Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

MessageLabs veröffentlicht aktuelle Statistik zum Viren- und Spam-Aufkommen

Verwaltungssektor leidet am meisten unter Virenattacken

(10.04.06) - MessageLabs scannt 1 Milliarde E-Mails für 13.000 Kunden pro Woche. Auf dieser Grundlage konnte das Unternehmen folgende Trends ableiten:

·         Nach dem starken Aufschwung zum Ende des letzten Jahres sank der Anteil von Viren und Trojanern im März auf 1,7 Prozent - d.h. eine von 59,1 E-Mails enthielt einen Virus. Am schlimmsten trifft es momentan den Verwaltungssektor: Hier ist eine von 7,4 E-Mails als Virus einzuordnen.

·         Das weltweite Spam-Aufkommen bleibt momentan relativ konstant und hat sich derzeit auf einen Anteil von 57,8 Prozent aller E-Mails eingependelt.

·         14,5 Prozent aller potenziell gefährlichen E-Mails fallen in die Kategorie Phishing - d.h. bei einer von 309,2 E-Mails handelt es sich um einen gezielten Phishing-Versuch.

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Anzahl der aktiven Botnets steigt

Auch wenn die durchschnittliche Größe der Botnets in den letzten Monaten relativ gleich geblieben ist, wächst die Anzahl an aktiven Botnets weiter an. Auch mehren sich die Versuche, über Botnets verschiedene "Pay-Per-Install" Adware-Anwendungen zu installieren.

Im März wurden neue Varianten des berüchtigten Bagle-Wurms entdeckt, die vermuten lassen, dass man künftig bei der Entwicklung der Bagle-Botnets noch düsterere Wege einschlagen wird. Wie alle Bot-Programme, implementiert Bagle Backdoor- und Proxy-Technologien, um sich Zugang zu den befallenen Computern zu verschaffen und per Fernsteuerung Spam zu verbreiten. Rootkit-Technologien helfen dabei, diese Aktivitäten zu verschleiern, um von Betriebssystem und Security Software unerkannt zu bleiben. Die meisten der neuen Bagle-Varianten wurden nun von Rechnern heruntergeladen, die bereits mit einer älteren Variante infiziert waren - was es für einmal befallene Opfer zunehmend schwierig macht, "clean“ zu bleiben. Im Durchschnitt entdeckt MessageLabs momentan täglich circa 10 neue Wurmvarianten. "Diese Würmer basieren zumeist auf bereits existierendem Malicious Code, ihre Signaturen wurden nur leicht verändert, um von signaturbasierten Anti-Viren-Programmen nicht abgeblockt werden zu können“, erklärt Mark Sunner, Chief Technology Officer bei MessageLabs. "Damit wird auch deutlich, dass reaktiv signaturbasiert arbeitende Antivirus-Lösungen keinen ausreichenden Schutz mehr bieten.“

Verwaltungssektor kämpft noch mit Nachwirkungen von Nyxem

Während die Chemie- und Pharmaindustrie besonders unter Spam leidet (dicht gefolgt von Anbietern im Freizeit-/Erholungssektor und dem Einzelhandel), steht momentan der Bereich Verwaltung stark unter Viren-Beschuss. Eine von 7,4 E-Mails enthält hier einen Virus oder Trojaner. Die Telekommunikationsindustrie hat es mit einem Virus auf 143,4 E-Mails vergleichsweise gut erwischt. Eine mögliche Erklärung für diesen markanten Unterschied: Nach sehr großen Virenausbrüchen - wie beim Nyxem (aka MyWife) Wurm im Januar - hat der Verwaltungssektor oft besonders nachhaltig zu leiden. Denn hierzu gehören unter anderem auch HR-Abteilungen und Personalagenturen, deren E-Mail-Adressen sehr häufig in Adress-Büchern/Outlook-Kontakten gelistet sind und infolgedessen bei Viren-Ausbrüchen ein hohes Risiko tragen.

Indien im Visier der Spammer und Virenschreiber

In Bezug auf die geographische Verbreitung fällt derzeit besonders Indien ins Auge: Hier sind sowohl die Virus- als auch die Spamraten außerordentlich hoch. Die Privatisierung hat dort für reduzierte Kosten und eine wachsende Verbreitung von Internet-Anschlüssen gesorgt, E-Mail als effizientes Kommunikationsmedium stellt nun das Tor zu den Märkten in Übersee dar. Allerdings sind die meisten Internet Service Provider erst noch damit beschäftigt, ihre Infrastrukturen weiter aufzubauen. Das Thema IT-Security ist in Indien deshalb noch weniger weit fortgeschritten, als nötig wäre, um die Experimentierfreude der Virenschreiber und die Folgen größerer Virenausbrüche - wie kürzlich Nyxem - möglichst gering zu halten.

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(MessageLabs: ma)

 

 

 

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