Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

"Do-it-Yourself"-Phishing steht hoch im Kurs

Laut ISS sind 92 Prozent aller analysierten Phishing-Seiten mit einem Phishing-Kit erstellt

(27.06.07) - 3.544 neue Phishing-Seiten zählte die X-Force, das Forschungs- und Entwicklungs-team des IBM Unternehmens Internet Security Systems, in der ersten Juniwoche. Ohne Frage eine beachtliche Zahl. Verglichen mit früheren Untersuchungsergebnissen aus diesem Jahr, bei denen die Sicherheitsspezialisten innerhalb des gleichen Zeitraumes auch schon die fünffache Menge an Phishing-Seiten entdeckten, jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

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Bemerkenswert hingegen ist, dass 3.256 der Phishing-Seiten - dies entspricht einem Anteil von 92 Prozent - offensichtlich unter zu Hilfenahme eines Phishing-Kits entwickelt wurden. Die Baukästen stehen im Internet bereits für schmales Geld, teilweise sogar kostenfrei, zum Herunterladen zur Verfügung und ermöglichen auch technisch weniger versierten Cyberkriminellen gefälschte Phishing-E-Mails und -Internetseiten zu erstellen. Sämtliche für das Do-it-Yourself-Phishing benötigte Dateien - Grafiken, Anleitungen oder Texte - sind selbstverständlich inklusive. Auf diese Weise ist es für Internetbetrüger ein Leichtes, zeitgleich zahlreiche Phishing-Webseiten auf einem einzigen Host (Arbeitsplatzrechner, Notebook, Server etc.) einzurichten und zu betreiben.

Das X-Force Forschungsteam stellte zudem fest, dass die nach dem "Do-it-Yourself"-Prinzip erstellten Seiten auf lediglich 100 verschiedene Domains - rund 44 Prozent entfallen dabei auf die landesspezifische Top-Level-Domain .HK (Hongkong) - gehostet werden. Im Vergleich: Die übrigen 288 "normalen" Phishing-Seiten verteilen sich auf insgesamt 276 verschiedene registrierte Domains. (ISS: ma)

 

 

 

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