Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

Rekordaufkommen neuer Bedrohungen im Januar

Hauptsächlich finanziell motivierte Angriffe

(08.02.06) - Mit der unglaublichen Zahl von 2.312 neuen Schadprogrammen im Januar 2006 verzeichnet Sophos einen Rekord an neuen Bedrohungen für Unternehmen und Computeranwender. Damit liegt die Zahl der neu in Umlauf gebrachten Schadprogramme um rund ein Drittel höher als noch im Dezember 2005.  Dies geht aus den aktuellen Untersuchungen der SophosLabs hervor, der weltweiten Forschungszentren von Sophos, die die globale Verbreitung von Schadprogrammen beobachten und auswerten.

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Der Wurm Sober-Z hatte im Dezember die "Sophos Viren Top Ten" noch mit knapp 80 Prozent dominiert. Obwohl er sich seit 6. Januar nicht mehr aktiv weiterverbreitet, bleibt er mit fast 45 Prozent das am weitesten verbreitete Schadprogramm des Monats. Auf den nachfolgenden Plätzen gab es Verschiebungen, vor allem durch den neuen Kamasutra-Wurm Nyxem-D. Auch der Wiedereinstieg von zwei Würmern ordnet die Platzierungen in der Hitliste der Schadprogramme neu: Netsky-D und Mytob-AS haben bereits in der Vergangenheit große Schäden angerichtet.

In den Sophos Viren Top Ten finden sich im Januar 2006 folgende Viren, Würmer und Trojaner:

1.       W32/Sober-Z                44,9% (im dritten Monat auf Platz eins)

2.       W32/Netsky-P                8,7%

3.       W32/Zafi-B                     4,3%

4.       W32/Nyxem-D               3,6% (neu)

5.       W32/Mytob-BE               3,1%

6.       W32/Mytob-FO               2,7%

7.       W32/Netsky-D                1,7% (Wiedereinstieg)

8.       W32/Mytob-EX               1,6%

9.       W32/Mytob-C                 1,5%

10.   W32/Mytob-AS               1,3% (Wiedereinstieg)

Sonstige                            26,6%

Netsky-P bleibt weiterhin unter den fünf häufigsten Schädlingen und rückt im Januar sogar auf Platz zwei vor. Christoph Hardy erläuterte: "Das ist ein Alarmsignal. Denn viele dieser Viren verbreiten sich schon seit Jahren im Internet und wären längst unter Kontrolle, wenn Unternehmen und Privatanwender eine integrierte Lösung zum Schutz des Netzwerkes oder ihrer PCs einsetzen würden. Die Viren würden sich nicht weiter verbreiten, wenn regelmäßig Anti-Viren-Updates aufgespielt werden würden."

Die Erhebungen der SophosLabs besagen, dass im Januar jede 70. E-Mail (1,4 Prozent) infiziert war. Der größte Teil der Schadprogramme, die neu in Umlauf gebracht werden, sind Trojanische Pferde. Damit können finanziell motivierte Hacker ihre Opfer individuell ins Visier nehmen, ohne dass ihr schädlicher Code weite Kreise zieht. Insgesamt schützt Sophos nun vor 118.060 Viren, Würmern und Trojanern. (Sophos: ra)

 

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