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Rubrik: Virenwarnung/Statistiken Spammer starten mit Finanzangeboten und Schlankmachern ins neue Jahr Neue Spamwelle im Januar nutzt saisonale Aufhänger; Verfahren gegen Aktien-Spammer zeigt Wirkung (11.02.08) - MessageLabs hat den Intelligence Report für Januar 2008 vorgelegt. Die aktuellen Analysen zur globalen Online-Sicherheit offenbaren insbesondere einen geschärften Geschäftssinn seitens der Urheber von unerwünschten Werbe-Mails. So werden derzeit verstärkt aktuelle Nachrichten (z.B. die sich abzeichnende Kreditkrise) und saisonale Trends (z.B. Neujahrsvorsätze) als Aufhänger für Spam-Kampagnen genutzt.
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"Die Szene der Web-Betrüger ist mit bemerkenswerter Aggressivität ins Jahr 2008 gestartet - und das gilt insbesondere für Spammer", betont Mark Sunner als Chief Security Analyst bei Message Labs und ergänzt: "In ihrer Strategie, die aktuellsten und am weitesten verbreiteten Sorgen der Menschen für zwielichtige gewerbliche Zwecke auszunutzen, erweisen sich die Urheber von Spam heute als geschäftstüchtiger und reaktionsschneller denn je. Ob es die guten Vorsätze am Sylvesterabend sind, im neuen Jahr vielleicht ein paar Kilo abzuspecken, oder die Furcht vor der jüngsten Kreditkrise - Spammer springen sofort auf alles an, was die Leute bewegt. Und unglückseligerweise präsentiert sich ihnen auch Monat für Monat eine neue Zielgruppe, die für ihre Kampagnen anfällig ist." Saisonale Spam-Kampagnen - Verfahren gegen Aktien-Spammer zeigt Wirkung Gestiegen ist das Aufkommen an Spam-Mails mit Bezug zum Geldwesen - etwa die betrügerische Vermarktung von Finanzdienstleistungsprodukten, Gewinnspielen, Krediten und Jobangeboten. "Angesichts der enormen Bewegung auf den Aktienmärkten wäre auch zu vermuten gewesen, dass im Januar die Belastung mit Aktien-Spam zugenommen hätte - doch das Gegenteil ist der Fall", führt Mark Sunner aus: "Seitdem das Verfahren gegen Alan Ralsky läuft, den produktivsten aller Urheber von Börsen-Spam-Kampagnen, ist deren Aufkommen drastisch zurückgegangen. Ein Anteil von nur noch 2 Prozent am gesamten Spam bedeutet den niedrigsten Stand seit Beginn unserer Aufzeichnungen." Gleichzeitig waren Werbe-Mails für gefälschte Markenuhren und vergleichbare Replika-Waren rückläufig - Spammer setzen nach dem Weihnachtsgeschäft nun vermehrt auf Kampagnen für Schlankmacher und preisreduzierte Designerkleidung. Google und Yahoo im Visier Im Januar musste MessageLabs zudem feststellen, dass eine neue Spielart von Online-Attacken auf dem Vormarsch ist: der Suchmaschinen-Spam. Auf derartige Angriffe entfielen im Berichts-monat immerhin 17 Prozent des gesamten Spam-Aufkommens. Web-Betrüger nutzen dabei in aller Regel die Suchmaschinen von Google und Yahoo, um Internetnutzer auf ihre Websites zu locken, indem sie aus Suchanfragen erzeugte Verknüpfungen in E-Mail-Nachrichten einbetten. Wer diese Links anklickt, landet jedoch mitnichten auf einer entsprechenden Ergebnisseite, sondern auf einer getürkten Web-Präsenz mit Spam-Inhalten. Traditionelle Lösungen zur Spam-Abwehr tun sich mit dieser Form betrügerischer Mail-Kampagnen bisher enorm schwer. Denn selbst eine zuverlässige Identifikation von Links zu bekannten Spam-Websites bietet keine effektive Handhabe gegen diese neue Technik. Schließlich wäre es für Web-Anwender kaum plausibel und zumutbar, wenn Anti-Spam-Tools plötzlich auch Suchmaschinen wie Google und Yahoo blockieren würden. Zurück zu den Wurzeln: Der Löwenanteil entfällt wieder auf Text-Spam Weiterhin lässt sich für den Januar 2008 konstatieren, dass der Großteil des Spams nun aus reinen Text-Nachrichten besteht oder auf HTML basiert. In den vergangenen sechs Monaten hat sich das Aufkommen an Text-Spam schlagartig verdoppelt im Sommer 2007 machte er noch 30 Prozent der gesamten Spam-Belastung aus, jetzt sind es bereits 60 Prozent. Für andere Arten uner-wünschter Werbe-Mails, wie beispielsweise Image-Spam, war unterdessen eine rückläufige Tendenz zu verzeichnen. Nachdem auf Grafiken basierende Kampagnen noch Mitte 2007 einen Rekordanteil von 20 Prozent am weltweiten Werbemüll hatten, waren es im Januar lediglich noch zwei Prozent. Das Aufkommen an HTML-Spam ist im gleichen Zeitraum von 50 Prozent auf nunmehr 38 Prozent gesunken. Auf andere Dateiformate wie PDF, XLS und MP3 entfielen im Berichtsmonat weniger als ein Prozent der unerwünscht verbreiteten Werbe-Botschaften. USA immer noch Nummer eins als Ursprungsland Die Vereinigten Staaten blieben auch im Januar 2008 das bedeutendste Ursprungsland für Spam. 36,6 Prozent aller entsprechenden Mails wurden aus den USA verbreitet. Auch für einige andere Länder war im Januar gestiegener Spam-Versand zu verzeichnen. Dazu zählen die Türkei, Korea, Russland und Deutschland. Weitere wichtige Ergebnisse im Überblick: Web-Sicherheit: Die An alysen für den Intelligence Report zeigen, dass es sich im Januar 2008 bei 20,3 Prozent aller per Web verbreiteten Schadprogramme um neuartige Malware handelte. Pro Tag hat MessageLabs im Durchschnitt 1.068 neue Websites aufgespürt, die Viren und Trojaner sowie sonstigen unerwünschten Schad-Code etwa in Form von Spy- und Adware enthielten. Der Anteil der Angriffe, bei denen E-Mails mittels entsprechender Links auf Websites mit Schadprogrammen verweisen, ist gegenüber Dezember 2007 um 4,5 Prozentpunkte gestiegen und erreichte im Januar 2008 einen Wert von 29,5 Prozent. Spam: Der Spam-Anteil am weltweiten, an gültige Empfänger adressierten E-Mail-Verkehr aus neuen oder unbekannten Quellen belief sich im Januar 2008 auf 73,4 Prozent (oder 1 zu 1,36) - ein Plus um 0,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat. Viren: Die Viren-Quote stieg im Berichtsmonat auf 1 zu 131,4. Auf weltweiter Ebene waren 0,76 Prozent aller an gültige Empfänger adressierten E-Mails, die aus unseriösen Quellen neuer oder bis dato unbekannter Art stammten, mit einem entsprechenden Schadprogramm verseucht. Das bedeutet eine Zunahme um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Dezember 2007. Phishing: Im Januar 2008 hat der Anteil an Phishing-Angriffen im Vergleich zum Vormonat um 0,13 Prozent-punkte auf 0,68 Prozent zugelegt. Demnach verbarg sich hinter einer von 147,5 E-Mails der Versuch, persönliche Authentisierungsdaten auszuspionieren. Gemessen als Anteil an allen per E-Mail verbreiteten Gefahren wie Viren und Trojanern, die MessageLabs abgefangen hat, nahm die Häufigkeit von Phishing-Angriffen sogar um 6,0 Prozentpunkte auf 89,2 Prozent zu. Die wichtigsten Ländertrends: · Im Anschluss an die Weihnachtsferien hatten zahlreiche Länder einen Anstieg der Spam-Belastung zu verzeichnen. Israel bleibt mit einer Spam-Quote von 87,3 Prozent die am meisten belastete Volkswirtschaft. · Im Januar 2008 belief sich die Spam-Quote in den USA auf 69,5 Prozent, in Kanada auf 72,5 Prozent und in Großbritannien auf 63,8 Prozent. In Deutschland erreichte sie einen Wert von 73,8 Prozent und in den Niederlanden von 63,5 Prozent. In Australien entfielen im Berichtsmonat 62,3 Prozent des eingehenden Mail-Verkehrs auf Spam, in Neuseeland waren es 66,8 Prozent, in China 72,0 Prozent und in Japan 67,8 Prozent. · Viele Länder erlebten im Januar 2008 zudem eine gesteigerte Viren-Aktivität. Am stärksten betroffen war Indien, wo 1 von 30,5 Mails mit einem solchen Schadprogramm verseucht war. · In den USA betrug der Anteil virenbelasteter Mails 1 zu 191,5, in Kanada waren es 1 zu 158,4. Für Australien hat MessageLabs im Januar 2008 eine Viren-Quote von 1 zu 298,7 ermittelt, für Neuseeland eine Quote von 1 zu 768,2. In China belief sich der entsprechende Anteil auf 1 zu 92,7, in Japan war 1 von 273,7 Mails verseucht. Die wichtigsten Branchentrends: · Die Belastung mit Spam ist im Januar 2008 branchenübergreifend leicht gestiegen. Am stärksten betroffen waren die Landwirtschaft und das verarbeitende Gewerbe. · IT-Dienstleister verzeichneten im Berichtsmonat eine Spam-Quote von 75,1 Prozent, die Unternehmen der Chemie- und Pharma-Industrie von 74,6 Prozent und der Handel von 72,1 Prozent. Bei Behörden entfielen 71,2 Prozent aller eingehenden Mails auf Spam, bei Finanzdienstleistern waren es 65,5 Prozent. · Im Januar 2008 erlebten fast alle Wirtschaftszweige einen Anstieg der Belastung mit Schadprogrammen. Unter der höchsten Viren-Quote hatte der Bildungssektor zu leiden. · Bei IT-Dienstleistern war im Berichtsmonat 1 von 143,0 eingehenden Mails mit einem Virus verseucht, im Handel betrug der Anteil 1 zu 125,6, bei Finanzdienstleistern 1 zu 177,9. (MessageLabs: ra) |
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