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Rubrik: Virenwarnung/Statistiken 1Q/2007: Höchstes Spam-Aufkommen seit zwei Jahren - Kleine Unternehmen in der Schusslinie Viren- und Botnet-Aktivitäten haben zugenommen (18.04.07) - Mit einem Anteil von 76,3 Prozent am gesamten E-Mail-Verkehr wurde im ersten Quartal 2007 das höchste Spam-Aufkommen seit zwei Jahren verzeichnet. Dieses Ergebnis legt MessageLabs mit ihrem Intelligence Report für März 2007 vor. Der Bericht verdeutlicht insbe-sondere die Auswirkungen der gestiegenen Spam-Quoten auf kleine und mittelständische Unternehmen, da deren Angestellte inzwischen mehr als doppelt so viele Spam-Nachrichten erhalten wie die Mitarbeiter großer Unternehmen. Des Weiteren haben auch Viren- und Botnet-Aktivitäten zugenommen.
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Obwohl das Spam-Aufkommen im März gegenüber dem Vormonat um 2,6 Prozent zurückgegangen ist, analysiert MessageLabs für das gesamte erste Quartal 2007 einen neuen durchschnittlichen Höchstwert von insgesamt 76,3 Prozent. Mitarbeiter aus kleinen und mittleren Unternehmen werden derzeit mit mehr als doppelt so viel Spam konfrontiert als Anwender aus größeren Firmen. Dabei nehmen Spammer bei ihren Aktivitäten keine Rücksicht auf die Größe der Unternehmen - kleinere Unternehmen erhalten genauso viele Spam-Nachrichten wie große, verfügen in den meisten Fällen jedoch nicht über angemessene Sicherheitsmaßnahmen. Deshalb werden Spam-Mails hier schnell zu einem gravierenden Problem, wenn sie Mail-Systeme komplett überlasten, bevor effektive Gegenmaß-nahmen ergriffen werden. "Spam wird heute als notwendige Begleiterscheinung der E-Mail-Nutzung betrachtet", kommentiert Mark Sunner, Chief Security Analyst von MessageLabs. "Viele kleinere Unternehmen sehen in Spam eher eine konstante Belästigung als eine wirkliche Gefahr. Manche haben auch bereits aufgegeben, gegen dieses Problem vorzugehen - mit dem Erfolg, dass die Spammer sie immer aggressiver ins Visier nehmen. Wie die Daten des ersten Quartals zeigen, werden die Spam-Quoten auch zukünftig eher steigen als abnehmen." Viren-, Trojaner- und Phishing-Aktivitäten Im ersten Quartal 2007 verzeichnete MessageLabs gegenüber dem letzten Jahr einen kontinuier-lichen Rückgang der Viren- und Trojaner-Quote auf eine von 126,1 E-Mails. Trotz dieser gesunkenen Zahlen sind die Security-Experten der Überzeugung, dass die Viren- und Trojaner-Aktivitäten in Wirklichkeit ansteigen, da Spammer derartige Attacken zunehmend in Spam-Nachrichten verstecken. In diesem Quartal betrug der Anteil der Phishing-Aktivitäten am insgesamten Malware-Aufkommen 70,8 Prozent ein Anstieg um 8,6 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal. Eine mögliche Erklärung hierfür: Anfang 2007 wurden immer mehr "Do-it-yourself"-Phishing-Kits verfügbar, die sich auch immer einfacher online erwerben lassen. Außerdem verzeichnete MessageLabs mehr gezielte Phishing-Angriffe, die auf Informationen von Social Networking Websites zurückgriffen. Ebenfalls für Aufsehen sorgten im ersten Quartal 2007 neue Varianten von Warezov und StormWorm, die in alarmierend kurzen Abständen in Erscheinung getreten sind. Weitere wichtige Ergebnisse im Überblick · Spam: Im März 2007 betrug der Anteil der an gültige Empfängeradressen gerichteten Spam-Nachrichten aus neuen oder bislang unbekannten zweifelhaften Quellen am weltweiten E-Mail-Verkehr 75,2 Prozent (oder 1 zu 1,33 E-Mails). Dies entspricht einem Rückgang um 2,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Da die Spammer immer ausgefeiltere Technologien nutzen, wird das Spam-Aufkommen voraussichtlich auch in den nächsten Monaten auf einem ähnlich hohen Niveau bleiben. Aufgrund der gestiegenen Agilität von Botnets sind weniger Viren erforderlich, um diese Botnets aufrechtzuerhalten - was wiederum zu einer Auseinanderentwicklung der Spam- und Viren-Level führen dürfte. · Viren: Eine von 145,0 an gültige Empfängeradressen gerichteten E-Mails aus neuen oder bislang unbekannten zweifelhaften Quellen war im März mit einem Virus verseucht. Dies entspricht einem Anteil von 0,6 Prozent und bedeutet einen Rückgang um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Viren- und Trojaner-Quoten sind innerhalb des letzten Jahres kontinuierlich zurückgegangen. Im ersten Quartal 2007 war nur noch eine von 126,1 E-Mails mit einem Virus oder Trojaner verseucht. Dies steht in einem direkten Zusammenhang mit der Entwicklung hin zu immer raffinierteren und gezielteren Attacken und Methoden, mit denen Kriminelle ihre Malware verbreiten. · Phishing: Im März sank die Phishing-Quote gegenüber dem Vormonat um 0,17 Prozentpunkte. Hinter einer von 203,7 E-Mails (0,32 Prozent) verbarg sich der Versuch, persönliche Authentisierungsdaten auszuspionieren. In Bezug auf den Anteil am gesamten Malware-Aufkommen nahmen Phishing-Versuche im März 46,9 Prozent ein bzw. durchschnittlich 70,8 Prozent in Hinblick auf das letzte Quartal. Ländertrends: Israel ist auf die Position des Landes mit der höchsten Spam-Belastung zurückgekehrt. Dies ist hauptsächlich auf die Aktivitäten von ein oder zwei bekannten Spammern in dieser Region zurückzuführen. Laut Spamhaus betreibt der Israeli Amichai Inbar "eine breit gefächerte kriminelle Organisation, die mithilfe von Botnets Spam für Pornographie, illegale Medikamente und wertlose US-Aktien (Penny Stocks, deren Aktienkurs auf kriminelle Weise manipuliert werden soll) versendet. Sie haben sich mit einigen der schlimmsten US-amerikanischen und russischen ROKSO (Register Of Known Spam Operations)-Spammern zusammengeschlossen." Außerdem betreibt Amir Gans weiterhin "Israels führendes E-Mail-Marketingunternehmen." Hongkong entwickelt sich rasant zu einer beliebten Region für das Hosten der in Spam-Nachrichten angepriesenen Websites sowie einiger Phishing-Domains. Dies lässt sich vermutlich darauf zurückführen, dass Websites, die mit der Endung .HK gehostet werden, deutlich länger in Betrieb bleiben, da es länger dauert, diese Seiten abzuschalten. In Indien wurde in diesem Monat das höchste Virenaufkommen verzeichnet. Das Land überholt somit Deutschland und Frankreich trotz eines Rückgangs der Virenaktivitäten in allen drei Regionen. Ebenfalls zurückgegangen sind die Aktivitäten in Singapur - jedoch nicht genügend, um nicht mehr in den Top 5 gelistet zu werden. Branchentrends: MessageLabs analysiert den E-Mail-Verkehr verschiedener Branchen und ermittelt, wie stark die größten Wirtschaftssektoren von Spam und Viren betroffen sind. Das Spam-Aufkommen ist in den traditionellen Top 5-Zielbranchen (Fertigung, Bildung, IT-Services, Marketing/Medien und Großhandel) im März leicht zurückgegangen. Die Rangfolge der einzelnen Branchen blieb unverändert. Ebenfalls zurückgegangen ist das Spam-Aufkommen im Immobiliensektor sowie im allgemeinen Dienstleistungssektor, der Branche mit der geringsten Spam-Quote im März. Die Viren-Quoten waren in allen Top 5-Branchen im März rückläufig. Die Anbieter unternehmens-bezogener Dienstleistungen verzeichneten das höchste Viren-Aufkommen und überholten somit den Bildungssektor. (MessageLabs: ra) |
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