Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

Auch 2008 keine Besserung in Sicht: Spam-Epidemie bleibt das Problem Nummer eins

Galten lange Zeit die USA und China als die führenden Nationen, hat sich das Bild 2007 deutlich gewandelt

(18.03.08) - Die Spam-Versender haben 2007 ihre Aktivitäten noch einmal intensiviert: Den Auswertungen des Messaging-Experten Retarus zufolge ist das Spam-Volumen im Jahr 2007 um rund 165 Prozent angestiegen. Die Ergebnisse beruhen auf einer detaillierten Analyse von mehreren Millionen an Geschäftskunden adressierten E-Mails, die Retarus täglich in ihren Rechenzentren filtert.

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Trends des Jahres 2007

So nahm im vergangenen Jahr das Volumen der Spam-Mails um 165 Prozent zu. Die Zahl der "guten Mails" stieg nur geringfügig im einstelligen Bereich. Betrug der Anteil der Spam-Mails 2006 noch 91,3 Prozent (8,7 Prozent Nutznachrichten), so waren es 2007 bereits 95,4 Prozent (4,6 Prozent Nutznachrichten).

Das Beunruhigende an der Spam-Epidemie: Zu Jahresbeginn hat sich die Lage nicht gebessert, eher im Gegenteil. Denn je besser die Verfahren werden, um unerwünschte Nachrichten aus dem gesamten Mail-Aufkommen herauszufiltern, desto größer werden die Anstrengungen und damit auch die Datenmengen, mit denen die Spammer die E-Mail-Systeme überfluten.

Im gesamten Januar 2008 ist der Spam-Anteil auf 96,7 Prozent angestiegen (nur 3,3 Prozent waren erwünschte E-Mails). Als wenn das alles noch nicht schlimm genug wäre, "feuerten" die Spam-Versender an den beiden letzten Wochenenden im Januar (am 19./20. und am 26./27. Januar) aus allen Rohren. Der Spam-Anteil betrug jeweils mehr als 99 Prozent. Ein Trend, der sich übrigens für das gesamte vergangene Jahr gefestigt hat: An jedem Wochenende ist der Anteil an unerwünschter elektronischer Post jeweils auf über 99 Prozent angestiegen, was sich unter anderem auf unzureichend geschützte, missbrauchte Privat-PCs zurückführen lässt. Retarus hat weiterhin ermittelt, dass über 70 Prozent der Nachrichten keinen gültigen Empfänger haben. Es wird weltweit eine riesige Menge an nutzlosem "Traffic" produziert, der Datenleitungen und Mailserver verstopft. Retarus filtert diese Nachrichten aus, bevor sie den Kunden beziehungsweise dessen Infrastruktur erreichen.

Aufschlussreich ist ein Blick auf die großen Spam-Herkunftsländer. Galten lange Zeit die USA und China als die führenden Nationen, hat sich das Bild 2007 deutlich gewandelt. Die USA behaupten mit einem Anteil von 14 Prozent weiterhin den unrühmlichen Spitzenplatz. Auf Rang zwei folgt Russland (neun Prozent) und Deutschland hat es im vergangenen Jahr mit einem Anteil von ebenfalls neun Prozent immerhin auf den dritten Rang geschafft. Auf die ersten drei Länder entfällt somit rund ein Drittel des gesamten Spam-Aufkommens.

Die Spam-Herkunft in Deutschland 2007 nach einzelnen Ländern auf einen Blick:

1.       USA: 13,8 Prozent

2.       Russland: 9,2 Prozent

3.       Deutschland: 8,8 Prozent

4.       Türkei: 6,3 Prozent

5.       Großbritannien: 5,7 Prozent

6.       Südkorea: 5,2 Prozent

7.       Polen: 4,1 Prozent

8.       China: 4,0 Prozent

9.       Brasilien: 3,8 Prozent

10.   Spanien: 3,3 Prozent

(Retarus: ra)

 

 

 

 

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