit 13 Prozent Virenbefall
war die Verwaltung. Stärker betroffen waren auch das Gastgewerbe/Catering
(4,3 Prozent) und das produzierende Gewerbe (4,0 Prozent), gefolgt von
Non-Profit-Organisationen und dem Einzelhandel (jeweils 3,8 Prozent). Interessant
hierbei: Genau entgegengesetzt zum Spam-Befall hatten die Branchen
Telekommunikation (0,9 Prozent), Healthcare (1,5 Prozent) und IT-Services
(1,6 Prozent) die geringsten Virenraten zu verzeichnen. Bei der regionalen
Verteilung liegt China mit deutlichem Abstand vorne. In 15,7 Prozent der
E-Mails in der aufstrebenden fernöstlichen Wirtschaftsmacht hat MessageLabs
Viren identifiziert. Dahinter folgen Singapur mit einer Virenrate von 9,7
Prozent und auf dem dritten Platz Deutschland mit 8,1 Prozent. Ebenfalls ein
konträres Bild im Vergleich zur Spam-Statistik zeigt sich am unteren Ende der
Skala. Die nordamerikanischen Flächenstaaten Kanada (1,3 Prozent) und USA
(2,4 Prozent), die den höchsten Spam-Befall aufwiesen, blieben von Viren
verschont, ebenso wie das kleine Luxemburg (1,4 Prozent), wo MessageLabs den
zweitniedrigsten Virenbefall in der regionalen Verteilung festgestellt hat.
(MessageLabs: ra) |
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