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Rubrik: Virenwarnung/Statistiken MessageLabs Intelligence Report: Gezielte Angriffe und Spear-Phishing auf dem Vormarsch Detaillierter Einblick in globale Viren-, Spam- und Phishing-Aktivitäten sowie Trends (04.05.06)
- MessageLabs präsentierte die wichtigsten
Ergebnisse des April Intelligence Report sowie eine detaillierte Analyse der Bedrohungen im ersten Quartal 2006. Insgesamt
blieb die Bedrohungslage in den vergangenen Monaten relativ stabil. Und nach
wie vor kommt den Vereinigten Staaten die Führungsrolle zu als größter Quelle
von Malware-, Spam- und Phishing-Angriffen - 18,1 Prozent der weltweit gekaperten (Zombie)-Computer kamen im ersten Quartal 2006 aus den USA. Dass auch die anderen Länder aufholen, lässt sich daran erkennen, dass der Anteil der USA im Vergleich zu den 44 Prozent im 2. Quartal 2005 jedoch deutlich gesunken ist. Mark Sunner, CTO von MessageLabs,
kommentierte die aktuelle Situation: "Dass die Bedrohungslage insgesamt
weitgehend stabil bleibt, ist nur die halbe Wahrheit. In Wirklichkeit werden
die Cyber-Kriminellen immer besser darin, die Aufmerksamkeit von sich
abzulenken und exakt gezielte Viren- und Phishing-Angriffe
in kleinerem Rahmen auszuführen. Es werden kleinere Botnets
betrieben und neue Wege gefunden, um mit Opfern auf der ganzen Welt Geld zu
machen. Der zunehmende Trend zu gezielten Angriffen zeichnete sich bereits
2005 ab. Diese Bedrohung nimmt weiter zu und wird immer trickreicher. Wir
verzeichnen auch eine Bewegung in anderen Kategorien, wie etwa die Zunahme
von Spear-Phishing."
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Spam: Im April 2006 betrug die Spam-Rate in E-Mail-Traffic, der aus neuen und unbekannten unseriösen
Quellen stammt, 58,5 Prozent (1 von 1,7 Mails). Dies bedeutet eine Zunahme
von 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Bei einer Betrachtung der Spam-Aktivitäten auf Quartalsbasis lässt sich
feststellen, dass sich die Spam-Zahlen in den
vergangenen zwölf Monaten nicht grundlegend verändert haben. Mittlerweile
kann Spam auf Internetebene jedoch leichter
vorgefiltert werden, da einschlägige Botnets als
Quellen bekannt sind. Ohne diese zusätzlichen Maßnahmen, die MessageLabs auf Internet-Ebene einsetzt um bereits
bekannten Spam auszusieben, bevor er den Kunden
erreicht, würde die Spam-Rate allerdings bei 82,9 Prozent des gesamten E-Mail-Verkehrs liegen.
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Viren: Die Virenrate
im weltweiten E-Mail-Verkehr aus neuen und vormals unbekannten unseriösen
Quellen, adressiert an gültige Empfänger, betrug im April diesen Jahres 1 von
65,9 Mails (1,5 Prozent), was einer Abnahme von 0,2 Prozent seit März
gleichkommt. MessageLabs kommt zu dem Ergebnis,
dass Virenausbrüche im großen Stil - mit Ausnahme des Nyxem.E-Virus
im Januar 2006 – allmählich der Vergangenheit angehören. Die Angriffe auf die
IT-Sicherheit werden immer gezielter und weisen eindeutig wirtschaftliche Motive auf. Zudem konnte MessageLabs im ersten Quartal 2006 eine Zunahme von speziellen Würmern feststellen, die auf das Mac-OS-X-Betriebssystem abzielen.
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Phishing: Im April 2006 sank die Anzahl
der Phishing-Angriffe zwar um 0,05 Prozent
gegenüber dem Vormonat – somit wurde 1 von 359,2 Mails als Phishing-Angriff identifiziert. Die Vergleichszahl in
Q1/2006 lag bei 1 von 356,2 Mails. Der Anteil der Phishing-Angriffe
unter allen von MessageLabs erkannten E-Mail-basierten Bedrohungen stieg im April jedoch um 1,1
Prozent auf 15,6 Prozent. Die Sicherheitsspezialisten gehen davon aus, dass Phishing in den nächsten Monaten weiter zunehmen wird und
machen vor allem Spear-Phishing-Attacken dafür
verantwortlich – d.h. einzelne gezielte Phishing-Angriffe, die Anwender dazu bewegen sollen, ihre Passwörter herauszugeben. Im März sorgte in den
Vereinigten Staaten eine neue Sorte von Phishing-Mails für Schlagzeilen, die sich das Abgabedatum der Steuererklärung am 15. April zu Nutze machte und den Eindruck erwecken wollte, von der Einkommensteuerbehörde zu stammen.
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Spyware: Spyware
stellt ein zunehmend bedrängendes und komplexes Problem dar. Hinter der
Online-Verbreitung von Adware steckt eine Multi-Milliarden-Dollar-Branche.
Diese ist auch für den „Boom“ bezüglich der steigenden Anzahl von Botnets verantwortlich. Botnets verändern das Bedrohungsszenario und verleihen den Kriminellen mehr Agilität, wie zum Beispiel die Möglichkeit, gleichzeitig Tausende Computer innerhalb einer Stunde zu identifizieren. Geografische Trends:
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Deutschland
fällt im Bereich Spam mit einer Rate von 49,7
Prozent momentan unter die Top Five – nach Hong Kong, Israel und den Vereinigten Staaten. Auch in Bezug auf das Virenaufkommen wird ein trauriger 5. Platz behauptet: 1 von 25,3 Emails enthielt im April einen Virus.
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Virenangriffe
mit Zielen in den USA fielen in diesem Monat um 0,1 Prozent auf 1 von 42,3
Mails, wohingegen bei Spam landesweit eine Zunahme um 2,2 Prozent verzeichnet wurde.
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In
Großbritannien fiel die Virenquote im April auf einen Virus in 69,2 Mails
(1.4 Prozent), und bei Spam gab es eine leichte Zunahme um 0,2 Prozent von 47,7 Prozent (1 in 2,09) im März auf 47,9 Prozent (1 in 2,09).
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In
Australien fiel die Virenquote ebenfalls leicht auf einen Virus in 76,9 Mails
(1,3 Prozent) diesen Monat. Bei Spam hingegen erfolgte eine Zunahme um 6,3 Prozent von März bis April, auf 43 Prozent (1 in 2,33).
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Im Jahr
2005 legten die Botnet-Aktivitäten in China erheblich zu, mit 26 Prozent gekaperten Computern im ersten Quartal 2005. Bis zum Ende des 1. Quartals 2006 fiel diese Zahl deutlich auf 14,6 Prozent. In Indien wird ein gegensätzlicher Trend verzeichnet. Im ersten Quartal 2006 waren 12,6 Prozent der Computer in Indien betroffen, im Vergleich zu 8,14 Prozent im ersten Quartal 2005.
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Der für
Indien bestimmte Viren-Traffic hat im April
zugenommen. Das Land war das Top-Ziel mit einem Virus in 7,1 E-Mails, was
auch die oben genannte hohe Zahl der von Botnets
erfassten Computern in der Region erklärt.
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Vertikale Trends: Der Verwaltungssektor war im April erneut die wichtigste vertikale Zielbranche, mit Viren oder einer anderen Form von Malware in einer von 5,4 E-Mails (18,4 Prozent des E-Mail-Verkehrs). Dies entspricht einer Zunahme von 4,9 Prozent gegenüber dem Vormonat und damit dem höchsten Zuwachs im vertikalen Bereich. Eine
komplette Analyse der Messaging-Sicherheitsbedrohungen
für 20 verschiedene Branchen liegen detailliert im "MessageLabs
Intelligence Report" vor. Der Q1/April MessageLabs Intelligence-Report
enthält darüber hinaus jüngste kriminelle und rechtliche Aktivitäten, die Messaging-Sicherheitsbedrohungen betreffen, sowie noch detailliertere geografische Trends. (MessageLabs: ra) |
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