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Rubrik: Virenwarnung/Statistiken Malware-Jahresbericht 2007: Online-Gamer im Visier der eCrime-Society Der Recycling-Gedanke ist 2007 auch bei Malware-Autoren angekommen (23.01.08) - Was sich 2006 bereits abzeichnete, wurde im vergangenen Jahr Realität. Online-Gamer rücken im stärker ins Visier von Kriminellen. Mit "OnLineGames" und "Magania" schafften es 2007 zwei Passwortstehler sogar in die Top 10 der Malware-Charts. Der Angriff auf Online-Spieler hat im vergangenen Jahr somit deutlich zugenommen. Die Anzahl der Passwortspione, die auf Online-spieler zielen übersteigt mittlerweile die Anzahl der Banking-Trojaner. 1.2 Revival der Viren und Malware-Recycling
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Die starke Verbreitung von USB-Sticks und Wechselfestplatten sorgte 2007 für ein Revival klassischer Dateiinfektoren. Klassische Viren, die sich an Dateien anhängen, waren in den vergangenen Jahren stark Rückläufig. 2007 hat sich dies erstmals geändert und deren Zahl hat sich bereits verfünffacht. Der Recycling-Gedanke ist 2007 auch bei Malware-Autoren angekommen. Die immens hohe Zahl neuer Schädlinge ist nicht zuletzt das Resultat sog. Wegwerf-Trojaner, die nur ein einziges Mal zum Einsatz kommen. Trojan-Dropper und Trojan-Downloader gelangen nach Gebrauch in modifizierter Form direkt wieder in Umlauf. Der Programmablauf und die Programmlogik bleiben davon unberührt. Aus cyber-ökonomischer Sicht ist dieses Konzept äußerst erfolgreich und es ist 2008 mit einer Flutwelle von Wegwerf-Malware zu rechnen. Weiterhin keine Gefahr für Smartphones Die vielfach herauf beschworene Gefahr für Mobiltelefone blieb 2007 aus. Mit gerade einmal 22 neuen Schädlingen - die meisten davon halblegitime Spy-Tools, die sich hauptsächlich an eifersüchtige Ehemänner oder besorgte Eltern richten - sinkt die Anzahl der Schädlinge für Symbian auf 1/3 des Wertes vom Vorjahr. Hier von einem immensen Gefahrenpotential zu sprechen, ist nach Einschätzung von G Data reine marktpolitisch bestimmte Panikmache. Fazit und Ausblick G Data rechnet 2007 mit einem gleich bleibend hohen Malware-Niveau. Es ist absehbar, dass die etablierten Geschäftsmodelle der 2008 weiter verfeinert werden. Mit einem weiteren Anstieg von Spam ist dagegen 2008 kaum zu rechnen. Vielmehr wird 2008 mit einem massiven Anstieg von personalisierten Spam zu rechnen sein. Die durch Datendiebstähle gewonnenen Informationen werden hierbei dafür genutzt, um Spam- und Phishing-Mails gezielt an passende Personengruppen zu versenden. Virtualisierung für Malware interessant Seit mehreren Monaten enthalten alle neu ausgelieferten Prozessoren Funktionen, mit denen sich Virtuelle Maschinen sehr einfach und effektiv nutzen lassen. Diese Virtualisierungsfunktionen können u. a. zur Erstellung neuartiger Rootkits genutzt werden (Stichwort Bluepill). Andererseits bietet die Virtualisierung viele Möglichkeiten um effektive Schutzkonzepte zu realisieren. In diesem Bereich erwartet G Data ein starkes Forschungs-Engagement der Malware- Industrie. Kritische Masse bei Vista und Mac OS X bald erreicht Vista und MacOSX stehen kurz davor, die kritische Marke von 10 Prozent Marktanteil zu über-schreiten. Hierdurch werden beide Betriebssysteme für Cyberkriminelle deutlich interessanter und Angriffe auf diese Systeme werden zunehmen. Die friedliche Oase für Apple-Nutzer könnte somit 2008 einige Erschütterungen hinnehmen müssen. Bei Vista könnten sich Gadgets als neues Einfallstor etablieren. (G Data: ra) |
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