Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

Enormer Anstieg von Spam-Mails

eleven verzeichnet seit Jahresanfang eine Versechsfachung des Spam-Aufkommens

(07.12.06) - Seit Januar 2006 ist das Spam-Aufkommen bereits um fast das Sechsfache gestiegen, wie eine aktuelle Auswertung von eleven belegt. Die Server des Berliner E-Mail-Sicherheits-Spezialisten prüfen täglich bis zu 120 Millionen E-Mails. Über 70 Prozent aller eingehenden E-Mails sind demnach Spam-Nachrichten. Etwa zehn Prozent des E-Mail-Aufkommens bestehen aus abonnierten Massenmails wie Newslettern. Nur noch rund 20 Prozent des E-Mail-Aufkommens sind erwünschte, individuelle Nachrichten. Allerdings überschreitet schon heute bei einigen Unternehmen der Spam-Anteil die 90 Prozent-Marke.

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Auch die durchschnittliche Größe einer Spam-Mail nahm durch das Aufkommen von Image-Spam im Jahr 2006 stark zu. Insbesondere im April stieg im Rahmen eines neuartigen Spam-Verfahrens das durchschnittliche Volumen auf über 80 KB. Grund dafür waren so genannte Sliced Images, die im Frühjahr schlagartig auftauchten. Spammer integrieren ihre Werbebotschaften seit Ende 2005 verstärkt in unterschiedliche Arten von Bildern und versuchen mit solchen Tricks Spam-Filter zu überlisten.

"Das rasant steigende E-Mail-Aufkommen stellt eine ernstzunehmende Bedrohung für E-Mail-Infrastrukturen in Unternehmen dar", erläutert Robert Rothe, Gründer und Geschäftsführer von eleven. "Wir gehen davon aus, dass die steile Wachstumskurve anhält und sich das Spam-Aufkommen weiter explosionsartig erhöht. Unternehmen sollten daher überprüfen, ob die Last-grenzen der unternehmenseigenen Serversysteme dem weiterhin standhalten können und ob entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen werden müssen."

Um den Spam-Tricks entgegenzuwirken, setzt eleven mit ihrem Antispam-Dienst "eXpurgate" auf eigene Erkennungsmethoden. Statt eine E-Mail beispielsweise auf bestimmte Schlagwörter aus dem Pharma- oder Finanzbereich zu scannen, überprüft eXpurgate neben anderen Tests, ob eine E-Mail massenhaft versendet wurde. Dies geschieht mit Hilfe eines Kontrollsummen-Algorithmus, der E-Mails miteinander vergleicht, ohne deren textlichen Inhalt zu scannen. Je häufiger eine gleiche oder ähnliche E-Mail empfangen wurde, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine unerwünschte Spam-Mail handelt. Durch diese Methode kann eXpurgate, trotz des rasanten Anstiegs von Spam-Mails und Image-Spam, verfahrensbedingt False Positives im Bereich individueller und damit potenziell geschäftsrelevanter E-Mails nahezu ausschließen. (eleven: ma)

 

 

 

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