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Rubrik: Virenwarnung/Statistiken Deutschland: Weltweit höchster Virenanteil im Februar - Verschärfte internationale Gesetzgebung Der Bildungssektor leidet am stärksten unter Virenangriffen (13.03.07) - MessageLabs hat die Ergebnisse ihres "Intelligence Report" für Februar 2007 vorgelegt. Der IT-Sicherheitsspezialist weist auf weiterhin zunehmende Aktivitäten bei Spam, Viren und Botnets hin und informiert über neue gesetzliche Bemühungen zur Bekämpfung der Internet-Gefahren. Valentinstag führte zu weiterem Anstieg der Spam-Quoten
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Mit einem Anteil von 77,8 Prozent am gesamten E-Mail-Verkehr ist die weltweite Spam-Quote im Februar im fünften Monat in Folge weiter angestiegen. Dieser Anstieg ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Spam-Versender wie erwartet den Valentinstag zum Anlass genommen haben, ihre Aktivitäten zu verstärken. Im Zusammenhang mit dem Valentinstag wurde eine Vielzahl von Malware, wie z.B. "For My Valentine" mit "Greeting Card.exe"-Attachments, versandt. Neue Malware-Varianten Darüber hinaus beobachtete MessageLabs im Februar einen starken Anstieg neuer Malware-Varianten, die 43,9 Prozent der gesamten abgefangenen Malware ausmachten. Dies weist darauf hin, dass die Malware-Autoren ihre Aktivitäten verstärken und vielleicht auch darauf, dass viele neue Malware-Versender diesen Markt betreten haben. Verschärfte
Gesetzgebung Angesichts der immer ausgereifteren und aggressiveren Bedrohungen passten mehrere Länder ihre Gesetzgebung an, um Internet-Gefahren effektiver zu bekämpfen. So könnte die Einführung der "Spam Control Bill" in Singapur helfen, das gesamte weltweite Spam-Aufkommen zu reduzieren - die Asien-Pazifik-Region war bislang eine der größten Herkunftsregionen von Spam-Mails. Laut diesem Gesetzentwurf zur Eindämmung von Spam drohen Personen, die Spam-Nachrichten per E-Mail oder SMS versenden, hohe Geldstrafen bis zu einem Höchstbetrag von 650.000 US-Dollar. Dieser Gesetzesentwurf ergänzt das neue US-Gesetz "Undertaking Spam, Spyware, and Fraud Enforcement with Enforcers beyond Borders Act" (SafeWeb), das eine intensivere weltweite Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Ländern vorsieht. Zu diesem Konzept gehört unter anderem der "London Action Plan", ein internationales Netzwerk zur grenzüberschreitenden Bekämpfung von Spam. Das neue Gesetz erleichtert Ordnungsmächten den länderübergreifenden Austausch von Informationen, die es ihnen ermöglichen, international aktive Spammer und Online-Kriminelle effektiver zu bekämpfen. Auf Grund dieser neuen Möglichkeiten gelang es im Februar den Behörden in China, acht Männer zu verhaften, die für den Ausbruch des W32/Fujacks-Virus verantwortlich gemacht werden. Ziel dieses Virus war es, Zugangsdaten und Profile für Online-Spiele zu stehlen. Denial-of-Service-Attacken auf
Anti-Spam-Webseiten Nach den verstärkten "Sturm-Wurm"-Aktivitäten im Januar kam es vermehrt zu Spekulationen, dass ein neues Botnet aus gekaperten Rechnern aufgebaut worden sei. Es scheint außerdem so, als seien dieses und weitere Botnets zwischenzeitlich nicht mehr für das Aussenden von Spam-Mails genutzt worden, sondern für zahlreiche Denial-of-Service (DDoS)-Angriffe, die das Ziel hatten, Anti-Spam-Sites außer Gefecht zu setzen. Die Einrichtung "Spamhaus" wurde zum Beispiel von der Warezov-Gruppe angegriffen, die DDoS-Traffic an ihr Portal umleitete. Weitere Ergebnisse im Überblick Spam: Im Februar betrug der Spam-Anteil am weltweiten E-Mail-Verkehr 77,8 Prozent (oder 1 zu 1,29). Dies entspricht einem Anstieg um zwei Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat. Viren: Eine von 112,9 an gültige Empfängeradressen gerichtete E-Mails aus neuen oder bislang unbekannten zweifelhaften Quellen war im Februar mit einem Virus verseucht. Dies entspricht einem Anteil von 0,89 Prozent und bedeutet einen Anstieg um 0,05 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat. Hervorzuheben ist, dass die Analysen von MessageLabs 43,9 Prozent der gesamten im Februar abgefangenen Malware als neu eingestuft haben. Phishing: Im Februar sank die Phishing-Quote gegenüber dem Vormonat um 0,58 Prozentpunkte. Hinter einer von 203,7 E-Mails (0,49 Prozent) verbarg sich der Versuch, persönliche Authenti-sierungsdaten auszuspionieren. MessageLabs schätzt, dass 55,4 Prozent aller im Februar abge-fangenen bösartigen E-Mails Phishing-Angriffe beinhalteten. Dies entspricht einem Rückgang um 0,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat. Ländertrends: · Irland hat die Top 5 der Länder mit den höchsten Viren-Quoten verlassen. Neuer Spitzenreiter ist Deutschland, nachdem die Virenangriffe dort um 2,07 Prozentpunkte zugenommen haben (das entspricht einer von 25,5 E-Mails). In Indien ist die Viren-Quote ebenfalls angestiegen (um 1,1 Prozentpunkte), und in Frankreich betrug der Anstieg 1,86 Prozentpunkte. · Israel hat die Position des Landes mit der höchsten Spam-Belastung verlassen, nachdem die Spam-Quote dort um 14,3 Prozentpunkte auf 56,1 Prozent gesunken ist. Beim derzeitigen Spitzenreiter Italien stieg die Spam-Quote dafür um 8,3 Prozent. Dadurch kletterte das Land um vier Positionen nach oben, während Japan nach einem Rückgang der Spam-Belastung um 18,9 Prozentpunkte das neue Schlusslicht bildet und Indien auf dieser Position ablöste. Branchentrends: · Der Bildungssektor leidet am stärksten unter Virenangriffen und verzeichnete einen Anstieg um 0,79 Prozentpunkte - trotz eines Rückgangs um 0,4 Prozentpunkte seit Januar. Mögliche Ursachen hierfür könnten die preisgünstigen oder kostenlosen Tools sein, die in diesem Sektor zum Einsatz kommen, wie zum Beispiel Open Source-Anwendungen und kostenlose Antiviren-Software. · Die Marketing/Medien-Branche gehört nach einem Anstieg der Spam-Quote um 1,1 Prozentpunkt auf 59,5 Prozent nun zu den fünf am meisten unter Spam-Mails leidenden Branchen. · Die Fertigungsbetriebe nehmen mit einer Spam-Quote von 68,1 Prozent weiterhin die Spitzenposition in dieser Rangliste ein. Im Februar verzeichnete dieser Sektor einen leichten Anstieg der Spam-Belastung um 0,1 Prozent. · Den größten Rückgang verzeichnete die Hotel- und Gaststättenbranche. Dort sank die Spam-Quote von 64 Prozent im Januar auf nur noch 48 Prozent im Februar. · Die Telekommunikationsbranche hat nach wie vor am wenigsten unter Virenangriffen zu leiden. Im Februar war nur eine von 410 an Unternehmen dieser Branche gerichteten E-Mails mit einem Virus verseucht. (MessageLabs: ra) |
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