Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

Mehr als 99 Prozent des E-Mail-Aufkommens an Wochenenden sind E-Müll

Retarus warnt vor E-Mail-GAU

(05.01.07) - Der Messaging-Dienstleister Retarus hat in seinem Rechenzentrum alarmierende Zahlen ermittelt: Die letzte Auswertung hatte ergeben, dass lediglich 3,48 Prozent aller für Kunden bestimmte E-Mails kein Spam oder Malware waren. In der Auswertung davor waren es sogar nur 0,58 Prozent Mails, die für weiterleitungswürdig befunden wurden. Alles andere waren Spams, Viren oder Phishing-Mails.

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Retarus weist auf erschreckende Zahlen hin. Mehr als 99 Prozent des E-Mail-Aufkommens an Wochenenden und deutlich mehr als 90 Prozent an Wochentagen sind den Analysen des Messaging-Spezialisten zufolge E-Müll. Die IT-Experten von Retarus haben diese alarmierenden Zahlen auf Basis des E-Mail-Datenverkehrs, der in den Rechenzentren des Unternehmens aufläuft, festgestellt. In seinen Rechenzentren verarbeitet das Unternehmen im Kundenauftrag täglich mehrere Millionen Nachrichten. Zum Schutz der Kunden setzt man eine Kombination aus Anti-Virensoftware, Spam- und Directory-Filtern ein.

Bereits seit Anfang des Jahres 2006 verzeichnet Retarus einen massiven Anstieg von E-Müll. Konnten Mitte Januar (etwa am Montag, den 16. Januar) noch mehr als 11 Prozent der E-Mails zugestellt werden, sank deren Zahl bis Mitte Dezember (am Montag, den 18. Dezember) auf 3,48 Prozent. Auch an den Wochenenden ist der Trend ähnlich: Gab es am Sonntag, den 19. Februar noch 1,73 Prozent nützlicher Mails, waren es am Sonntag, den 17. Dezember nur 0,58 Prozent.

Gleichzeitig hat sich seit Jahresbeginn das gesamte Mail-Aufkommen nahezu verdreifacht. Hier baut sich eine Welle auf, mit deren Höhepunkt die Münchner Messaging-Spezialisten erst 2007 rechnen. Der Trend ist besorgniserregend, denn dadurch werden im Internet und bei den Unter-nehmen, die sich selbst um ihre E-Mail-Infrastruktur kümmern, riesige Leistungskapazitäten blockiert. Bei einzelnen Anwendern kann dies durchaus zum Zusammenbruch der Mail-Infrastruktur führen.

Insbesondere E-Mails an zufällig generierte Empfänger bilden, neben Spam- und Virenmails an existierende Adressen, den größten Teil der täglichen E-Mail-Flut. Dabei handelt es sich um gezielte Directory-Harvest-Angriffe, mit denen Spammer versuchen, an gültige Adressen für ihre unerwünschten Werbebotschaften zu gelangen. (Retarus: ma)

 

 

 

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