Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

Malware-Anstieg um 87 Prozent im Juli 2008 gegenüber dem Vormonat

ScanSafe wehrt im Juli 2008 mehr Schadsoftware ab als im ganzen vergangenen Jahr

(02.09.08) - ScanSafe wehrte im Juli dieses Jahres 87 Prozent mehr Schadsoftware ab als im Juni 2008. Nach dem im Anhang zusammengefassten globalen ScanSafe-Bedrohungsreport entwickelte sich die Situation in den ersten beiden Juli-Wochen besonders "dramatisch". Die Infizierung von eigentlich seriösen Webseiten war im Juli mit 83 Prozent die häufigste Ursache zur Gefahrenab-wehr. Der Zuwachs rührte vor allem von den so genannten SQL-Injection-Attacken her, die mit 75 Prozent zu den beliebtesten Methoden der Hacker gehören. Dabei werden in die von SQL-Datenbanken generierten Webseiten Inlineframes eingefügt, die Codes für den eigentlichen Angriff nachladen, bei dem auf Ressourcen zugegriffen wird oder Daten verändert werden.

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"Im Juni mussten wir für die erste Jahreshälfte einen Schadsoftware-Zuwachs von 278 Prozent verzeichnen. Dieser alarmierende Trend hat sich insbesondere in den ersten beiden Juli-Wochen fortgesetzt", resümiert Mary Landesman, Senior Security Researcher bei ScanSafe. Insgesamt ergab sich eine überwältigende Anzahl von abgewehrten Bedrohungen - 34 Prozent mehr als im gesamten Jahr 2007.

Für den Juli konstatiert ScanSafe darüber hinaus einen weiteren Zuwachs von via E-Mail vorgetragenen Betrugsversuchen. Besorgnis erregt, dass 95 Prozent der ScanSafe-Kunden auf das Social Engineering hereinfielen und sich auf befallene Sites locken ließen. Dort sollten sie sich Backdoor-Trojaner und Rogue-Scanner einfangen, die aber von ScanSafe abgeblockt wurden. Backdoor-Trojaner öffnen Hintertüren auf den befallenen Systemen, während Rogue-Scanner (1,3 Prozent auf die Juli-Statistik) sie – boshafterweise als Virensuch-Programme getarnt - durch-forsten.

"So gering dieser Anteil erscheinen mag, so zeigt er doch, dass diese Betrugsversuche inzwischen in der Lage sind, die bisher recht erfolgreichen Spam-Filter zu überlisten", warnt Landesman: "Es ist bestürzend zu beobachten, dass immer mehr Nutzer auf die jedes Mal intelligenteren und besser getarnten Betrugsversuche hereinfallen."

ScanSafes monatlicher "Global Threat Report" beruht auf  mehr als 10 Milliarden Web-Anfragen, die der Dienstleister im Auftrag seiner Kunden in 60 Ländern erfasst. (ScanSafe: ra)

 

 

 

 

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