Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

Webbrowser geraten ins Visier des organisierten Verbrechens

IBM X-Force Sicherheitsreport 2007 vorgestellt

(22.02.08) - IBM hat die Ergebnisse des X-Force Security Reports 2007 vorgestellt. Ein Resultat davon ist die beunruhigend steigende Raffiniertheit der kriminellen Angriffe in Zusammenhang mit der Nutzung von Webbrowsern weltweit. Besonders der Diebstahl von Identitätsdaten von Nutzern stieg auf ein so hohes Niveau, wie es das bislang noch nicht gegeben hat.

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Eine weit verzweigte, ausgefeilte kriminelle Schattenwirtschaft hat sich entwickelt, die Schwach-stellen des Webs gezielt ausnützen will - Händler aus dem Untergrund liefern Tools, die die Vertuschung von Angriffen ermöglichen und somit ein Entdecken durch Sicherheitssoftware verhindern sollen. Die Zahl der Kriminellen, die sich solcher Tarntechniken bedient, ist seit 2006 von einer kleinen Basis bis Ende letzten Jahres auf beinahe 100 Prozent gestiegen.

Der "Storm Worm", die am weitesten verbreitete Internet-Attacke im vergangenen Jahr, infiziert weiter Computer rund um die Welt als Spitze eines Eisbergs an Bedrohungen, die das IBM X-Force-Team untersucht, inklusive Malware, Spam und Phishing. Im vergangenen Jahr war die Verbreitung von Malware auf einem Allzeit-Hoch. X-Force berichtete von einer 30-Prozent-Steigerung in der Anzahl identifizierter Malcode-Beispiele. Der Storm Worm trug mit einem beachtlichen 13-Prozent-Anteil zur gesamten Malcode-Menge, die 2007 gesammelt wurde, bei.

Andererseits ist zum ersten Mal die Anzahl von Spam-Mails auf ein Niveau vor 2005 gesunken. X-Force glaubt, dass der Rückgang in Zusammenhang mit dem Rückgang bei bildbasiertem Spam steht. Dieser Rückgang kann als ein Sieg für die Sicherheitsbranche gesehen werden, da effektive Anti-Spam-Sicherheitstechnologien effizienter bei der Entdeckung bildbasierten Spams geworden sind.

Der neue X-Force-Report zeigt weiterhin dass

·         die Anzahl aufgedeckter kritischer Computer-Sicherheitsschwachstellen um 28 Prozent gestiegen ist - ein bedeutender Anstieg im Vergleich zu früheren Jahren.

·         die Gesamtanzahl von Schwachstellen, die im Jahr gemeldet wurden, zum ersten Mal seit zehn Jahren gesunken ist.

·         von allen Schwachstellen, die im letzten Jahr entdeckt wurden, nur 50 Prozent durch Patches der Anbieter geschlossen werden können.

·         knapp 90 Prozent der entdeckten Schwachstellen ferngesteuert ausgenutzt werden können.

(IBM: ma)

 

 

 

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