Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

Auf dem Vormarsch sind Spam-Mails, die Links auf Webpages mit Trojaner enthalten

Spam-Report September 2008: Der politische Spam konzentrierte sich auf den US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama

(13.10.08) - Im September waren die Spammer laut Angaben des monatlichen Spam-Reports von Secure Computing besonders aktiv: Das Spam-Volumen erreichte Spitzenwerte, wie sie zuletzt im April 2008 beobachtet wurden. Auch für Oktober erwartet der Sicherheitsspezialist einen weiteren Anstieg von Spam, der in Zusammenhang mit der internationalen Bankenkrise steht. Vermutlich werden massenweise Mails zu angeblichen Bankenaufkäufen und -zusammenbrüchen kursieren. Bereits Ende September starteten Cyber-Kriminelle eine große Phishing-Spam-Kampagne, die sich vor allem gegen die US-Banken Chase, Wachovia, Colonial und Bank of America richteten.

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Weiterhin auf dem Vormarsch sind Spam-Mails, die zwar keine bösartigen Code enthalten, dafür jedoch Links, die auf Webpages mit Trojaner oder sonstige Malware führen. So versuchen die Spammer Anti-Viren-Engines zu entgehen, die Mails auf bösartige Inhalte untersuchen. Als Trend ließ sich im September erkennen, dass die Spammer vor allem aktuelle Anlässe für ihre Spam-Attacken missbrauchten wie den US-Präsidentschaftswahlkampf und den Jahrestag der Terror-anschläge vom 11. September 2001.

Spam-Trends im September 2008

·         Barack Obama führt in Sachen Spam

Der politische Spam konzentrierte sich im September vor allem auf den US-Präsidentschafts-kandidaten der Demokraten Barack Obama. In punkto Spam geht er als klarer Sieger im Vergleich zu seinem Konkurrenten John McCain hervor: Sechs Mal mehr Spam-Mails enthielten den Namen des demokratischen Senators. Die Themen der Spam-Kampagnen kamen aus der Boulevardpresse und betrafen Themen wie Rasse, Dispute mit Clinton und andere angebliche Neuigkeiten. Die Headlines lauteten zum Beispiel: "Obama Supporters Attack Hillary In Second Life" oder "Jesus Endorses Obama; Four Horsemen Opt for McCain". Bei den Vizekandidaten wurde die Republikanerin Sarah Palin häufiger für Spam-Kampagnen missbraucht als ihr Kontrahent Joe Biden.

·         9/11

An dem Jahrestag der der Terroranschläge in New York am 11. September steigt das Spam-Volumen üblicherweise über die Norm an. Die Sensoren des Reputationssystems TrustedSource stellten in diesem Jahr sogar einen Anstieg des Spam-Volumens von 15 Prozent im Vergleich zum Vortag fest.

·         Nonsens-Spam

In diesem Monat entdeckte das Research-Team von Secure Computing eine Nonsens-Spam-Welle. Deren charakteristisches Merkmal ist, dass die Spam-Mails keinen Text enthalten, sondern lediglich eine wahllose Aneinanderreihung von Buchstaben. Solche Spam-Wellen treten laut den Analysen des Sicherheitsanbieters alle vier bis sechs Monate auf. Möglich ist, dass Spammer solche Unsinn-Mails verschicken, um ihre gespeicher­ten E-Mail-Adressen zu überprüfen. Ein Bug in der Spam-versendenden Software ist eine andere Erklärung für diese Art von Spam.

Aktuelle Zahlen - Spitzenreiter

·         Malware

Aktueller Spitzenreiter war im September die Malware "W32/Downldr2.DVHI" mit einem Anteil von 38 Prozent am gesamten Malware-Aufkommen. Ebenfalls stark vertreten war "Downldr2.DVJA" mit knapp 32 Prozent.

·         Top Level Domains von Spam

60,6 Prozent aller Spam-Mails waren im August .com-Adressen - im Vergleich zum Monat zuvor stellt dies einen Zuwachs von fast 3 Prozent dar. Wie im August landete .cn auf Platz zwei (16,2 Prozent) und .info mit 5,9 Prozent auf dem dritten Platz. 0,2 Prozent aller Spam-Adressen stammten im September von .de-Adressen.

(Secure Computing: ra)

 

 

 

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