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Rubrik: Virenwarnung/Statistiken Cyber-Kriminelle entdecken kleinere Unternehmen als leichte Beute Intelligence Report November 2006 von MessageLabs: Zunahme von Phishing-Attacken (19.12.06) - MessageLabs präsentiert den aktuellen Intelligence Report von November 2006. Die neueste Ausgabe der monatlich vorgelegten Studie betont vor allem den fortgesetzten Anstieg der weltweiten Spam-Quote sowie die Zunahme von Phishing-Attacken. Hintergründe dieser Entwicklung ist die gesteigerte Aktivität von Cyber-Kriminellen im Hinblick auf das anstehende Weihnachtsgeschäft. Darüber hinaus unterstreicht der November-Bericht auch, dass gerade kleinere Unternehmen immer mehr zur Zielscheibe unerwünschter E-Mail-Nachrichten werden.
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Spam stellt weiterhin eine massive Bedrohung für Unternehmen aller Art dar. Der Anteil solcher Nachrichten am weltweiten E-Mail-Verkehr stieg im November auf 74 Prozent - das war ein Plus von 1,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonat und der höchste Wert seit Anfang 2005. Die tatsächliche Spam-Quote lag sogar noch deutlich höher, da MessageLabs unmittelbar am äußersten Rand des eigenen Netzwerks zusätzlich eine aus mehreren Ebenen bestehende Gefahrenabwehr eingerichtet hat: das so genannte Traffic Management. Wenn nicht bereits an dieser Stelle ein erhebliches Aufkommen von zweifellos identifiziertem Spam abgefangen würde, hätte der Anteil unerwünschter Nachrichten am E-Mail-Verkehr im November besorgniserregende 89,4 Prozent betragen. Die Analyse nach Wirtschaftssektoren ergibt, dass Cyber-Kriminelle ihr Augenmerk verstärkt auf Mitarbeiter kleiner Unternehmen richten Diese Firmen erhalten pro Kopf und Monat beinahe zweimal so viele Spam-Nachrichten wie Betriebe mittlerer Größe und sechzig Prozent mehr mit Viren verseuchte E-Mails als große Konzerne. Angesichts ihrer begrenzten IT-Ressourcen und -Budgets, ihres Mangels an hausintern verfügbarer Sicherheits-Expertise und ihrer großen Zahl stellen kleinere Unternehmen eine leichte Beute dar. Folglich ist die Wahrscheinlichkeit besonders groß, dass sie fortschrittlichen Angriffsformen und massenhaft verbreiteten Attacken zum Opfer fallen. Darüber hinaus ist die aktuelle Web-Sicherheitslage davon geprägt, dass es zu dieser Zeit des Jahres zahlreiche Tage gibt, an denen außergewöhnlich viele Menschen online einkaufen. Das Thanksgiving-Fest in den Vereinigten Staaten wird beispielsweise von Tagen eingerahmt, die in Fachkreisen als "Schwarzer Freitag“ und "Cyber-Montag“ gelten. Der 11. Dezember soll Erwartungen zufolge den Höhepunkt des weihnachtlichen Internet-Shoppings darstellen. So halten sich derzeit also ungewöhnlich viele potenzielle Phishing-Opfer im Internet auf, was zu einem Anstieg entsprechender Angriffsaktivitäten geführt hat. Gemessen als Anteil an allen E-Mail-basierenden Bedrohungen wie beispielsweise Viren und Trojanern hat sich das Aufkommen von Phishing-Mails im November um 15,7 Prozentpunkte erhöht: 68,8 Prozent aller schädlichen Nachrichten, die MessageLabs im Berichtsmonat abgefangen hat, entfielen auf diese Attacken. "Die Web-Betrüger sind derzeit mit aller Macht aktiv und versuchen, ihren Vorteil aus der Vorweihnachtszeit zu ziehen. Schließlich sehen sich Gauner gerade in diesen Monaten mit einer Fülle möglicher Opfer konfrontiert - seien es kleinere Unternehmen ohne die notwendige Expertise oder das erforderliche Fachpersonal, um sich zuverlässig gegen neue Angriffsformen zu schützen, seien es private Verbraucher, die im Kaufrausch ihre Sicherheitsbedenken vergessen“, erläutert Mark Sunner, Chief Technology Officer (CTO) von MessageLabs, die aktuelle Situation und ergänzt: "Der Trojaner-Dropper „Warezov“, der für den Anstieg der Spam-Quoten im Oktober verantwortlich war, hat auch im November weiterhin für Ärger gesorgt. Zudem nimmt die Phishing-Aktivität wieder spürbar zu. Vor diesem Hintergrund sind sowohl Firmen als auch private Haushalte gut beraten, zu dieser besonders gefährlichen Jahreszeit noch wachsamer zu sein - sonst könnten sich die Weihnachtsfreuden bitter rächen.“ Weitere wichtige Ergebnisse im Überblick Spam: Die weltweite Spam-Quote belief sich im November 2006 auf 74,0 Prozent (1 von 1,35 E-Mails) - ein Plus von 1,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Oktober. Der Anteil unerwünschter Mails hat also innerhalb der vergangenen zwei Monate um fast 10 Prozentpunkte zugelegt, und es ist davon auszugehen, dass sich die steigende Tendenz bis zum Jahresende fortsetzt. Viren: Im November enthielt auf weltweiter Ebene eine von 137,5 an gültige Empfänger adressierten E-Mails, die aus unseriösen Quellen neuer oder bis dato unbekannter Art stammten, einen Virus. Das bedeutet einen Anteil von 0,7 Prozent und einen Rückgang um 0,27 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat. Trotz dieses vergleichsweise niedrigen Werts stand auch der November im Zeichen von Warezov-Attacken. Dieser Trojaner wurde in zahlreichen Massenmails in stets leicht modifi-zierter Form verteilt, sodass er signaturbasierende Abwehr-Tools umgehen konnte. Phishing: Der November erlebte im Vergleich zum Vormonat einen leichten Rückgang von Phishing-Angriffen. Deren Anteil am gesamten weltweiten E-Mail-Verkehr nahm um 0,03 Prozent-punkte auf 0,5 Prozent ab. Demnach verbarg sich hinter einer von 200 E-Mails der Versuch, persönliche Authentisierungsdaten auszuspionieren. Gemessen als Anteil an allen per E-Mail verbreiteten Gefahren wie Viren und Trojanern hat die Häufigkeit von Phishing-Angriffen nach zuletzt weitgehend unveränderten Werten nun sprunghaft zugelegt. Im November machten sie 68,8 Prozent aller als schädlich einzustufenden Mails aus, die MessageLabs abgefangen hat - ein Plus von 15,7 Prozentpunkten. Ländertrends: · Ungeachtet eines Rückgangs der entsprechenden Quote um 4,9 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat blieb Israel auch im November das weltweit beliebteste Spamming-Ziel. Die USA behielten trotz eines Minus von 1,8 Prozentpunkten die zweite Position, während Hongkong auf Rang drei vorrückte. · Mit einem Plus von 6,9 Prozentpunkten erlebte Belgien den stärksten Anstieg der Spam-Quote - gefolgt von der Schweiz (plus 0,9 Prozentpunkte) und Deutschland (plus 0,1 Prozentpunkte). · Indien war auch im November das Land, das am stärksten unter Viren-Angriffen zu leiden hatte. 3,8 Prozent des E-Mail-Verkehrs beziehungsweise eine von 26,3 E-Mails enthielten einen Virus, einen Trojaner oder ein vergleichbares Schadprogramm.
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Die Viren-Quote ging in den Vereinigten Staaten um 0,2 Prozentpunkte auf 0,5 Prozent Branchentrends: · Der Bildungssektor und das produzierende Gewerbe behielten mit Quoten von 73,5 Prozent beziehungsweise 71,6 Prozent ihre Spitzenpositionen im Spam-Ranking, wobei Ersterer mit einem Viren-Anteil von 1,5 Prozent am eingehenden E-Mail-Verkehr auch einen Platz im Vorderfeld der am meisten unter Schadprogrammen leidenden Wirtschaftszweige beibehielt. · Die signifikanteste Zunahme der Spam-Quote erlebte mit einem Plus von 3,9 Prozent-punkten das Hotel- und Gaststättengewerbe, während gemeinnützige Organisationen mit minus 5,0 Prozentpunkten den deutlichsten Rückgang zu verzeichnen hatten. · Der an Anbieter unternehmensbezogener Dienstleistungen gerichtete Viren-Verkehr ging im November stärker als in allen anderen Branchen zurück. Nach einem Minus von 1,9 Pro-zentpunkten betrug die Quote nun 1,4 Prozent (1 von 70,3) und bedeutete damit nach wie vor die zweitgrößte Virenbelastung aller Industrien. · Im November erlebten fast alle Branchen einen leichten Rückgang des an sie gerichteten Virenverkehrs. Lediglich der Immobilienhandel und die Landwirtschaft sahen sich mit Zunahmen von 0,32 Prozentpunkten beziehungsweise 0,37 Prozentpunkten einer gestiegenen Aktivität ausgesetzt. (MessageLabs: ma) |
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